Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — München, 1911-08-23

GA 266b/1911-08-23/p013 ·1911-08-23 · original (original)

* Aufzeichnung E In der Meditation geschieht mit dem Menschen dasselbe wie nach dem Tode. Nach und nach erst kann der Mensch erkennen, was für ein Großes und Gewaltiges er in der Meditation unternimmt; daß er das tiefe gewaltige Geheimnis des Todes durchbricht, wenn er sich in der rechten Weise seiner Meditation hingibt. Der physische Leib hat in sich die Tendenz der Zusammenziehung. Denken wir uns den Ätherleib heraus, so würde dieser physische Leib einschrumpfen, immer mehr bis auf den kleinsten Raum, und dann in sich selbst wie verschwinden. Der Ätherleib erhält ihn so, wie wir ihn sehen. Und im Alter sind die Runzeln die Folge des Nachlassens der Kräfte des Ätherleibes. Wachsein und Wachbleiben wird uns ans Herz gelegt. Aufzeichnung F Der physische Leib hat die Tendenz, zusammenzuschrumpfen, der Ätherleib sich auszudehnen hinaus in den Kosmos. In der Meditation wird der physische Leib passiv gemacht wie nach dem Tode, die höheren Glieder erstrecken sich in die geistige Welt, die uns umgibt, erfüllt mit guten und bösen geistigen Mächten. Wenn wir Begierden und Leidenschaften, Sympathie und Antipathie, Eitelkeit, Ehrgeiz etc. mithineinnehmen in die Meditation - besonders wichtig ist der Moment nach der Meditation, die Ruhezeit der Seele -, dann ziehen wir die bösen Mächte an. - Der geistige Merkur ist angefüllt mit guten und bösen geistigen Mächten, überall, nur nicht dort, wo der Mensch seine Kräfte ausströmt; dort wird die geistige Welt zurückgedrängt.

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