{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1908-08-05/p002","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Stuttgart, 5. August 1908 \nAufzeichnung A \nJeder Esoteriker, der die innere Entwicklung anstrebt, muß sich \nklar werden über seinen Zusammenhang mit der Umwelt und den \ngeistigen Mächten, die darin leben und mit denen er fortwährend \nin Verbindung steht und die in ihm aus- und einströmen. \nSchauen wir uns den Menschen an, so haben wir zuerst seinen physischen Leib. Daß der physische Leib so zusammengesetzt ist, beruht auf den Wirkungen geistiger Mächte. Die Mächte, welche daran arbeiten in den vier Elementen: Erde, Wasser, \nLuft und Feuer, sind die Archai oder Urkräfte. Die strömen in \nseinem physischen Leibe ein und aus. So arbeiten in seinem \nÄtherleibe die Archangeloi oder Erzengel, im Astralleibe die \nAngeloi oder Engel. Dahinein gliederte sich die Empfindungsseele; an der arbeiten die Mächte [Dynamis]. \nAn der Verstandesseele wirken die Gewalten (Exusiai)* und \nan der Bewußtseinsseele die Herrschaften oder Kyriotetes. Noch \nhöhere Wesenheiten wirken an den höheren Gliedern des Menschen: Die Seraphime an dem Geistselbst (Manas), die Cherubime an dem Lebensgeist (Buddhi), die Throne an dem Geistesmenschen (Atma).** \nWenn der esoterische Schüler der christlichen Schule sein Wesen erkennen wollte, so mußte er auf dieses Bild hinblicken, daß \nder Mensch gestaltet ist gleich einem Baume, der in dem Geistigen wurzelt. Das verstand man mit dem Sitzen unter dem Feigenbaume oder des Buddha unter dem Bodhibaume. Wenn Jesus \nzu Nathanael sagte: «Als du unter dem Feigenbaume saßest, habe \n* Die Vorlage hat hier «Dynamis». Der deutsche Ausdruck «Gewalten» entspricht \njedoch dem griechischen «Exusiai». \n** Es wurde offensichtlich an die Tafel gezeichnet. Doch wurden die Beziehungen \nzwischen den Wesensgliedern und den einzelnen Hierarchien in jeder Aufzeichnung anders festgehalten. Siehe die verschiedenen Versionen auf S. 411 f.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Stuttgart, 1908-08-05","site_heading":null,"date":"1908-08-05","location":null,"word_count":273,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-08-05/p002","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-08-05/p002"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266a/1908-08-05/p002"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern sowie Notizen von Vorträgen","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and notes of lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}