{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1911-10-30/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"* \n* * \nAufzeichnung D \nDas letzte Mal hörten wir, daß wir beim Hinabsteigen in uns \nselbst Wesenheiten begegnen, die nicht Eigenschaften in uns, \nsondern real sind, Bündeln von Wesenheiten, die von unsren \nHüllen umschlossen sind. Da war Samael, Azazel, Azael und \ndazu kommt Mehazael. Diesen begegnet man, wenn man nach \nbeseligenden Momenten in der Meditation, wo man hinausgetragen wird in andre Welten, zurückkehrt in sein eigenes Wesen, in \ndem sich durch Inkarnationen hindurch angehäuft haben Unsummen von Fehlern, Lügen, Unmoralischem; diese müssen karmisch ausgeglichen werden. Wir bringen durch sie mit in die \nneue Inkarnation hinein den Impuls abwärts; und durch Krankheiten und Schicksalsschläge wird dieser Impuls abgestumpft \nund wieder hinaufgeführt. An diesem karmischen Ausgleich arbeitet Mehazael, wir empfinden ihn so bei der Rückkehr aus der \nMeditation, als ob man eingepreßt würde wie in einem Schraubstock. Auf dem christlichen Wege entspricht das der Geißelung. \nOb wir auf dem esoterischen Weg rascher oder langsamer \nvorankommen, hängt von unserem Karma ab, wir fühlen den \nWiderstand in uns, der uns nicht in rechter Weise die Meditation verrichten läßt. Da ist gut, Nachsicht mit uns selbst zu \nhaben. Wir müssen nicht den Egoismus und unglaublichen \nHochmut haben, zu denken, wir wären solche hohe Individualitäten, daß wir in drei Wochen oder drei Monaten in die geistige \nWelt hinein könnten. Wir sollen nicht nur abstrakte Gedanken \nhaben an der Außenwelt, sondern lebendige Kräfte entwickeln. \nDie Welt ist Maja, Spiegelbild geistiger Wirkungen, die von \nhinten durch uns hindurch wirken.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-10-30","site_heading":null,"date":"1911-10-30","location":null,"word_count":242,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-10-30/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-10-30/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1911-10-30/p005"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}