Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Hamburg, 1908-05-22
Aufzeichnung B Um frei zu werden, müssen wir erst wissen, wie unfrei wir sind. Wir sind stets umgeben von Geistern aller Art. Geistige Wesenheiten arbeiten an unsern Körpern. Wir wissen nicht, wie unsere Haut in fortwährender Tätigkeit ist, was alles durch sie aus- und eingeht. Menschen der verschiedensten Art umgeben uns, beeinflussen uns. Vier Menschentypen wurden uns vorgeführt, um uns Geheimnisse des Daseins zu offenbaren: A empfänglich, sensitiv; B Anlage zum Wahnsinn. Nahe Beziehung der beiden. B hat eine robuste Natur, der Wahnsinn bricht bei ihm nicht aus; dagegen bricht bei A der Wahnsinn von B aus. C ist ähnlich dem A. C wird Kräfte und Talente von D in sich aufnehmen. D ist ein gesunder, energischer, tatkräftiger Mensch. Beide stehen miteinander in enger Beziehung. C bleibt gesund. Wäre A an C's Stelle gewesen, so wäre er gesund geblieben. Anderes Beispiel: Ein Mensch kann erscheinen wie ein geistreicher Mann; er sprudelt über von Witz und Kenntnissen. Der Geistesforscher aber erkennt, daß er im Grunde schwachsinnig ist. Aber er ist empfänglich für alles um ihn herum, und er spiegelt alles wieder. Das lieben die Menschen. Es wird ihnen da alles konserviert gebracht, was sie sich sonst mühsam zusammensuchen müßten. Daher gilt ein solcher Mensch für ein großes Licht. Forscht man näher, so merkt man, daß er gar kein eigenes Urteil hat etc. Wenn er in einem Dorfe geboren wäre, würde er für schwachsinnig gelten. Da gibt es nichts, was er widerstrahlen kann. Ein anderer, der sich selbst über alles ein Urteil bildet und zurückweist, was nicht mit seiner inneren Überzeugung übereinstimmt, ist in den Augen der Okkultisten stark. Wir müssen lernen, von allen Einflüssen frei zu werden. Dazu ein Mittel. Das einzige Mittel ist, selbständig zu sein im Denken und Urteilen, nicht abhängig von dem Urteil der Familie, Welt etc. Dazu eine Hilfe:
Cite:
GA 266a/1908-05-22/p006 · edition original