{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1911-03-15/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wir zeichnen zuerst das Dreieck mit der einen Hand in die \nandere, dann übertragen wir die Bewegung in den frei schwebenden Raum, als ob sie uns nichts mehr anginge, aber indem \nwir doch dieselben Empfindungen in uns hervorrufen wie vorher, als wir die Figur in die Hand zeichneten. \nWill man das Wäßrige in der Elementarwelt begreifen, so \ndenkt man sich einen Punkt, um den ein anderer fortwährend \nim Kreise rotiert. Wieder zeichnet man ihn zuerst in die Hand, \nüberträgt ihn dann in die freie Luft, aber so, daß man sich dabei \nsowohl die Bewegung vorstellt als auch die Empfindung, die \ndabei ausgelöst wurde. \nWill man sich in das Luftförmige der Elementarwelt hineinleben, so muß man sich zwei Punkte vorstellen, die zuerst in \neinem Halbkreise umeinander herumgehen, sich dann aber fliehen und verlieren im Raume. \nAuch diese beiden letzten Symbole müssen erst in die Hand gezeichnet, dann in den frei schwebenden Raum übertragen werden. \nWenn wir über diese Symbole in der angegebenen Weise meditieren, so werden wir schon merken, wie wir uns einleben in \ndie Elemente, wie wir erkennen werden, welche Wesenheiten in \nihnen leben. Zugleich aber werden wir empfinden, daß wir immer egoistischer werden. Es können diese Übungen nur dann \nzum Heile gereichen, wenn wir zugleich als Gegengewicht in \nuns das allgemeine Mitleid, das universelle Mitgefühl entwickeln, \ndas uns jeden Schrei oder Ton der Klage, jeden Laut des \nSchmerzes in unserer Umgebung so empfinden laßt, als entspringe er unserer eigenen gequälten Brust. \nUnd wie die Gefahr des Egoismus groß ist beim Einleben in die \nuntersinnliche Welt, so ist die Gefahr des Weltenverlorenseins \nnicht minder groß, leben wir uns hinauf in die übersinnliche Welt. \nEs ist tatsächlich so, daß wir besessen werden von höheren Wesenheiten, sie ziehen in uns ein, nehmen Besitz von uns, um durch uns","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-03-15","site_heading":null,"date":"1911-03-15","location":null,"word_count":296,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-03-15/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-03-15/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1911-03-15/p006"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}