{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1910-12-31/p002-p003","extent":"range","passage_number":2,"through":3,"paragraph_count":2,"first_locus":"GA 266b/1910-12-31/p002","last_locus":"GA 266b/1910-12-31/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Stuttgart, 1910-12-31","date":"1910-12-31","location":null,"alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. 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Wir haben des öfteren darüber gesprochen, daß das Streben \ndes Esoterikers danach geht, den Ätherleib, überhaupt die vier \nLeiber untereinander, zu lockern. Dies kann nun auf zweierlei \nWeise geschehen, auf eine exoterische und eine esoterische. \nMan kann den physischen Leib dazu veranlassen, daß er den \nÄtherleib hinausstößt, hinausquetscht, indem man den physischen Leib genügend präpariert durch Diät, Atemübungen etc. \nUnsere vegetarische Lebensweise hat ja im Grunde nur den \nZweck, den physischen Leib in diesem Bestreben zu unterstützen. Dies sind die exoterischen Mittel zur Lockerung. Die esoterischen sind unsere Übungen, unsere Exerzitien. Und da muß \ngesagt werden, daß diese die Hauptsache sind, daß wir diese mit \nHingabe und Ernst machen sollen, daß alles übrige nur Unterstützung dieser Hauptsache sein soll. In unserer materialistischen Zeit würde ja mancher in seiner materialistischen Sehnsucht gern die weitestgehenden Diätvorschriften befolgen, würde \nstundenlange Atemübungen machen, wenn er dadurch etwas erreichte; sich aber geistig anzustrengen durch Meditationen und \nKonzentrationen, das ist viel unbequemer, und dabei zeigt sich \ndann erst oft die geistige Trägheit. - Würden wir aber nur durch \nphysische Einwirkungen unseren Ätherleib herausquetschen, so \nkönnte der physische Leib ihm ja nichts mitgeben, und er würde \nleer in das Unbekannte hinaustreten. Da treten dann solche Zustände ein, daß wir zum Beispiel irgend etwas denkerisch nicht \nrecht erfassen können, wenn wir etwas durchdenken wollen. \nWir können mit unserem Äthergehirn uns des physischen nicht \nrecht bedienen, weil wir ja nicht richtig in demselben darin sind. \nEs ist, als ob wir, im Wasser schwimmend, etwas ergreifen wollten, das uns immer ausweicht. Der vernünftige Esoteriker wird","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":278,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1910-12-31/p002"},{"passage_number":3,"locus":"GA 266b/1910-12-31/p003","text":"sich bei solchen Zuständen sagen, daß er hier erst einmal Ordnung schaffen muß durch geeignete Willenskonzentrationen und \nGedankenübungen. Auch bei normaler Entwicklung wird ja \nmanches eintreten, von dem wir uns sagen müssen, daß es ein \nvorübergehendes Leiden ist. Denn durch die Herausziehung des \nÄtherleibes geht es dem physischen Leibe erst ähnlich wie einer \nPflanze, der man die Säfte eine Zeitlang entzieht. Sie vertrocknet. Und so vertrocknet - man sieht dies aber nicht physisch -\nauch der physische Leib zum Teil, und wo er Anlagen zu Erkrankungen hat, da kommen diese heraus. Wenn aber der \nÄtherleib sich in der richtigen Weise durchtränkt hat mit geistigen Wahrheiten, so bezieht er dadurch neue Kräfte, und diese \nwirken wiederum gesundend auf den physischen Leib. Man \nkann beobachten, daß dann beim physischen Leibe selbst \nSchnittwunden leichter heilen, überhaupt Wunden, wenn der \nMensch sich mit spirituellen Wahrheiten durchdringt, ja wenn er \nnur theosophische Denkweise in sich wirken läßt. \nDurch unsere Meditationen wirken wir also zunächst auf den \nAstralleib. 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