Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-03-15

GA 266b/1911-03-15/p002 ·1911-03-15 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern» (Participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Berlin, 15. März 1911 Aufzeichnung Α Unsere Meditationen sollen, wie das letzte Mal [17. Januar 1911] ausgeführt wurde, in dem Zeichen stehen: «Stetiger Tropfen höhlt den Stein». Als wirksame Vorbereitung für die Übungen haben wir das Studium der theosophischen Werke. Es ist besser, ein Werk fünfundzwanzigmal gelesen zu haben, als fünf Bücher jedes fünfmal; und wer ein Buch zwei- oder dreimal gelesen hat, darf sich gar nicht einbilden, es überhaupt gelesen zu haben. Wenn wir an einem bestimmten Tag des Jahres dieses oder jenes bei unserer Meditation erlebt haben, dann werden wir, wenn wir inzwischen wirklich studiert haben, an demselben Tag nach einem Jahr viel mehr erleben können. Es ist gut, dieselbe Übung durch lange Zeiten hindurch zu behalten, das ist viel besser als das fortwährende Abwechseln. Nicht nur unsere Gedanken sollen wir durch das Studium bereichern, sondern auch bestimmte Gefühle entwickeln. In einfachen Empfindungen kann man die Anknüpfungspunkte für etwas viel Tieferes finden. Zum Beispiel sollen wir einmal aufmerksam werden auf die Empfindung des Anfassens, zum Beispiel eines Gegenstandes, oder des Angefaßtwerdens, zum Beispiel bei der Hand gefaßt zu werden. Da können wir einen deutlichen Unterschied fühlen, wenn wir zum Beispiel uns vorstellen die Empfindung, die in uns erregt wird, wenn wir eine Schnecke anfassen oder wenn eine Schnecke uns, ohne daß wir es wissen, über die Hand kriecht. Wenn wir diese verschiedenen Gefühle gut ausbilden, dann können wir uns einen Begriff bilden von dem Unterschied zwischen der untersinnlichen und der übersinnlichen Welt. Die ganze physische Welt mit all unseren diesbezüglichen Empfindungen ist eine Maja oder Illusion. Wir können sie uns vorstellen unter dem Bilde eines Feldes oder einer Ebene; über ihr ist die übersinnliche, unter ihr die untersinnliche Welt. Die

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