{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1908-08-09","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-08-09","ga":"266a","lecture":"1908-08-09","lecture_number":null,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Stuttgart, 1908-08-09","date":"1908-08-09","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":4,"word_count":487,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":4,"passage_count":4,"word_count":487},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":6,"passage_count":6,"word_count":501,"completeness":{"ratio":1.03,"band":"too_short_to_judge","note":"The original is under 500 words; the length ratio is not meaningful at this size."}}],"passages":[{"locus":"GA 266a/1908-08-09/p001","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-08-09/p001","passage_number":1,"word_count":6,"text":"## GA 266/1 — 1908-08-09, Stuttgart"},{"locus":"GA 266a/1908-08-09/p002","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-08-09/p002","passage_number":2,"word_count":281,"text":"Stuttgart, 9. August 1908 \nViele Menschen gibt es, die meinen, daß sie vom Morgen bis zum \nAbend sich abmühen für das Heil der Menschheit. Es ist aber \nfraglich, ob das auch wirklich so ist. Es kann sich zeigen für den \nhellsehenden Blick, daß man durch Bestrebungen zum Heile der \nMenschheit, die einem materialistischen Denken entspringen, gerade dasjenige tut, was unrichtig wirkt, und es kann auch im \nKarma eines Menschen liegen, daß er sich noch nicht in diesem \nDienste betätigen soll, sondern daß er warten soll, bis für ihn \ndie Zeit der Reife für eine bestimmte Aufgabe gekommen ist. \nDann kann ihm eine solche Aufgabe von einem höheren Wesen \nleise zugeflüstert werden und also nicht durch äußere Umstände \nveranlaßt sein. \nWährend des wachen Tageslebens wirken allerlei Sinneseindrücke auf den Menschen ein. Für Menschen, die ganz den Eindrücken der Außenwelt hingegeben sind im wachen Tagesbewußtsein, bestimmt dann die Außenwelt, was aufgenommen wird. Dadurch ist dann in der Nacht des Menschen Astralleib verwirrt \nund zerrissen und kann durch geistige Wesen nicht in Ordnung \ngebracht werden. Das Leben ist dann für den Menschen ein \nZerstörungsprozeß. \nDer Esoteriker unterscheidet sich dadurch, daß er meditiert, \nsich vertieft in das eigene Erleben und dadurch weniger sein \nLeben durch äußere Umstände bestimmen läßt. Wer immer wieder und wieder sich meditierend anstrengt, ist in der Nacht nicht \nden astralen Verwirrungen ausgesetzt und macht sich fähig, Unterricht der geistigen Wesen zu empfangen. Und sehr notwendig \nist es, daß wir in dieser Weise unterrichtet werden. Denn seit \nNovember 1879 sind wir in ein neues Stadium der Menschheitsentwicklung eingetreten. Da kam die Führung des Erzengels \nGabriel für die Menschheit zu einem Abschluß. Vierhundert Jahre \nhatte Gabriel gearbeitet an der Ausbildung eines neuen Organs"},{"locus":"GA 266a/1908-08-09/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-08-09/p003","passage_number":3,"word_count":198,"text":"im menschlichen Gehirn dadurch, daß er die Geburten regelnd \nbestimmte. Er ist es auch, der der Jungfrau Maria die Geburt des \nHeilandes verkündete. Das neue Organ, das also erst seit Gabriels Herrschaft, seit vierhundert Jahren, verliehen ist, gibt dem \nMenschen die Möglichkeit, die geistigen Wahrheiten zu verstehen. Ein Mensch des 16. Jahrhunderts hätte noch kein Verständnis für unsere heutige Theosophie gehabt. Dem Erzengel Michael, Nachfolger des Erzengels Gabriel, obliegt es jetzt, die Menschen anzuregen zum Gebrauch des neu erworbenen Organes. \nWer es nicht gebraucht, läßt das Organ zugrunde gehen, verkommen. Ein solcher Mensch kommt dann unter den Einfluß von \nMichaels Gegner, Mammon oder Beelzebub. Dieser ist der Gott \nder Hindernisse, der die Menschheit verhindern will, weiterzukommen. Unter seinem Einflusse entstehen auch Bakterien und \nBazillen. Dadurch können dann in der Zukunft schreckliche Epidemien entstehen, auch merkwürdige Nervenkrankheiten; Kinder würden mit einem zerstörten Nervensystem zur Welt kommen können. \nNach weiteren vierhundert Jahren wird dann Michaels Führung abgelöst werden durch diejenige des Erzengels Oriphiel, der \nauch herrschte zur Zeit der Geburt Christi. Oriphiel gibt den \ngöttlichen Zorn; aber nur diejenigen, die schon eine hohe Entwicklung erreicht haben, dürfen diesen Zorn zum Ausdruck \nbringen. Jesus treibt auch die Händler aus dem Tempel."},{"locus":"GA 266a/1908-08-09/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1908-08-09/p004","passage_number":4,"word_count":2,"text":"ESOTERISCHE STUNDE"}]}