{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1908-03-14/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"So steht dasjenige, wodurch der Mensch auf dem Erdengrunde steht, unter der Leitung des Geistes der Liebe, des Christus. \nDer Mensch erlebt sein Erdenleben in einem aus den Elementen \nder Erde erbauten Menschenleibe. Nicht könnten die Geister der \nWeisheit diesen erlösen, das heißt vergeistigen. Sie konnten ihn \nweisheitsvoll erbauen. Die Frucht der Erdenentwicklung wird sein \ndie durch die Liebestat des Christus vergeistigte Menschenform, \ndie Abbild sein wird ihres Urbildes. Vor diesem Mysterium verhüllen die Geister der Umlaufzeiten ihr Antlitz in Demut. Durch \nden Christus wird kommen die jüngste Krisis [?], das ist die Auferstehung, die Vergeistigung des Fleisches, das heißt der Materie. \nEr hat vom Mysterium von Golgatha ab die Erdentwicklung in \ndie Hand genommen, und zwar so, daß er wirkt in den einzelnen Persönlichkeiten. Da wirkt er zusammen mit den luziferischen Wesenheiten, die dem Menschen die Freiheit bringen. In \nFreiheit muß der Mensch sich zur Liebe hinfinden. Erst wirkt \nim Menschen die Weisheit als Erkenntnislicht; wir sind noch \nmitten darinnen in dieser Arbeit. Die führt den Menschen, wenn \ner ganz durchlichtet sein wird von Weisheit, zur Durchwärmung \nmit der Liebeskraft. Von Liebe durchglühte Weisheit wird sein \nwahre Christus-Erkenntnis der Zukunft. Und die wird den Menschen auch im sozialen Zusammenleben führen zu den Taten, die \ndie Zukunft erbauen werden. \nDiese kosmische, universelle Liebeskraft, wo lebte sie zuerst auf \nErden? Im Blute, das den Leib des Jesus von Nazareth durchpulste. Dies Blut war so ganz eigentlich das physische Wirkensfeld \ndes Christus - die drei Leiber, den physischen, ätherischen und \nden astralischen Leib übernahm er vom Jesus von Nazareth, das \nBlut war ganz sein eigen, war ganz durchpulst von seinem Geiste, \nvom Feuer seiner kosmischen, universellen Liebeskraft. Dies Blut \nopferte sich hin der Erde und allen Erdenmenschen. Dies Blut lebt \nätherisch in der Erdenatmosphäre fort. Dieses Blutfeuer wirkt auf \nalle Menschen, die willens sind, es aufzunehmen, die danach streben, die es suchen. Leib und Seele und Geist des Menschen sollen \nes aufnehmen nach und nach. Die Kinder des Menschen, seine \nErkenntnisse, sollen durch dies Feuer durchglüht werden und ihn \nzum Gebärer der Taten machen, die den Erdenfortschritt verwirklichen. Sterben wird das niedere, begierdendurchtränkte Blutsfeuer, auferstehen in diesem Lichtfeuer das Höhere, der Christus im \nMenschen. Auf dem Saturn war noch kein Licht, er war schwarz; \nauf der Sonne strahlte herein Licht, wurde glühend, gelb. Auf dem \nMonde war noch kein rotes Blut, es konnte noch nicht rotes Blut \nsein; durchleuchtet von Weisheit, weiß-silbrig war das Weisheitslicht des Mondes, wie jetzt das Mondlicht, das auf einer Wasserfläche schimmert. Auf der Erde ist das Ich, das das rote Blut durchstrahlt mit Liebesfeuer, der Träger der weisheitsvollen Erkenntnisse des Menschen, durch die er zu seinen Erdentaten geführt \nwerden soll. Er wird erkennen die Sonnen- und die Mond-Einwirkungen, das richtige Verhältnis der Erde und der Erdenmenschen zu ihnen. Das Feuer seines Ich wird alles durchdringen, er \nwird die Bahn seines Werdens erkennend überschauen: im weisheitsvollen Rückblick auf die Vergangenheit wird er erschauen, \nwie er Götterwerk ist; im liebedurchdrungenen Vorblick auf die \nZukunft wird er sich als Götterwerkzeug erkennen in allen seinen \nvom Christus-Feuer durchglühten Wesensteilen, dem Ich, dem \nAstral-, dem Äther- und dem physischen Leibe. \nDas nennt der Rosenkreuzer das vierfache philosophische Feuer. \n* \n* * \nAufzeichnung D \nEin Kraftspruch der Rosenkreuzer auf einer bestimmten Stufe: \nStrebe nach dem Feuer ... (siehe S. 340f. und 358) \nAnschauen, sinnliches Wahrnehmen wirkt auf den äußern, festen physischen Körper - Erde. Rachitis bei Kindern kann durch \ngeeignete (geübte) geometrische Anschauungen gebessert werden. \nSympathie und Antipathie wirken auf die Drüsengefäße (Ätherkörper) - Wasser.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1908-03-14","site_heading":null,"date":"1908-03-14","location":null,"word_count":582,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-03-14/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266a/1908-03-14/p015"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern sowie Notizen von Vorträgen","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and notes of lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}