{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1908-03-14","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14","ga":"266a","lecture":"1908-03-14","lecture_number":null,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1908-03-14","date":"1908-03-14","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":20,"word_count":5296,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":20,"passage_count":20,"word_count":5296},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":86,"passage_count":86,"word_count":5565,"completeness":{"ratio":1.05,"band":"comparable","note":null}}],"passages":[{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p001","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p001","passage_number":1,"word_count":6,"text":"## GA 266/1 — 1908-03-14, Berlin"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p002","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p002","passage_number":2,"word_count":14,"text":"Berlin, 14. März 1908 \n* Die Textvorlage hat hier den Zusatz: «(nach dem Geist)»."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p003","passage_number":3,"word_count":591,"text":"Aufzeichnung Α \n_______________ \nSpeis, tränk und ernähr sie im Feuer \nSo leben und sterben sie im Feuer \nUnd sind Feuer und bleiben im Feuer \nIhr Silber und Gold wird alles zu Feuer \nUnd wird endlich ein vierfach philosophisch Feuer. * \nDiese Zeilen und das obige Diagramm sind ein Meditationsstoff, \nwelcher, wenn der esoterische Schüler sie zum Üben benutzt, ihm \nviel Kraft gibt. \nWährend der Saturnperiode gab es keinen materiellen Planeten, sondern nur einen Wärmeglobus, auf welchem die Geister \nder Finsternis, die Asuras, ihre Menschheit erreichten. Das Blut, \nwas wir damals hatten, war dunkel. Es war ein verborgen glimmendes Feuer, vielmehr Wärme auf jenem Planeten, aber kein \nLicht. Das Saturnprinzip ist männlich.** \nAls der Saturn verschwand und die Sonne aus dem Dunkel \naufstieg, veranlaßte das zweite Element, die Luft mit ihrem Brennmaterial, dem Sauerstoff, daß das Saturnfeuer in Flammen hervorschlug (aufflammte), und nun gab es Licht, wie es symbolisiert wird durch die alchemistische Substanz «Schwefel». Dann \nwandelte sich das schwarze Blut in gelbes um. \nWährend der Mondperiode war die ganze Atmosphäre wäßrig. Es war kein Wasser, wie wir es kennen. Das Wasser war \ngeteilt in ganz kleine Teilchen, die kugelförmig waren und die \nsich durcheinander bewegten mit ungeheurer Schnelligkeit. Dieser Zustand der Mondensubstanz findet sich wieder in dem flüssigen «Merkur», welches sich auch in ganz kleine Kügelchen \ntrennt und tätiger (beweglicher) ist als alle anderen Substanzen. \nSo wie diese Substanz weiß ist, so ist das Blut während der \nMondperiode weiß, und es wird zu Gestalten geformt durch den \nWeltenton. Diese Formen sind weiblich. Der ganze Mond stellt \ndas weibliche Prinzip dar. \n_______________ \n* Vgl. hierzu den ursprünglichen Spruch der Rosenkreuzer in den Hinweisen, \nSeite 589, und das Faksimile Seite 358. \n** Andere Aufzeichnung: «Das Saturnprinzip war männlich.» \nWährend der Erdenperiode erscheint das vierte Element, Erde, \nin Verbindung mit der dritten alchemistischen Substanz «Salz», \nwelches das Symbol der Kristallisation und der Auflösung ist. \nUnd hier erscheint zuerst das Männliche. So wird unsere gegenwärtige Menschheit auf der Erde gestaltet mit ihrem roten Blut. \nAlles, was sich auflöst, ist Salz \nWir haben so vier Arten von Feuer in den vier Arten des Blutes, welche wir in der Vergangenheit gehabt haben: schwarzes Blut \noder schwarzes Feuer in der Saturnperiode, gelbes Blut oder gelbes Feuer in der Sonnenperiode, weißes Blut oder weißes Feuer \nin der Mondperiode, und rotes Blut oder rotes Feuer in der Erdenperiode. Die Hitze oder Wärme, die jetzt in unserem Blute \nlebt, ist die Hitze des Planeten Saturn. \nDiese verschiedenen Arten des Blutes oder Feuers sind noch \nin uns und bilden die Werkzeuge für Geister, die in uns und auf \nuns wirken, bis wir genügend individualisiert [sein] werden, um \nalle Funktionen zu übernehmen, die von diesen Geistern ausgeübt werden. Die Luft, welche wir einatmen, ist das Werkzeug, \nder Träger oder Körper einer [bestimmten] Art von Geistern; die \nLichtstrahlen, die in unser Auge dringen, tragen in sich einen \nLichtgeist, der auf unsere Augen wirkt; in der Wärme unseres \nBlutes, dem Ich, finden die Geister des Saturn ihren Angriffspunkt. Einige von ihnen sind sehr böse und gefährlich. \nDer Weg zur Beherrschung unserer Werkzeuge ist gezeigt in \nden Zeilen auf der ersten Seite.* \nDie vier Arten des Feuers beziehen sich auf den wesentlichen \nTeil unserer vier unteren Hüllen, die die «Kinder des Ichs» sind. \nDiese müssen im «Feuer des Geistes verbrannt werden», damit \nsie das vierfache philosophische Feuer werden können in der Vulkanperiode. Wir müssen «Feuer zu Feuer fügen»; das Feuer der \nniederen Leidenschaft muß geläutert werden durch die Vereinigung mit dem höheren, spirituellen Feuer. \nWie das geschieht, wird vielleicht klarer hervorgehen, wenn \n* Siehe Seite 340."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p004","passage_number":4,"word_count":285,"text":"_______________ \nwir sehen, daß unser ganzes Leben von vier Arten der Tätigkeit \nausgefüllt wird: \nMit unsern physischen Sinnen nehmen wir die Umwelt wahr. \nMit unserem Lebensleib fühlen wir Sympathie oder Antipathie gegen andere. \nMit unserem Begierdenleib fühlen wir Wünsche und Gemütsbewegungen. \nMit unserem Verstande formen wir Schlüsse, Entscheidungen. \nDas ist der wichtigste Teil, daß wir Schlüsse und Entscheidungen bilden. Wir können unsere Ansicht über ein Ding ändern, \naber der einmal gefaßte Entschluß bleibt bestehen, und das Resultat eines ganzen Manvantaras hängt ab von den während der \nDauer desselben gefaßten Entschlüssen. \nSo wie das Feuer die Asche des verbrannten Materials zurückläßt, so läßt der Entschluß oder eine Entscheidung etwas Gutes \noder Schlechtes zurück, was immer bleibt. Der okkulte Grundsatz heißt deshalb: \nHandle niemals, wenn du im Zweifel bist. \nSo wie der Gedanke Asche hinterläßt, stärkt er die Knochen. \nWenn daher jemand an Rachitis leidet, wird gelehrt, daß er abstraktes Denken üben muß, wie in der Geometrie, sinnlichkeitsfreies Denken. Es wird ihm dann besser ergehen als einem, der \nkeine solche Bildung hat. \nUnsere Sympathie oder Antipathie wirkt auf den Ätherkörper. \nWir können das leicht erkennen durch die gewöhnliche Beobachtung. Wir wissen, daß der Ätherleib die Drüsen beherrscht. Wenn \nnun zum Beispiel ein Feinschmecker etwa köstliche Speisen sieht, \nso werden seine Speicheldrüsen in Tätigkeit versetzt, und «das \nWasser läuft ihm im Munde zusammen». In dem Maße, wie wir \nuns selbst beherrschen lernen und unsere Sympathie oder Antipathie ins Gleichgewicht bringen, in dem Maße trocknen die Drüsen \nin unserem Körper aus und werden wie die Rinde des Baumes, die \ndas Innere schützt. In der Pflanze steigen die Säfte auf und nieder. \nDaher kann sie der Winterkälte keinen Widerstand bieten; sie stirbt. \nDer Baum dagegen gestattet der Außenseite, auszutrocknen und"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p005","passage_number":5,"word_count":206,"text":"Rinde zu werden, wodurch er sich vor den einschneidenden Wirkungen der Stürme und der Kälte schützt. So ist der Eingeweihte. \nSein Lebenskörper stirbt nicht von einer Inkarnation zur andern. \nSo waren die Druiden. Und «Druide» bedeutet «Eiche», welche \nder stärkste unter den Bäumen ist. \nDas Blut ist das Werkzeug des Ich. Die Saturngeister arbeiten \nin der Wärme unseres Blutes, wie Christus im Blute des Jesus \nwirkte. Jesus war dreißig Jahre alt, als der Christus in ihn eintrat. Während dieser dreißig Jahre hatte Jesus seinen physischen, \nÄther- und Astralleib bearbeitet. Dann ergriff der Christus Besitz von dem Blute, und in den drei Jahren reinigte er es. Darum \nmußte das Blut fließen. Wenn wir unsere vier Körper auf dieselbe Art gereinigt haben, dann werden wir das vierfache philosophische Feuer haben, welches zur Vulkanperiode gehört. \nWir haben in der vorigen esoterischen Stunde gesehen, wie die \nMaterie des Saturn aus Feuer, aus Wärme bestand. Das Saturnfeuer war dunkel, schwarz. Auf der Sonne differenzierte sich \ndieses Feuer in Luft und Licht. Dadurch, daß die Luft verbrannte*, leuchtete die alte Sonne auf, in den Weltenraum hinaus. Es \nfand also statt ein Verbrennungsprozeß. Der alte Mond bestand \n_______________ \n* Müßte heißen: «Dadurch, daß durch die Luft das Feuer aufflammte ...»; vgl. \nAufzeichnung A."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p006","passage_number":6,"word_count":608,"text":"* \n* * \nAufzeichnung Β \naus Wassermaterie. Es waren da lauter Tropfen, die hin und her \nwirbelten, es drückt sich dies aus im Merkurialprinzip. Die Tropfen waren untereinander getrennt und wurden in mannigfacher \nWeise angeordnet durch den Schall, der vom All den Mond \ndurchdrang. Auf diese Weise entstand das weibliche Prinzip. Auf \nder Erde nannte man denjenigen Teil der Erdenmaterie, der sich \nim Wasser auflöste, Salz. Dieses ist eine bedeutsame Tatsache im \nWeltgeschehen. Erst auf der Erde konnte aus der Essenz der \nErdmaterie das männliche Prinzip entstehen. Und erst hieraus \nkonnte als Krönung der Mensch erwachsen. \nDer Mensch trägt die vier Elemente gleichsam heute in sich. \nSchauen wir uns den Menschen auf dem alten Saturn an, so finden wir ihn als ein Spiegelbild der Gottheit. Umgeben war er \nvon der Feuermaterie. Diese Feuermaterie, die auf dem Saturn \naußerhalb des Menschen war, ist heute seine Blutwärme. In unserem heutigen Blut findet die Feuermaterie des Saturn ihren Ausdruck. Wir wissen, daß die Geister der Persönlichkeit uns den \nEgoismus gebracht haben, mit seinem Nutzen und Schaden für \nuns. Diese Geister der Persönlichkeit machten auf dem Saturn \nihre Menschenentwicklung durch. Sie badeten sich in dem feurigen Blute, sie schwammen darinnen. Diese Geister blieben daher \nin einem gewissen Zusammenhange mit dem Menschen. Und diejenigen Geister der Persönlichkeit, die in der Entwicklung zurückgeblieben sind und die noch das Verlangen in sich tragen, \nsich im Blut des Menschen zu baden, werden in der Zukunft \neinen sehr schlimmen Einfluß gerade auf die allerniedrigsten Triebe des Blutes haben, wenn sie sich in demselben verankern. Helfen kann hier nur eine spirituelle Entwicklung, die dergleichen \nGefahren kennt. - Wir kennen heute nur das sogenannte mineralische Feuer. Das Feuer spielt eine sehr große Rolle im Entwicklungsprozeß. Auf dem Mond hatte der Mensch noch einen \nweißen Saft. Auf der Sonne war der Mensch noch wie ein FataMorgana-Bild. Immer mehr und mehr verfestigte er sich. Auf der \nErde wurde sein Blut rot. Auf der Sonne war der Mensch ein \nWesen, das leuchtete in gelben Strahlen. \nWir wollen heute das Element des Feuers besonders betrachten. Wenn wir den Menschen ansehen, so finden wir, daß, soweit er erdig ist, dieses sich ausdrückt in seinen Sinnesapparaten. \nSoweit er Wasser ist, drückt sich dieses aus in seinem Drüsensystem. Soweit er Luft ist, drückt sich dieses aus in seinem \nNervensystem, und soweit er Feuer ist, drückt sich dieses aus in \nseinem Blut. \nNun wissen wir ferner, daß der physische Ausdruck des Ich \ndas Blut ist, der physische Ausdruck des Astralleibes das Nervensystem, der physische Ausdruck des Ätherleibes das Drüsensystem. Die Entwicklung des Menschen vollzieht sich so, daß er \nvom Ich aus zunächst seinen Astralleib, Ätherleib, dann physischen Leib umarbeitet zu Manas (Geistselbst), Lebensgeist und \nGeistesmensch. Die «Kinder des Ich», wie man die niederen \nKörper im Okkultismus bezeichnet, müssen also vom Ich nach \nund nach ergriffen werden, gleichsam wie mit Feuer durchsetzt. \nIhr wißt, daß Jesus von Nazareth im dreißigsten Lebensjahre \nseinen Astral-, Äther- und physischen Leib verließ und daß das \nIch des Christus einzog. Da das Ich sich im Blute ausdrückt, so \nwurde vom Christus dieses Blut ergriffen. Der Christus lebte \ngleichsam physisch in seinem Blutleibe. Daher die Bedeutung des \nBlutes im Christentum. Ihr erinnert Euch, daß bei der vierten \nchristlichen Einweihungsstufe, der Kreuztragung, bei dem betreffenden Menschen die Teile des Blutes zusammenströmen nach \ndenjenigen Stellen im Körper, wo sie beim Christus bei der \nKreuztragung hingeströmt sind. \nDie vier Elemente, die sich im Menschen finden, sind verknüpft \nmit vier Arten von Seelentätigkeiten: \n1. Anschauen \n2. Sympathie und Antipathie \n3. Begehren \n4. Entscheiden. \nIm Anschauen betätigt sich das erdige Prinzip, insofern der \nMensch durch seine Sinneswerkzeuge wahrnimmt. Sympathie und \nAntipathie wirken ein auf das Drüsensystem, auf das wässerige"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p007","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p007","passage_number":7,"word_count":308,"text":"Prinzip. Das Begehren wirkt ein auf sein Nervensystem, und die \nEntschließungen muß das Ich treffen. \nDer Mensch schaut zunächst die Gegenstände an. Er muß ihre \nAnschauung haben - diese wirkt günstig festigend auf die Gestalt seines Körpers ein. Bei Rachitiskranken ist es günstig, wenn \nihnen sinnlichkeitsfreies Denken, mathematische Sätze beigebracht \nwerden. \nWenn der Mensch die Dinge anschaut, muß sich bei ihm entweder Sympathie oder Antipathie regen. Diese wirken ein auf das \nDrüsensystem. Das kann man beobachten bei Schlemmern, denen \nbeim Anblick von leckeren Speisen der Speichel im Mund zusammenläuft. Wenn der Mensch eine okkulte Entwicklung durchmachen will, so müssen nach und nach die Drüsen vertrocknen -\njedenfalls ein Teil der Drüsentätigkeit - und auf höherer Stufe \nNeues auslösen. Es findet etwas Ähnliches statt wie beim Baum, \nder nur dadurch perennierend, dauernd sich gestalten kann, daß er \nim Gegensatz zur Pflanze einen Teil der inneren Säfte zur Rinde \nverhärtet. Mit tiefer Bedeutung nannten daher die Germanen ihre \neingeweihten Priester Druiden oder Eichen, weil in ihnen ein Teil \nder Ewigkeit pulsierte, geschützt durch die Versiegung der Drüsen. - Der Mensch muß danach trachten, Sympathie und Antipathie zu harmonisieren, zur Reife zu bringen, nicht himmelhoch \njauchzend, zu Tode betrübt zu sein. \nNach der Sympathie und Antipathie entsteht das Begehren. \nDieses wirkt auf das Nervensystem ein. Derjenige Mensch ruiniert seine Nerven, der viele Objekte auf einmal begehrt. Es muß \ndanach getrachtet werden, den Kreis der Objekte zu beschränken. \nNun folgt die Hauptsache: der Mensch muß sich entscheiden. \nEs ist zu beachten, daß dasjenige, was im Physischen das Feuer \nbewirkt, die Verbrennung einer Materie zu Asche, im Seelischen \ndie Entscheidung ist. Erst durch die Entscheidung wird die Tat \neingereiht in die karmischen Zusammenhänge. Daher ist mit der \nEntscheidung vorsichtig umzugehen. Die Summe der menschlichen Entscheidungen ergibt den Vulkan. In der Entscheidung fällt \nein Teil unseres Ich herab. Konfuzius sagt: Wenn du nicht weißt,"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p008","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p008","passage_number":8,"word_count":234,"text":"für welche von zwei Sachen du dich entscheiden sollst, so entscheide dich lieber gar nicht, sondern warte! - Dieser okkulte \nSpruch hat natürlich seine zwei Aspekte wie jeder! Es folgt hieraus, daß wir uns reif machen sollen zur Entscheidung, uns zur \nReife erziehen sollen. Das Ich trifft die Entscheidungen. Je reifer \nes wird, desto richtigere Entscheidungen wird es treffen, ein desto intensiverer Verbrennungsprozeß findet statt. Das Ich durchsetzt gleichsam wie mit Feuer die niedrigen Körper und verbrennt \nsie nach und nach. Es trennt sich dann das Feuer in tot und lebendig Feuer. - Es ist wichtig, mit welchen Eindrücken der \nMensch umgeben ist. \nEine große Kraft, ein Erwecken schlummernder Kräfte bedeutet für den Rosenkreuzerschüler folgender Spruch, der ihm auf \neiner gewissen Stufe der Einweihung gegeben wurde: \nStrebe nach dem Feuer ... * \nDas weiße, gelbe, schwarze Feuer müssen wieder hinzuerworben werden. \nGold wird in Zusammenhang gebracht mit der Sonne, Silber \nmit dem Monde. \nDiese Betrachtungen sollen Gefühle und Empfindungen erwekken und sollen nicht nur mit dem Verstande, sondern mit der \nSeele begriffen werden. \n* * * \nAufzeichnung C \nEin Kraftspruch der Rosenkreuzer auf einer bestimmten Stufe: \nStrebe nach dem Feuer ... \nDer Mensch steht jetzt auf der Erde, gespalten in männlich und \nweiblich. Wir haben verfolgt seine Entwicklung durch die plane-\n* Den vollen Wortlaut siehe Seiten 340f. und 358. Die Textvorlage hat hier in der \n5. Zeile als Zusatz: «(Tue Feuer zu Feuer)»."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p009","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p009","passage_number":9,"word_count":365,"text":"_______________ \ntarischen Zustände bis hin zur Erde. Wir haben gesehen, welche \nkosmischen Veranstaltungen getroffen worden sind, um ihn zu dem \nzu machen, was er werden soll: ein erkennendes, sich selbst und \nseinen Ursprung erkennendes Wesen; und wie er dadurch das Ziel \nseines Werdens zugleich ergreifen lernt. Erhabenste göttliche Wesenheiten leiten zum Heile des Ganzen die Entwicklung. Das sind \ndie schöpferischen Wesenheiten für unseren Kosmos. \nAuf dem Saturn war das Wärme-Feuerelement ein Element für \nsich, ein feiner materieller Zustand, von dem wir uns keine physikalische Vorstellung machen können, feiner als Gas und Luft, \nein Zustand wie heute die Wärme unseres Blutes. Daraus bestand \ndie Anlage zu den damaligen menschlichen Leibern. Geistige \nWesenheiten umgaben diesen Saturn wie einen Mantel, darunter \ndie Geister der Form. Die haben auch eine Entwicklung durchgemacht. Auf dem Saturn hatten sie als untere Glieder einen Leib, \nder sich vergleichen läßt mit dem heutigen Ätherleib des Menschen. Dann hatten sie den Astralleib, das Ich, Geistselbst, Lebensgeist, Geistesmensch und ein Glied, das um einen Grad höher \nist als das, was der Mensch erreichen kann. Diese Geister der Form \nstrahlen vom Saturnmantel herein befruchtende Materie, Lebenssäfte, wie einen befruchtenden, fortwährenden Regen. Der Saturn \nbehält diese Einstrahlung nicht, sondern wirft sie wie ein Spiegel \nzurück, so wie die Erde den Regen sammelt und als Dunst wiederum aufsteigen läßt. Die Geister der Form spiegelten ihr eigenes \nEbenbild in der Feuermasse des Saturn, und der Mensch wird schon \nda ein Ebenbild der Gottheit. Die Mythe von Kronos und Gäa, \nseiner Gattin, erzählt: der Saturn verschlingt seine Kinder.* \n* Der Zusammenhang der Mythe mit dem Saturngeschehen ergibt sich aus folgendem Wortlaut in dem kurz vorher gehaltenen Vortrag (Berlin, 29. Februar 1908) \nin «Das Hereinwirken geistiger Wesenheiten in den Menschen» (GA 102): «Auf \ndem alten Saturn war es so, daß die lebenspendenden Kräfte einstrahlten, zurückgeworfen wurden und wieder aufgenommen wurden von dem Mantel, von \nder Atmosphäre des Saturn. In der alten griechischen Mythe hat man die warme \nKugel des Saturn <Gäa> genannt und die Atmosphäre den <Kronos>. Betrachten \nSie jetzt die Mythe: Fortwährend strahlen hinein die lebenspendenden Kräfte von \nKronos auf die Gäa, auf den Saturn, und gehen wieder zurück, werden aufgesogen. Es ist Kronos, der fortwährend seine eigenen Kinder verschlingt!»"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p010","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p010","passage_number":10,"word_count":320,"text":"_______________ \nZweitens: auf der Sonne strahlen die Geister der Form ihren \nLebensleib ganz hinein, er wird nicht mehr zurückgestrahlt, die \nMenschenanlagen durchdringen sich mit ihm. Vorher haben die \nGeister der Form ihr Abbild gespiegelt, jetzt durchdringen sie \ndiese Bilder mit den eigenen Lebenskräften, sie geben ab ihren \nÄtherleib. Jetzt haben sie als niederstes Glied den Astralleib und \nsetzen nach oben an ein weiteres Glied. Dieser Astralleib der \nGeister der Form ist Träger vom astralen Lichte, das wie in Blitzes-Feuer-Leidenschaften sich ringsherum äußert. Diese kosmischen Affekte sind die Titanen in den Mythen, die in Leidenschaften schaffen. Durch diese von außen, aus dem Luftkreis auf \ndie Sonne wirkenden Leidenschaften findet statt die Verbrennung \n- der Sulphurprozeß. \nDrittens: auf dem Monde legen die Geister der Form auch \nihren Astralleib ab und behalten als niederstes Glied das Ich. Sie \nsetzen dafür an nach oben wiederum ein Glied, das zehnte Glied. \nNach außen hin bilden sie lauter Iche. Durch den Raum hindurch wirken diese Geister der Form von außen in den Mond \nhinein mit den Ichen, abgegeben haben sie an die Menschenanlagen den Astralleib. Alles, was die Menschen haben, ist heruntergeflossen aus der kosmischen Umgebung, ist Opfer dieser kosmischen Umgebung. \nViertens: nun kommt der Erdenzustand. Der Mensch bildet \nsich in der Erdenanlage seinen Leib aus den Elementen der Erde. \nEs kommen herüber die hohen Sonnenwesenheiten; die Geister \nder Form opfern wiederum ihr niederstes Glied, das Ich, ganz \nhin. Sie behalten für sich dann als ihr niederstes Glied Manas, \ndas Geistselbst, die flutende Weisheit der Welt. Die umgibt uns \nals das niederste Glied der Geister der Form. In diesem Weisheitsleben der Geister der Form leben, weben und sind wir. \nDer Mensch empfängt das Ich. Zuerst nähert es sich aus dem \nKosmos der Erde. Es wirkt schon auf den entstehenden physischen Körper, zunächst durch den Astralleib hindurch, der wie \neine Hülle den entstehenden Menschenleib umgibt. Das geschieht \ngegen die Zeit der Lemurier hin. Der Menschenleib war damals"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p011","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p011","passage_number":11,"word_count":314,"text":"noch ganz weich, eine ganz weiche Masse, durchzogen von magnetischen Strömungen. Darin entstand durch den Einfluß des \nsich nähernden Ich etwas wie eine Einstülpung. Man kann durch \ndiese hineinschauen bis auf den Ätherleib. Ein dämmerhaftes \nWahrnehmen beginnt, das sich immer mehr nach außen öffnet. \nVorher hatte der Mensch eine Art dämmerhaftes Wahrnehmen \nnach innen, wodurch er andere Menschen, Tiere und deren Gruppenseelen wahrnehmen konnte. \nRachitis bei Kindern kann gebessert werden durch geeignete \ngeometrische Anschauungen. Da wird wiederholt dasjenige, was \ndamals die Menschen durchmachten. \nNun entwickeln sich nach und nach im Menschen Lust oder \nUnlust an dem, was dem Menschen entgegentritt von außen: das \nIch wirkt auf den Astralleib; die Drüsen, das, was im Menschen \nals Wasserelement okkult bezeichnet wird, bewirken das Fühlen \nvon Sympathie und Antipathie. \nNun kommt der Einschlag der luziferischen Geister. Sie strahlen niedere Kräfte ein in den Menschen, weil sie nicht ihr Ich \nauf dem Monde so reif gemacht haben, daß sie es abgeben konnten. Sie streben danach, auf der Erde zu tun, was auf dem Monde hätte geschehen sollen. Der menschliche Astralleib war diesen \nWesen ausgesetzt: Ich-Geister, die nicht zum Zustande der Geister der Form aufgestiegen waren, strahlten hinein niedere Kräfte, die bewirkten, daß dieser Astralleib in einen höheren und \neinen niederen Teil zerfiel. Durch die Geister der Form hat der \nMensch erhalten das zur Selbstlosigkeit angelegte Ich, durch die \nluziferischen Geister das zum Egoismus angelegte, das zum Begehren der Dinge der Außenwelt angelegte Ich. Begehren wirkt \nauf die Nerven, bildet sie aus zu den äußeren Sinnesorganen (Luft, \nAstralleib). Das wirkt auf den Ätherleib: dieser erlangt dadurch \nKraft, nach außen zu sehen, er öffnet die Sinne nach außen. Der \nMensch erkennt, was ihm gut oder böse ist. Das war im ersten \nDrittel der Atlantis. Endlich ergreift das Ich den physischen Leib \nim letzten Drittel der Atlantis. Allmählich wird dadurch der physische Leib so umgestaltet, daß er das heutige Gebilde darstellt."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p012","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p012","passage_number":12,"word_count":312,"text":"Jetzt lernt der Mensch die Außenwelt erst wirklich kennen. Wir \nhaben jetzt den durch den Einschlag des Ich aufgeschlossenen \nAstral-, Äther- und physischen Leib. Die drei Seelenglieder bilden sich aus durch die Arbeit des Ich von innen heraus. Dadurch \nist der Mensch berufen zur Mitarbeit am Götterwerke. \nSo wie früher das Ich um uns war, dann in uns hineingezogen \nist und als Gott in uns wirkt, so ist ausgebreitet um uns das jetzige niederste Glied der Geister der Form: Manas-Weisheit. \nDurch das Ich können wir zunächst entwickeln Menschenweisheit, aber ausgebreitet ist um uns im Kosmos Götterweisheit. Was \nder Mensch allmählich erlangen soll, ist ausgebreitet, hineingeheimnißt in die Welt, die uns umgibt. Und von dieser Götterweisheit werden wir selbst, wenn die Erde das Ziel ihrer Entwicklung erreicht haben wird, erfüllt sein, dadurch, daß in uns \nwirksam ist der Gott im Menschen, das Ich. Weisheit gehört zu \nden Gliedern der Geister der Form, Weisheit ist bei ihnen dasselbe, was bei uns der physische Leib ist. Weisheit-Licht ist das \nKleid der Gottheit. Dann kommt der Lebensgeist! Und genau \nso, wie jene erhabenen Geister uns ihr Manas eingeflößt haben, \nso erhalten wir als weiteres Glied den Lebensgeist - Buddhi. Im \nUmkreise unserer Erde und mit ihr verknüpft ist ein hocherhabenes Wesen, dessen niederstes Glied Buddhi ist, was für dieses \nWesen dasselbe ist wie für uns der physische Leib. An einem \nbestimmten Punkte der Erdenentwicklung treffen wir diejenige \nWesenheit, die dem Menschen einträufelt die Kräfte des Lebensgeistes. Das ist für die Erde und für alle folgenden planetarischen \nEntwicklungen von grundlegender Bedeutung. Und dieses Einträufeln dieses Gliedes in die Menschen geschah beim Mysterium von Golgatha. \nWie kommt die Menschheit dazu, dasjenige, was damals als \nWirkung aus der Umgebung eingeträufelt wurde der Erde und \nden Menschen, nach und nach zu empfangen und sich zu erringen? \nDurch richtiges Entschließen und Entscheiden, sagt der Rosenkreuzerlehrer; durch ein Entscheiden und Entschließen, das"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p013","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p013","passage_number":13,"word_count":321,"text":"nicht durch das niedere, irrende Ich, das vom Begehren durchsetzt ist, herbeigeführt wird, durch ein Entscheiden und Entschließen, das nicht rückgängig gemacht werden kann, das das Karma \nund dessen Umwandlung herbeiführt. Dies Entschließen, das aus \ndem Ich strömt, das uns die von Weisheit erfüllten Geister der \nForm gegeben haben, steht im richtigen Zusammenhange mit dem \nOrgan des Ich, dem Feuer, das alles durchdringt. Konfuzius sagt: \n«Wenn Du Dich nicht für oder wider entschließen kannst, dann \nlaß es lieber!» - Da schwankt der Mensch zwischen dem Ich, \ndas von den Geistern der Form, und dem Ich, das von den luziferischen Geistern stammt. Dieser Satz ist allerdings nur für Esoteriker, denn sonst würde wenig in der Welt geschehen und keine Erfahrungen würden erworben werden. Der Rosenkreuzerlehrer sagt, nachdem der Schüler gefragt hat:* «Wie finde ich das \nrichtige Entschließen, das aus meinem höheren Selbst stammt? \nWie finde ich den Weg zum höheren Selbst?» «Finde den Ort, \nder frei ist von allem Persönlichen!» - Der Schüler: «Wo find' \nich diesen Ort?» - Der Lehrer: «In Deinem Ich, das will ohne \nSelbst, das denkt ohne Sinneswahrnehmung.» - Der Schüler: «Wie \nkann ich wollen ohne Selbst und denken ohne Wahrnehmung?» \n- Der Lehrer: «Wolle ohne das Ich, und denke außerhalb Deines \nSelbstes!» Dies Ich faßt Entscheidungen und Entschlüsse, und \ndurch diese wird die Umgestaltung der Erde herbeigeführt. -' Die \nfaktische Weiterentwicklung von Menschheit und Erde und Kosmos geschieht durch das richtige Entschließen dieses inneren \nHerrschers im Menschen. Er muß die Initiation geben zu den in \nGelassenheit gewonnenen, richtigen, das heißt, den entwicklungsgemäßen Entschlüssen und Entscheidungen, die den Menschen \ntreiben zu seinen Handlungen. \nDa kann der Mensch aber nicht nur handeln unter dem Einfluß der weisheitsvollen Impulse, die er den Geistern der Form \nverdankt, dazu ist notwendig ein anderer Impuls, wodurch der \nMensch fähig gemacht wird, den Lebensgeist oder die Buddhi \n_______________ \n* Siehe hierzu die Aufzeichnung Rudolf Steiners S. 359f. und die Stunde vom 5. \nJuni 1908."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p014","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p014","passage_number":14,"word_count":330,"text":"auszubilden. Dieser Impuls kommt wie die anderen auch aus der \nUmgebung. Aus dem Weltenraume strömt ein die kosmische \nLiebe, deren Träger der Christus-Geist ist, beim Mysterium von \nGolgatha in die Aura, in die Atmosphäre der Erde. Jahve, die \nZusammenfassung der Geister der Weisheit, und der Christus, \nder erhabene Geist der Liebe, teilen sich von nun an in die Erdenmission. Jahve gibt ab an den Geist der Liebe die besondere \nErdenmission, die Entwicklung der Liebe. Was bis dahin an Liebe auf Erden war, ist nur Vorschule für die rein geistige Liebe, \nzu der der Mensch sich erheben soll. Diese Liebe wird sein das \nschöpferische Element für den Jupiter, und dieser kann nur entstehen, wenn die Menschen die Tat auf Golgatha erkennend und \nerlebend in ihre Taten einfließen lassen. So zogen sich die Geister der Weisheit (Jahve und seine Scharen) zurück und wirkten \nfernerhin von außen aus dem Umkreise. Sie wurden Geister der \nUmlaufzeiten, wirken von den anderen Gestirnen herab. Durch \nsie konnte die wahre Erdenerfahrung, die wirkende Kraft der \nLiebe, die bildet, schafft (Goethes Märchen), nicht gewonnen \nwerden. Dasjenige Geheimnis, das ein Wesen haben muß, um die \nFrüchte der Liebe zu zeitigen, war ihnen verborgen. Darum heißt \nes im Okkultismus: sie verhüllten ihr Antlitz vor dem Mysterium desjenigen Wesens, das diese kosmische Tat vollbringen sollte, dem mystischen Lamm. Das Geheimnis des Lammes ist, die \nLeiber von der Erde zu erlösen durch die wirkende Kraft des \nvon ihm durchdrungenen Ich. Das große Opfer, das Mysterium \ndes Lammes, wurde der Mittelpunkt der Erdenentwicklung, die \nAchse, um die sich alles dreht. \nSo haben wir in der Entwicklung der Erde zwei Einströmungen: eine von außen wirkende als Einströmung der Geister der \nWeisheit, und eine von innen wirkende als Einströmung der Liebe, die neu auftritt beim Mysterium von Golgatha. Und die \nGeister der Weisheit wirken so zusammen mit dem Geiste der \nLiebe, daß sie diesem den einzelnen Menschen zwischen Geburt \nund Tod überließen; für sich nehmen sie die Leitung der Individualität, die durch die Inkarnation hindurchgeht."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p015","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p015","passage_number":15,"word_count":582,"text":"So steht dasjenige, wodurch der Mensch auf dem Erdengrunde steht, unter der Leitung des Geistes der Liebe, des Christus. \nDer Mensch erlebt sein Erdenleben in einem aus den Elementen \nder Erde erbauten Menschenleibe. Nicht könnten die Geister der \nWeisheit diesen erlösen, das heißt vergeistigen. Sie konnten ihn \nweisheitsvoll erbauen. Die Frucht der Erdenentwicklung wird sein \ndie durch die Liebestat des Christus vergeistigte Menschenform, \ndie Abbild sein wird ihres Urbildes. Vor diesem Mysterium verhüllen die Geister der Umlaufzeiten ihr Antlitz in Demut. Durch \nden Christus wird kommen die jüngste Krisis [?], das ist die Auferstehung, die Vergeistigung des Fleisches, das heißt der Materie. \nEr hat vom Mysterium von Golgatha ab die Erdentwicklung in \ndie Hand genommen, und zwar so, daß er wirkt in den einzelnen Persönlichkeiten. Da wirkt er zusammen mit den luziferischen Wesenheiten, die dem Menschen die Freiheit bringen. In \nFreiheit muß der Mensch sich zur Liebe hinfinden. Erst wirkt \nim Menschen die Weisheit als Erkenntnislicht; wir sind noch \nmitten darinnen in dieser Arbeit. Die führt den Menschen, wenn \ner ganz durchlichtet sein wird von Weisheit, zur Durchwärmung \nmit der Liebeskraft. Von Liebe durchglühte Weisheit wird sein \nwahre Christus-Erkenntnis der Zukunft. Und die wird den Menschen auch im sozialen Zusammenleben führen zu den Taten, die \ndie Zukunft erbauen werden. \nDiese kosmische, universelle Liebeskraft, wo lebte sie zuerst auf \nErden? Im Blute, das den Leib des Jesus von Nazareth durchpulste. Dies Blut war so ganz eigentlich das physische Wirkensfeld \ndes Christus - die drei Leiber, den physischen, ätherischen und \nden astralischen Leib übernahm er vom Jesus von Nazareth, das \nBlut war ganz sein eigen, war ganz durchpulst von seinem Geiste, \nvom Feuer seiner kosmischen, universellen Liebeskraft. Dies Blut \nopferte sich hin der Erde und allen Erdenmenschen. Dies Blut lebt \nätherisch in der Erdenatmosphäre fort. Dieses Blutfeuer wirkt auf \nalle Menschen, die willens sind, es aufzunehmen, die danach streben, die es suchen. Leib und Seele und Geist des Menschen sollen \nes aufnehmen nach und nach. Die Kinder des Menschen, seine \nErkenntnisse, sollen durch dies Feuer durchglüht werden und ihn \nzum Gebärer der Taten machen, die den Erdenfortschritt verwirklichen. Sterben wird das niedere, begierdendurchtränkte Blutsfeuer, auferstehen in diesem Lichtfeuer das Höhere, der Christus im \nMenschen. Auf dem Saturn war noch kein Licht, er war schwarz; \nauf der Sonne strahlte herein Licht, wurde glühend, gelb. Auf dem \nMonde war noch kein rotes Blut, es konnte noch nicht rotes Blut \nsein; durchleuchtet von Weisheit, weiß-silbrig war das Weisheitslicht des Mondes, wie jetzt das Mondlicht, das auf einer Wasserfläche schimmert. Auf der Erde ist das Ich, das das rote Blut durchstrahlt mit Liebesfeuer, der Träger der weisheitsvollen Erkenntnisse des Menschen, durch die er zu seinen Erdentaten geführt \nwerden soll. Er wird erkennen die Sonnen- und die Mond-Einwirkungen, das richtige Verhältnis der Erde und der Erdenmenschen zu ihnen. Das Feuer seines Ich wird alles durchdringen, er \nwird die Bahn seines Werdens erkennend überschauen: im weisheitsvollen Rückblick auf die Vergangenheit wird er erschauen, \nwie er Götterwerk ist; im liebedurchdrungenen Vorblick auf die \nZukunft wird er sich als Götterwerkzeug erkennen in allen seinen \nvom Christus-Feuer durchglühten Wesensteilen, dem Ich, dem \nAstral-, dem Äther- und dem physischen Leibe. \nDas nennt der Rosenkreuzer das vierfache philosophische Feuer. \n* \n* * \nAufzeichnung D \nEin Kraftspruch der Rosenkreuzer auf einer bestimmten Stufe: \nStrebe nach dem Feuer ... (siehe S. 340f. und 358) \nAnschauen, sinnliches Wahrnehmen wirkt auf den äußern, festen physischen Körper - Erde. Rachitis bei Kindern kann durch \ngeeignete (geübte) geometrische Anschauungen gebessert werden. \nSympathie und Antipathie wirken auf die Drüsengefäße (Ätherkörper) - Wasser."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p016","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p016","passage_number":16,"word_count":300,"text":"Begehren wirkt auf die Nerven ein, das Organ des Astralen -\nLuft. \nDas Entschließen, das nicht wie alles andere rückgängig gemacht \nwerden kann, das Karma herbeiführt, steht im Zusammenhang mit \ndem Blut, dem Organ des Ich - Feuer. «Wenn du dich nicht für \noder wider entschließen kannst, dann lass' es lieber» - sagt Konfuzius. Aber andererseits sollen wir lernen, uns richtig zu entschließen. Durch Entschließen wird die Umgestaltung der Erde herbeigeführt, die faktische Weiterentwicklung geschieht durch Entschluß. \nChristus übernahm von Jesus auf drei Jahre seines Erdenwandeins den physischen, Äther-, Astralleib; da hinein trat Christus \nmit seinem Ich, und so war im Blute so ganz eigentlich das Wirken des Christus. Das war ganz sein eigen. Deshalb spielt das \nBlut Christi die große Rolle. \nMit dem Ich sollen allmählich alle Glieder, die «Kinder» des \nMenschen, durchgearbeitet werden, Leib, Seele und Geist, also \ndurch Feuer bearbeitet, im Feuer gekocht, mit Feuer genährt etc. \nIm Tod wird dann verbrannt, was fort muß, und das Übrige wird \num so lebendiger. \nAuf dem Saturn war das «Feuer» noch ohne Licht - schwarzes Feuer. \nAuf der Sonne verwandelte sich das Feuer in ein solches, das \nLicht hatte - und zwar gelbes Licht -, daher gelbes Feuer. \nAuf dem Monde waren die Säfte in den Wesenheiten noch kein \nrotes Blut, sondern weiß, wie bei den so weit zurückgebliebenen \nWesen - daher weißes Feuer. \nAuf der Erde waren die Menschen so weit, im Innern selbst \ndie Wärme zu halten, die auf dem Saturn draußen war, im roten \nBlut - daher rotes Feuer. \nSilber und Gold sind die Repräsentanten der Mond- und Sonneneinwirkungen, der Kräfte, die alle durch das Feuer des Ich \ndurchgearbeitet und geläutert werden müssen. \nDas Resultat, das erreicht wird, wenn alle vier Glieder, physischer, Äther-, Astralleib und Ich, ganz vom Feuer durchdrungen \nsind, nennt man «philosophisches Feuer»."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p017","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p017","passage_number":17,"word_count":6,"text":"Aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 155"},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p018","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p018","passage_number":18,"word_count":183,"text":"Gespräch zwischen Meister und Schüler: \nEs sprach zum Meister der Schüler: \nWelches ist der Weg zum Leben in den Reichen \ndes Übersinnlichen, in denen die Geister schaffen \nund die Seelen erkennen? \nEs sprach der Meister: \nWenn du vermagst eine Weile da zu sein, wo \nkeines der abhängigen Wesen dich berührt, so \nstehst du in der Geister Schaffen, wenn du \nvermagst eine Weile da zu sein, wo keiner der \nwahrnehmenden Sinne dir spricht, so erkennst \ndu durch der Seele Kraft. \nEs sprach zum Meister der Schüler: \nWo ist der Ort, zu dem ich also gewiesen? \nEs sprach der Meister: \nDer Ort ist im Ich; doch findest du ihn \nnur, wenn dein Ich du verläßt, wenn \nschweigsam dein Wollen und ausgelöscht \ndein Sinnen; und sprechen das «Ich will» \nund lebendig das «Ich denke». \nEs sprach zum Meister der Schüler: \nWie vermag ich zu sprechen: «Ich will», wenn \nschweigsam mein Wollen; wie vermag ich \nzu beleben das «Ich denke», wenn ausgelöscht \nmein Sinnen? \nEs sprach der Meister: \nNur das Wollen, das du nicht willst, offenbart \n«Ich»; nur der Gedanke, den du nicht denkst, \nkündet den «Geist»."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p019","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p019","passage_number":19,"word_count":5,"text":"Gespräch zwischen Meister und Schüler."},{"locus":"GA 266a/1908-03-14/p020","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p020","passage_number":20,"word_count":6,"text":"Aus Rudolf Steiners Notizbuch Archiv-Nr. 488."}]}