Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1908-12-21
Berlin, 21. Dezember 1908 Der heilige Zarathustra hätte nicht nachdenken können über das, was ihm in hohen entrückten Augenblicken gegeben wurde. Er empfing da die Einwirkung des Sonnengeistes in unmittelbarer Weise, er sah die Aura Mazdao und in ihr den Christus. Er bereitete vor den Impuls, den der Christus auf die Erde bringen sollte. Seinen Schüler Moses weihte er so ein: an einem Tage am Mittag, es war Neumond, ließ er ihn schauen durch eine Kraft, die er ihm auf seinen Kopf sandte, den Mondengeist: das devachanische Tönen des reflektierten Sonnenlichtes. Und den Hermes weihte er direkt ein in das Geheimnis des Sonnengeistes. Er ließ ihn um Mitternacht der Weihenacht durch die durchsichtige Erde hindurch - nachdem er vorher durch ihn empfangen hatte die Kraft des Sonnengeistes - schauen die Sonne um Mitternacht. Der Osiris-IsisHorus-Dienst fließt da heraus. Zarathustra erschien wieder als Zarathos oder Nazarathos und war der Lehrer des Pythagoras, der in der griechischen Zeit die Mysterien leitete als letzte Vorbereitung auf das Erscheinen des Christus. Der König, unter dem Zarathustra lehrte, war später als Cyrus inkarniert; und später im Mittelalter war Cyrus wiederum ein König (Karl der Große??).* Moses wurde eingeweiht mit den Kräften des Ätherkörpers; Hermes mit den Kräften des Astralleibes, Jesus sprach durch das Ich zu uns, das alle drei Leiber durchdringt. Darum sagt er: Du sollst Gott lieben mit deinem ganzen Herzen = physischer Leib, deiner ganze Psyche = Seele (ätherischer Leib), mit allen deinen Kräften = Äther [Astral**]-Leib, deiner ganzen Gesinnung = Ich. Zarathustra hatte dem Moses gegeben die Kraft seines eigenen Ätherkörpers, dem Hermes die Kraft seines Astralkörpers, dem Jesus hatte er sein Ich dahingegeben. Als Zarathustra selber wirkte er durch seinen physischen Leib. * Diese Angabe ist sehr zweifelhaft, wenn die Aussage über Karl den Großen in
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GA 266a/1908-12-21/p002 · edition original