{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1910-11-05/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"verwandeln und in uns erwecken die Hingabe an das Göttliche. \nEin Schleier wird vor unseren Augen zerrissen, und wir werden \nbewußt in die geistige Welt hineinschauen. \nAufzeichnung D \nAnknüpfend an das tags vorher Gesagte, sprach der Doktor: \nWir sollten nicht meinen, daß unsere Schauungen etc. richtig \nund von Wert seien, ehe wir nicht gehört hatten das «unaussprechbare Wort», was kein Wort in menschlichen Lauten wäre, \nüberhaupt keinen Ton oder Vokal - wie irdische Töne oder \nVokale - hätte. Alles das, was sich uns so manifestierte, käme \naus uns selbst - Luzifer und Ahriman = Täuschung, und die \nTöne, zum Beispiel Klopftöne und unsere Auslegung von ihnen, \nmüßte mit dem Ausdruck «Rabengekrächze» gekennzeichnet \nwerden und das Reden über derartige Erlebnisse sei ebenfalls \nnichts als Rabengekrächze. Erst wenn wir das «Wort» vernommen, würden wir zu einem Verständnis gelangen, was der Ausdruck «Osten - weise Meister des Ostens» bedeute. Wenn eingewendet würde: ja, woran erkenne ich, daß ich zum Beispiel in \nFarben wirkliche Erlebnisse habe? so diene hier als Kennzeichen, daß sich diese Farbenbilder verwandeln müßten, ebenso \nFormen oder Gestalten, die - nicht sich verwandelnd - nichts \nbedeuten. Haben wir solche Bilder, so sollen wir darüber \nschweigen und versuchen, sie richtig auszulegen. Das ist gleichsam wie eine Taube, die wir aussenden und die nicht zurückkehrt. Wir sollen auch nicht trauern oder ungeduldig werden, \nwenn - nachdem wir einmal eine Schauung hatten - lange, lange \nkeine wiederkehrt. Warten, geduldig warten sei notwendig. Beispiel einer Auslegung: Sehen wir zum Beispiel Rot, so heißt das \nnicht die Liebe oder wir haben die Liebe, sondern eben gerade, \nwir haben sie nicht; wir sollen sie uns aneignen. Ebenso bei Vio-","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1910-11-05","site_heading":null,"date":"1910-11-05","location":null,"word_count":272,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1910-11-05/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1910-11-05/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1910-11-05/p009"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}