{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1908-06-14/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"das Ich, das immer an sich schafft, das immer von neuem «beicht» werden muß, wie Fichte sagt. Fichtes Philosophie versteht \nnur richtig, wer sie von diesem Standpunkt aus erfaßt, daß das \nIch sich [selbst] immer neu schaffen, sich selbst erkennen muß. \nDies meint auch Meister Eckhart, wenn er sagt: «Wäre ich ein \nKönig und wüßte es nicht, so wäre ich kein König.» Also: was \nnützt es, ein König zu sein, wenn man sich nicht bewußt ist, \neiner zu sein. \nAlles wirft seinen Schatten aus höheren Planen auf niedere \nPlane, und so wirken diese Drei, Ich, Weisheit und Liebe, auf \ndem nächstniederen Plan als Denken, Fühlen und Wollen. Hier \nsind sie nicht so spezifiziert, deshalb zeichnen wir sie als ein unter \nsich verbundenes Dreieck. \nWer intensiv darüber nachdenkt, wird innewerden, daß das Ich \nsich in Denken umsetzt, die Weisheit ins Gefühl geht und die \nLiebe, die produktive, zum Willen wird, der der Antrieb zum \nSchaffen, zur Hingabe ist. \nAls Ergänzung zu diesen drei Punkten, diesem Dreieck, ist es \ngut, über vier weitere Punkte zu meditieren (siehe Zeichnung S. 392). \nWenn der Mensch zu einer neuen Inkarnation drängt, so schaffen ihm höhere Wesen von viererlei Art seinen Ätherleib: die \nsanguinischen, cholerischen, phlegmatischen und melancholischen \nWesen. Jeder Mensch erhält von jeder Art dieser Wesenheiten \netwas, wenn auch die eine oder andere vorwiegt. Dieses vorwiegende Temperament äußert sich im ganzen Gebaren des Menschen, besonders des Kindes. (Ein sanguinisches Kind hüpft; sein","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — München, 1908-06-14","site_heading":null,"date":"1908-06-14","location":null,"word_count":237,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-06-14/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-06-14/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266a/1908-06-14/p004"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern sowie Notizen von Vorträgen","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and notes of lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}