Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Stuttgart, 1910-12-31
unter dem Himmel, sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und es wird ihnen doch gegeben.» Dankbar hinnehmen, was uns gegeben wird, dann leben wir diesem Spruche gemäß. Wenn wir das nicht tun, so wird er in unserem Munde zur Blasphemie. Es sollte uns überhaupt klar sein, daß, wenn wir uns nicht genügend vorbereiten für den Sprung über den Abgrund in die geistigen Gebiete hinein, wir durch Worte und Gedanken solchen Schaden anrichten können, daß die Götter Welten zertrümmern müssen, um diesen Schaden wiedergutzumachen. Denn was verdorben ist, das muß zerstört werden, um neu gebildet zu werden. Aus dem Geistigen sind wir entstanden - Ex Deo nascimur. Und wenn wir den Sprung über den Abgrund tun, so drücken wir das aus [durch] In Christo morimur - in der festen Zuversicht, daß wir drüben im Heiligen Geiste wieder aufleben: Per Spiritum Sanctum reviviscimus. Weil wir aber den Namen des Heiligsten, das immer mit unserer Erdenentwicklung verbunden war, so heilig halten sollen, daß wir ihn nicht unwürdig aussprechen, gibt es eine esoterische Fassung des Rosenkreuzerspruches, in dem der Name weggelassen wird: Ex Deo nascimur In morimur Per Spiritum Sanctum reviviscimus.
Cite:
GA 266b/1910-12-31/p005 · edition original