Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-06-12
Berlin, 12. Juni 1911 Aufzeichnung Α Meine lieben Schwestern und Brüder! Wir müssen uns klarmachen, daß ein großer Unterschied besteht zwischen dem äußeren, exoterischen Wissen und dem Wissen, das uns die Theosophie übermittelt. Wenn wir eine äußere Anschauung auf uns wirken lassen, so bilden sich in uns Vorstellungen, Begriffe; wir lernen die Sache, das, was wir anschauen, dadurch kennen, haben ein Wissen über sie. Verhält es sich nun ebenso mit dem theosophischen Wissen? Auch da, wenn uns erzählt wird von den vier Gliedern des Menschen oder von den planetarischen Zuständen der Erde, oder der Akasha-Chronik, bilden wir uns Begriffe, Vorstellungen über diese Dinge, aber es ist noch etwas anderes dabei. Während uns das exoterische Wissen nicht bereichert, nichts hinterläßt über den Tod hinaus, verhält es sich anders mit allem esoterischen Wissen. Es fließt in uns ein, in unsern Astralleib, bildet da gewisse neue Glieder; neue Fäden weben sich hinein in den Astralleib und bleiben mit unserer Wesenheit verbunden. - Wir wissen, daß der Astralleib den Menschen in Eiform umgibt. Da in ihm ein Ich wirkt, so strahlt er aus: Dahinein weben sich neue Fäden, neue Erkenntnisse, so daß wir ihn nennen können «Erkenntnisleib». Dieser Erkenntnisleib
Cite:
GA 266b/1911-06-12/p002 · edition original