{"corpus":"steiner","locus":"GA 266a/1909-12-05/p003-p004","extent":"range","passage_number":3,"through":4,"paragraph_count":2,"first_locus":"GA 266a/1909-12-05/p003","last_locus":"GA 266a/1909-12-05/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — München, 1909-12-05","date":"1909-12-05","location":null,"alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. 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Geflügelte Boten sollen die Worte sein, die \nden Menschen hinauftragen in die geistigen Welten. \nWenn der Schüler einen Sonnenaufgang erlebt, wenn er die \nfeurige Kugel herauftauchen und die ersten Strahlen ausschicken \nsieht, so empfindet er, daß die Sonne der Träger der physischen \nWärme ist und Wärme in ihm auslöst. Er weiß aber auch, daß \nein Geistiges hinter der Sonne steht, und wenn er sich auf dieses \nkonzentriert, so wird mehr und mehr die äußere Erscheinung der \nSonne schwinden und die Gestalt erscheinen vor seinem geistigen Auge, die in allen esoterischen Schulen als der Christus-Geist \nerkannt wird. Und diese Erscheinung durchstrahlt, wie ihr äußeres Kleid die Welt mit Licht durchströmt, diese mit Liebe. Die \nTräger des Lichtes sind die luziferischen Wesenheiten, der Träger der Liebe ist die Christus-Wesenheit. Und diese Liebe muß \nder Schüler überströmen fühlen, wenn er das Schauspiel eines \nSonnenaufganges erlebt. Dies ist ausgedrückt in der Meditation: \nIn den reinen Strahlen des Lichtes \nErglänzt die Gottheit der Welt \nWenn es dem Schüler gelingt, sich ganz abzuschließen in seiner Meditation gegen äußere Einflüsse und Geräusche, wenn er \nden physischen Körper sozusagen ausschaltet, so lebt er während \nder Meditation nur in Ätherleib, Astralleib und Ich. Wenn der \nMensch im Schlafe seinen physischen Leib und Ätherleib verlassen hat und mit Ich und Astralleib in höheren Welten weilt, so \nziehen in seine verlassenen Körper hohe geistige Wesenheiten. In","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":300,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-12-05/p003"},{"passage_number":4,"locus":"GA 266a/1909-12-05/p004","text":"den physischen Leib ein Ich der Geister der Persönlichkeit, die \nauf dem Saturn ihn schufen, in den Ätherleib ein Ich der Erzengel. \nUnser eigenes Ich geht dafür in die Welt der Geister der Persönlichkeit, der Astralleib in die der Erzengel. Unbewußt leben \nsie in diesen Welten, und wir sollen bewußt in unserer Meditation diesen Prozeß durchmachen, bewußt in diese Reiche eingehen mit Ich und Astralleib und den Ätherleib mit hinüberziehen. Wie ein magnetisches Fluidum muß es uns bei unserer \nMeditation in die geistigen Welten hinüberziehen; dann sind wir \nin der richtigen Gedankenverfassung. Aber nicht auf die Worte \nselbst kommt es so sehr an, sondern daß der richtige Sinn aus \nden geistigen Welten in sie hineinströmt; daß sie sinnerfüllt durch \ndie Christus-Kraft sind, darauf kommt es an. \nIn den esoterischen Stunden werden die Worte so gewählt, daß \nsie ganz unpersönlich wirken, sobald sie die Lippen des Lehrenden verlassen haben. Denn sie sollen ein Kleid abgeben, in das \nder die Welt durchströmende Logos sich hüllen kann. Diesen \nStrömungen des Logos müssen die Worte sich anpassen. Deshalb werden sie in ganz bestimmter Weise gesetzt. Es werden \nzum Beispiel für manche Begriffe zwei Ausdrücke gewählt, weil \neiner allein den Sinn dessen, was ausgedrückt werden soll, nicht \nwiedergäbe. Wenn man zum Beispiel sagt: «Das geistig-göttliche \nLeben durchlebt die ganze Welt», so drückt man die entsprechende Tatsache nicht genügend aus. Wenn man hingegen sagt: \n«Das geistig-göttliche Leben durchlebt und durchwebt die Welt», \nso hat man zwischen diesen zwei Ausdrücken ein Bild dessen, \nwas gesagt werden soll. \nUnsere Ausdrucksweise ist vielfach ungenau und gibt das unrichtig wieder, selbst, was auf dem physischen Plane geschieht. \nWenn man zum Beispiel das Hervorsprießen der Blüten, des \nGrünen im Frühling mit einer Geburt, das Welken der Blätter \nund Blumen im Herbst mit einem Sterben vergleicht, so ist das \neine Ausdrucksweise, deren ein Esoteriker sich nicht befleißigen \nsollte, denn es gibt das nicht wieder, was in Wirklichkeit in der \nNatur vorgeht. Einen wahren Begriff davon können wir erhalten, wenn wir diesen Vorgang im Frühling vergleichen mit unserem Erwachen des Morgens. So gestärkt und erfrischt, wie wir \nda zu einem neuen Tage, zu unseren alten Freuden und Schmerzen zurückkehren aus einem dunkeln Unterbewußtsein, in das \nwir hinabgetaucht waren, so empfinden und fühlen die geistigen \nWesenheiten, die das grüne Pflanzenkleid der Erde hervorziehen \naus dem Dunkel, in welches im Herbst das Samenkorn in den \nSchoß der Erde gesunken war. Wenn wir uns im Frühling diesen \nGedankengängen hingeben, so werden wir dem Geiste der Erde \nnäher kommen und werden auf richtige Weise eindringen in die \ngeistigen Welten. Wir werden dann hinter allen Naturerscheinungen das Geistige bemerken. Wenn wir sehen, wie ein Blitzstrahl \neinen Baum spaltet, so sollen wir beim Blitze an die Erzengelwesenheit denken, beim rollenden Donner an eine geistige Wesenheit aus den Welten des tönenden Lichtes, an die Geister der \nPersönlichkeit. Nicht durch die allgemeine Redensart von der \n«Vereinigung mit dem Göttlichen in uns» erreichen wir diese, \ndenn nicht in uns werden wir das Neue, das Höhere finden: außer \nuns liegen die Welten, in die wir bewußt eindringen sollen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":505,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266a/1909-12-05/p004"}],"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":4,"passage_count":4,"word_count":1113},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":12,"passage_count":12,"word_count":1169,"completeness":{"ratio":1.05,"band":"comparable","note":null}}],"aligned_witness":{"status":"not_aligned","lang":"en","note":"No paragraph alignment is recorded for this unit, so the counterpart of this span in the other language is not established. 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