Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1909-05-27

GA 266a/1909-05-27/p002 ·1909-05-27 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern sowie Notizen von Vorträgen» (Participants' records written from memory, and notes of lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Berlin, 27. Mai 1909 Mit der Zeit, bevor der Christus zur Erde kam und Mensch ward, war eine so starke Verdunkelung eingetreten, daß selbst die Meister im physischen Leben nicht mehr jene helle Erkenntnis des Übersinnlichen hatten, die sie früher besessen hatten. Erst ganz allmählich ging nach dem Im-Fleisch-Kommen des Christus eine Erhellung wieder vor sich. Daher finden wir, daß unter den eingeweihten Zeitgenossen des Christus-Jesus, zum Beispiel in den Evangelien [?], nicht die Erkenntnis herrscht für die Bedeutung des Ereignisses von Golgatha; selbst ein großer Eingeweihter, dem in seiner ägyptischen Inkarnation fast nichts von den geistigen Gütern, die den Menschen offenbart waren, verborgen war, konnte sich desselben nicht klar entsinnen. Es wird der Menschheit durch ihre großen Eingeweihten und auch durch deren Schüler zuerst immer eine Erkenntnis offenbart von oben, von den höheren Wesenheiten; dann müssen die Eingeweihten diese Offenbarungen als Lehre weitergeben. Und niemand kann zur Erkenntnis kommen, ohne daß ihm das, was schon offenbart worden ist, erst als Lehre gegeben wird. Das ist ganz unmöglich. Daher ist in den esoterischen Schulen stets das gelehrt worden, was die Schüler zur Erkenntnis kommen lassen kann. Daher wird in der Theosophie an Lehre das gegeben, was öffentlich gegeben werden darf, um denjenigen, die sich danach sehnen, Gelegenheit zu geben, zur Erkenntnis der Wahrheit, zum Christus zu kommen. Das Kindheitsleben der großen Eingeweihten unterscheidet sich wenig von dem Leben anderer Kinder, vielleicht deuten nur wenige Punkte darauf hin, was für ein Geist in dem Kinde lebt. Sie müssen lernen und ihr Wissen bereichern wie andere und sich dadurch das erst erringen, was sie in früheren Inkarnationen gewesen sind. So war es auch bei Christian Rosenkreutz der Fall. Es hat vielleicht manch einen Wunder genommen, daß er nicht

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/266a/1909-05-27/p002.json
Cite: GA 266a/1909-05-27/p002 · edition original