Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-01-17
Aufzeichnung B Steter Tropfen höhlt den Stein. Die Hierarchien haben periodisch immer wieder denselben Gedanken festgehalten respektive denselben Gedanken weiter ausgearbeitet und wirkten dadurch schöpferisch. So sind unsere ganzen Körper und wir selbst durch Denken geschaffen - eigentlich selbst nur Gedanken. Das Denken über das Vorhandene ist nicht schöpferisch, sondern zerstörend für unsere Nerven, auch für den Ätherleib, das eigentliche Organ für die fortschreitende Entwicklung. In diesen hinein [geht] die störende Wirkung des Astralleibes über Tag. Der physische und der Ätherleib müssen in der Nacht - befreit vom Astralleib (Gedanken) - schöpferisch wieder hergestellt werden, ebenso der Astralleib selbst. Nur wenn wir Übersinnliches denken, wirken wir selbst als Menschen-Hierarchie schöpferisch, schaffen durch hundert- und tausendfache Wiederholung die Lotusblumen. Dann wirken wir auch in den Ätherleib im Sinne der hohen Hierarchien hinein. Wenn auch die Meditationsbilder dem Sinnlichen entnommen sind, so streifen sie durch stete Wiederholung und dadurch Vertiefung das Sinnliche ab. Auch schon die Relation zwischen sinnlichen Dingen und zwischen guten und schlechten Menschen, selbst das Umdrehen der Zeitfolge bei der Rückschau des Abends verhilft zum sinnlichkeitsfreien Denken.
Cite:
GA 266b/1911-01-17/p004 · edition original