{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1909-07-04","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-07-04","ga":"266a","lecture":"1909-07-04","lecture_number":null,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Kassel, 1909-07-04","site_heading":null,"date":"1909-07-04","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":6,"word_count":1120,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":6,"passage_count":6,"word_count":1120},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":33,"passage_count":33,"word_count":1168,"completeness":{"ratio":1.04,"band":"comparable","note":null}}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern sowie Notizen von Vorträgen","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and notes of lectures","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."},"passages":[{"locus":"GA 266a/1909-07-04/p001","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-07-04/p001","passage_number":1,"word_count":6,"text":"## GA 266/1 — 1909-07-04, Kassel"},{"locus":"GA 266a/1909-07-04/p002","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-07-04/p002","passage_number":2,"word_count":590,"text":"Kassel, 4. Juli 1909 \nAufzeichnung A \n1. Dr. Steiner leitet die Stunde wieder ein mit dem Hinweis darauf, daß es innerhalb der Theosophischen Gesellschaft nicht zwei \nsich gegnerisch gegenüberstehende Richtungen esoterischer Schulung gibt. Er hat das schon öfter betont. Immer taucht aber wieder dieses Gerücht auf und werden Äußerungen kolportiert, die \ndarauf hinauslaufen, als ob eine solche Gegnerschaft zwischen den \nzwei Schulen esoterischen Lebens, wie sie in der Theosophischen \nGesellschaft jetzt bestehen, tatsächlich bestünde. Diese Gegnerschaft wird also durchaus in Abrede gestellt. Der tatsächliche \nSachverhalt ist der, daß bei dem Münchner Kongreß das Verhältnis der Schule von Annie Besant und derjenigen von Dr. Steiner insofern eine Änderung erfahren hat, als dabei Dr. Steiner, \nder bisherige Leiter der Esoterischen Schule, nicht mehr untergeordnet [ist], sondern beigeordnet wurde. Die Subordination \nwurde in eine Kooperation umgewandelt. Daher bestehen diese \nbeiden Schulen jetzt nebeneinander, unterstützen sich gegenseitig, sind aber weit davon entfernt, sich zu bekämpfen. \n2. Von den Übungen, wie sie ausgeführt werden müssen: mit \nErnst und Ausdauer und Pünktlichkeit. Was sie bezwecken? Sie \nbezwecken, die im Innern des Menschen schlummernden Kräfte \nzu erwecken. Wo liegen diese Kräfte? Im Astralleib, Ätherleib, \nphysischen Leib. Vom Wert und der Bedeutung der Symbole! \nDie Symbole sind Bilder von Vorgängen und Verhältnissen in \nder geistigen Welt. Wenn wir sie auf uns anwenden, so übertragen wir Vorgänge und Verhältnisse der geistigen Welt auf unser \neigenes Wesen. Die Symbole sind also so anzuwenden, daß wir \nsie im Laufe der Übungen in uns realisieren, daß wir sie in unser \nWesen aufnehmen. \n3. Vom Ich. Das Ich des Menschen lebte in früheren Zeiten \nnoch etwas außerhalb des physischen Leibes. In atlantischen Zeiten war das ...* der Fall, heute selbst gibt es noch ganz einzelne \nMenschen, deren Ich nicht ganz in den physischen Körper hineingezogen ist. Damals war der Mensch ... hellsehend, aber er konnte sich selbst nicht ... von den äußeren Dingen unterscheiden, er \nzerfloß mit ihnen. Die Entwicklung ging in der nachatlantischen \nZeit nun dahin, dieses Ich in den physischen Körper hineinzuverlegen. Der Punkt ist zwischen den Augenbrauen. \n4. Von da aus soll nun das Ich wieder hineinarbeiten in die \ngeistige Welt. Das geschieht auch im Laufe der Entwicklung. \nZuerst wandelt der Mensch einen Teil seines Astralkörpers um, \ndadurch entsteht Manas, Geistselbst, dann wandelt er einen Teil \nseines Ätherkörpers um: Buddhi, Lebensgeist, und endlich einen \nTeil seines physischen Körpers zu Atma, Geistesmensch. So wirkt \ndas Ich durch alle drei Reiche hindurch. \n5. Wie die Entwicklung vor sich gegangen ist: Nachdem in \nAtlantis die Eingeweihten schon vorbereitet worden waren, wurden die Besten auserwählt bei der Vernichtung des atlantischen \nKontinents, um als Stamm zu dienen bei der Bildung der neuen \nRasse. Sie wurden nach [Asien], in die Wüste Gobi geführt und \nerhielten da dasjenige ausgebildet, was nötig war, um sie zu \nStammvätern der fünften Rasse [nachatlantische Menschheit] zu \nmachen. Sie waren aber den Atlantiern in Bezug auf ihre Anschauung der Welt und der Außenwelt noch sehr ähnlich. Sie \nunterschieden noch nicht so sehr die Außenwelt und ihre eigene \nWelt. Sie flossen noch mit der Außenwelt zusammen, sie lebten \nnoch mehr mit den Göttern. Erst später trat dann auf die Unterscheidung, und sie unterschieden erst so, daß sie die Außenwelt \nals Maya, als Schein empfanden. In Persien trat dann diese Zweiheit besonders stark auf. Sie unterschieden gut und böse, Ahura \nMazdao und Ahriman. Dann ging es weiter durch die chaldäisch-ägyptisch-babylonische Zeit, dann durch die griechischrömische bis in unsere Zeit hinein. \n* Die Pünktchen hier und an den beiden folgenden Stellen bezeichnen jeweils ein \nin dieser nur stenographiert vorliegenden Aufzeichnung nicht eindeutig zu entzifferndes Wort."},{"locus":"GA 266a/1909-07-04/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-07-04/p003","passage_number":3,"word_count":123,"text":"_____________ \n6. Im Laufe dieser Zeit hat sich des Menschen Ätherleib immer mehr in den ganzen Körper und besonders den Kopf hineingezogen. Ursprünglich sah der Mensch die Wesen und Dinge \nverschwommen in allen möglichen Farbennuancen und Figuren. \nIm weiteren Verlauf traten diese immer deutlicher hervor, die \nKonturen wurden scharf und abgegrenzt, wie es sich in unserer \nZeit im menschlichen Anschauungsvermögen darbietet. \n7. Die weitere Entwicklung geht nun dahin, daß wir mit dieser Schärfe der Anschauung die alten Gebiete des Bewußtseins \nwieder erringen, uns wieder hineinleben in die Reiche, die der \nMensch früher in seinem Bewußtsein [erlebt] hat. Um dies zu \nerreichen, werden von allen, die sich schneller entwickeln wollen, besondere Übungen gemacht. Eine solche Übung ist die, \nwelche ich Ihnen jetzt zeigen werde:"},{"locus":"GA 266a/1909-07-04/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-07-04/p004","passage_number":4,"word_count":164,"text":"* \n* * \nDas bedeutet soviel als: Man muß zuerst einen Lichtpunkt außerhalb seines Kopfes setzen, ungefähr 20-30 cm nach oben gerichtet. Dann muß man den Lichtpunkt in sich hineinziehen zwischen \ndie Augenbrauen und den ganzen Körper durchströmen lassen. \nAugenbrauen. Wenn es [das Aufgenommene] dann drin \nist, dann geht die Übung so, daß das Aufgenommene wieder hinausprojiziert wird in einer schöpferischen Form, selbstschöpferisch. Das ist dann die imaginative Erkenntnis: selbstgeschaffene \nplastische Bilder in der geistigen Welt. \nAufzeichnung B \nDie Eins (Einheit) in der Drei (Dreiheit) schafft (wirkt) Maß, Zahl \nund Verhältnis \nDie Eins ist die Offenbarung des Absoluten, des göttlichen Seins! \nDie Drei dargestellt durch die Augenbrauen. \nMaß ist der Tempel Gottes im Menschengeiste. \nDie absolute Einheit wirkt durch die Dreiheit im Innern Maß, \nZahl und Verhältnis. \nBei diesem Symbol muß ich mir mein höheres Ich außerhalb von \nmir denken, wie es wirkt auf die Dreiheit: mein Denken, Fühlen \nund Wollen. Schöpferisch gleich dem göttlichen Ich soll es \nwirken und diese drei Kräfte umgestalten."},{"locus":"GA 266a/1909-07-04/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-07-04/p005","passage_number":5,"word_count":233,"text":"Die absolute Einheit wirkt durch die Dreiheit im Innern: Maß, \nZahl und Gewicht (Verhältnis). \nWir möchten alle hinaufkommen in die höheren Welten; die \nSymbole sind es, die uns den Weg hinauf erleichtern, und zwar \nwirken sie um so stärker, je mehr mein eigentliches Ich dabei \nbeteiligt ist. \nBei diesem Symbolum muß ich mir mein höheres Ich außerhalb von mir denken; ganz objektiv soll ich mich anschauen lernen wie einen Gegenstand - Tisch oder dergleichen. Gleich dem \ngöttlichen Ich, das mich geschaffen, soll ich dann wirken auf meine Seelenkräfte, die intellektuellen, die gefühlsmäßigen, die charakterlichen; schöpferisch gleich dem göttlichen Ich soll es wirken und sie umgestalten; und zwar sollen sie in zwei Strömungen, die ich mir durch die Augenbrauen\n  (die 3) gehend denke, eindringen in mein Inneres, den Tempel meines Leibes, das \nwie jeder Tempel, nur noch viel komplizierter, aufgeführt worden ist nach Maß, Zahl und Verhältnis. \nWenn ich dies meditiere, mein Denken, Fühlen und Wollen \nanrege, so werden starke Kräfte in mir wach. Doch müssen vorher sechs Bedingungen erfüllt sein. Der Mensch muß sich angeeignet haben: \n1. Kontrolle der Gedanken, \n2. Initiative der Handlungen, \n3. Gelassenheit, \n4. Positivität, \n5. Unbefangenheit des Urteils, \n6. Wiederholung und Verknüpfung aller in harmonischer Weise. \nIn einer anderen, sonst gleichlautenden Vorlage folgt noch der Satz: \nIst mein niederes Ich durch diese Übungen gestärkt, dann kann \nes den Weg beginnen in die höheren Welten; dazu verhilft ihm \ndies Symbol."},{"locus":"GA 266a/1909-07-04/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-07-04/p006","passage_number":6,"word_count":4,"text":"Aufzeichnung C \nESOTERISCHE STUNDE"}]}