{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1908-05-24","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-05-24","ga":"266a","lecture":"1908-05-24","lecture_number":null,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Hamburg, 1908-05-24","site_heading":null,"date":"1908-05-24","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":5,"word_count":994,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":5,"passage_count":5,"word_count":994},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":18,"passage_count":18,"word_count":996,"completeness":{"ratio":1.0,"band":"comparable","note":null}}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. 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Früher war das Interesse im Astralleib, die Begierde im Ätherleib und der Genuß im physischen \nLeibe. Bilder stiegen auf im astralischen Leib, und der Mensch \nwußte danach, was ihm gut war und was ihm schädlich war. Er \nhatte ein Interesse an diesen Bildern, die in seinem Innern aufstiegen. Und dies Interesse, das Bewußtsein von diesen Bildern, \nblieb in ihm auch, wenn der physische Körper sich umänderte, \nein anderer wurde. Dieses astrale Bewußtsein - noch kein Selbstbewußtsein - war ein dauerndes. Das wurde anders, als das Ich, \ndas vorher noch draußen war im Geistigen, sich hineinsenkte in \nden Menschen und ihn immer mehr durchdrang. Das Interesse \nzog in das Ich hinein. Das Ich zog das Interesse zu sich hinauf, \nes zog alles in den Bereich seiner selbst. Dadurch schnürte es \nsich ab vom Göttlichen. Die Folge war der Tod. Alles, was nur \nfür Einzelnes geschieht, was nicht für das Ganze geschieht, was \ngeschieht für etwas, abgetrennt von dem Ganzen, was also Egoismus ist, führt letzten Endes zur Zerstörung dieses Einzelnen, \nzum Tod. \nDieses vom Ich ausgehende Interesse nennt der Rosenkreuzer: «Aestimatio». Hinaufheben müssen wir wieder das Interesse \nins Astrale: damit gewinnen wir «Imaginatio». Wenn die Begierde wieder verlegt wird in den Ätherleib, erringen wir «Incantatio» oder «Inspiratio». Und durch das Verlegen des Genusses vom \nÄtherleib in den physischen Leib «Intuitio». \nWenn wir nicht mehr dem persönlichen Interesse folgen bei \nunseren Handlungen, wenn wir dasjenige, was wir zu tun haben, \nso tun, daß wir folgen den inneren Notwendigkeiten, die ein richtig verstandenes Karmagesetz uns auferlegt, wenn wir der Außenwelt unsere Taten gemäß diesem Gesetz in innerer GelaSSenheit übergeben, dann überwinden wir die «Aestimatio» durch \nunser höheres Ich, das dann das handelnde ist. Und wenn wir, \ndurch die Kraft dieses Ichs gehalten, uns nicht mehr von Strömungen und Einflüssen treiben lassen, die von der Außenwelt \nauf uns einstürmen, dann können wir erst richtige Urteile gewinnen über die Außenwelt; wir sammeln dann Weisheit aus ihr. \nSie offenbart uns in Imagination, Inspiration und Intuition ihre \neigene innere Wesenheit, wenn wir so in Gelassenheit vor ihr \nstehen und wenn wir bei allem, was wir tun und denken, es so \ntun und denken, daß wir wissen: es hat einen Einfluß auf das \nGanze - alle meine Gedanken und Gefühle ebenso wie meine \nTaten, nichts existiert für sich; hingeben will ich alles für die \nMenschheit, alles sei dem Dienste der Menschheit geweiht. -\nWenn das als Grundgefühl lebt im Schüler, dann entwickelt er \ndie Buddhi, das Christus-Prinzip. \nSo läßt er erstehen aus der gegebenen Figur die höhere Dreiheit:"},{"locus":"GA 266a/1908-05-24/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-05-24/p003","passage_number":3,"word_count":320,"text":"In einer anderen Aufzeichnung lautet dieser letzte Absatz: \nWenn wir nicht mehr dem persönlichen Interesse folgen bei unseren Handlungen, sondern nur auf das Beste des Ganzen bedacht \nsind, das Christus-Prinzip in uns wirken lassen, wenn wir uns nicht \nmehr treiben lassen von den Einflüssen und Strömungen, die von \nanderen Menschen auf uns einstürmen, sondern wir folgen bei der \nForm\n  dem «Gebiete mir» und uns nach dieser Richtung hin \nsozusagen gegen diese Strömungen abschließen:\n  , ebenso nach \nder Richtung hin «Verbiete mir»\n  und der unteren Richtung \n, so entwickeln wir uns zur inneren Gelassenheit, und wir lassen die höhere Dreiheit dadurch in uns erstehen! \nGegeben wurde die Form, durch welche wir das höhere Ich uns \nbewußt und wirksam machen können in unserem täglichen Leben. Wie kann man seine Begierden bezwingen und ertöten und \ndoch dabei der Gefahr entrinnen, dem täglichen Leben entfremdet zu werden? \nIn der lemurischen Zeit, ehe der Mensch ein Ich erhielt, finden wir, daß 1, 2, 3 [physischer, ätherischer, astralischer Leib] \nvon göttlich-geistigen Wesenheiten regiert (geführt) wurden. Die \nastralen Bilder spiegelten in seinem astralen Bewußtsein. Erkennen, was nützlich, schädlich etc.* In dieser Periode waren die \ndrei großen Kräfte: \n4 [Ich] 3 [Astr.L.] 2 [Äth.L.] nachlemurische Zeit \nInteresse Begierde und Genuß \n3. L [Astr.L.] 2. L [Äth.L.] 1. L [phys.L.] lemurische Zeit \nAlle Begierden waren zugleich Taten. Die Nahrung ging ein \nund aus ohne Begierde. Die göttlichen Wesen sorgten für Nahrung. Der Mensch hatte noch kein Interesse für etwas Äußeres. \nEr lebte noch in der Gottheit. Daher gab es auch nicht Krankheit und Tod. Es fand nur ein Wechsel der Leiber statt, wie wenn \nman ein Kleid ablegt. Dann kam das Ich in den Menschen und \nbewirkte diesen großen Unterschied, daß er anfing, sich nicht nur \nfür das zu interessieren, was in seiner Seele vorging. Das Licht, \n* Gemeint ist: Die astralen Bilder spiegelten sich in seinem astralen Bewußtsein, \nso daß er erkennen konnte, was nützlich, schädlich etc. sei."},{"locus":"GA 266a/1908-05-24/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-05-24/p004","passage_number":4,"word_count":225,"text":"_______________ \ndas bisher in ihm erglänzte, strahlte nun von außen auf ihn ein \nvon den Gegenständen des physischen Planes, und sein Ich strahlte es zurück, als er die Dinge begehrte, die ihn umgaben. Dadurch erlangte er, was man im Okkultismus nennt «Aestimatio». \nDas hat dem Menschen den Tod gebracht. Jedesmal, wenn wir \nirgend etwas mit Interesse betrachten, so nehmen wir Gift und \nTod in uns auf; und das wurde unsere Aufgabe hier auf der Erde. \nVorher hatte der Mensch im Astralen gehandelt. Seit er Interesse \nan den physischen Gegenständen bekam und sie begehrte, verrichtete er Arbeit auf dem ersten [physischen] Plan. \nDer esoterische Schüler, der die höheren Welten kennenlernen \nwill, kann dieses erreichen, indem er sich eine Handlung lebhaft \nvorstellt, sie aber nicht ausführt. Das stärkt die Kraft der «Imaginatio». Indem er so der Begierde nicht Raum gibt, indem er sie \nnicht erfüllt, erhebt er die Begierde von dem 2. L. [Ätherleib] zum \n3. L. [Astralleib]. Mit Ausschluß aller äußeren Dinge stellen wir \nuns die Figur vor: Der linke Arm «Gebiete mir», der rechte Arm \n«Verbiete mir». Die untere Linie ist die Entscheidung des Ich. \nWenn wir unseren Leib als eines der Dinge betrachten, die \nuns anvertraut sind, so werden wir den Leib nähren, wie früher \ndie Götter unseren Leib nährten auf dem Mond; und dadurch \nbringen wir den Genuß wieder zurück in den Körper."},{"locus":"GA 266a/1908-05-24/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-05-24/p005","passage_number":5,"word_count":2,"text":"ESOTERISCHE STUNDE"}]}