Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Stuttgart, 1910-12-31

GA 266b/1910-12-31/p002 ·1910-12-31 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern» (Participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Stuttgart, 31. Dezember 1910 Der Esoteriker soll sich deutlich ins Bewußtsein bringen, was er eigentlich mit seinen Übungen, den uns gegebenen Exerzitien, tut. Wir haben des öfteren darüber gesprochen, daß das Streben des Esoterikers danach geht, den Ätherleib, überhaupt die vier Leiber untereinander, zu lockern. Dies kann nun auf zweierlei Weise geschehen, auf eine exoterische und eine esoterische. Man kann den physischen Leib dazu veranlassen, daß er den Ätherleib hinausstößt, hinausquetscht, indem man den physischen Leib genügend präpariert durch Diät, Atemübungen etc. Unsere vegetarische Lebensweise hat ja im Grunde nur den Zweck, den physischen Leib in diesem Bestreben zu unterstützen. Dies sind die exoterischen Mittel zur Lockerung. Die esoterischen sind unsere Übungen, unsere Exerzitien. Und da muß gesagt werden, daß diese die Hauptsache sind, daß wir diese mit Hingabe und Ernst machen sollen, daß alles übrige nur Unterstützung dieser Hauptsache sein soll. In unserer materialistischen Zeit würde ja mancher in seiner materialistischen Sehnsucht gern die weitestgehenden Diätvorschriften befolgen, würde stundenlange Atemübungen machen, wenn er dadurch etwas erreichte; sich aber geistig anzustrengen durch Meditationen und Konzentrationen, das ist viel unbequemer, und dabei zeigt sich dann erst oft die geistige Trägheit. - Würden wir aber nur durch physische Einwirkungen unseren Ätherleib herausquetschen, so könnte der physische Leib ihm ja nichts mitgeben, und er würde leer in das Unbekannte hinaustreten. Da treten dann solche Zustände ein, daß wir zum Beispiel irgend etwas denkerisch nicht recht erfassen können, wenn wir etwas durchdenken wollen. Wir können mit unserem Äthergehirn uns des physischen nicht recht bedienen, weil wir ja nicht richtig in demselben darin sind. Es ist, als ob wir, im Wasser schwimmend, etwas ergreifen wollten, das uns immer ausweicht. Der vernünftige Esoteriker wird

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