{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1911-12-31/p005","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Die Götter haben den Menschen geführt durch die Saturn-, \nSonnen- und Mondenzeit. Da war der Mensch noch eine geistige \nWesenheit. Die Götter haben ihm gebaut die Hüllen, in denen \ndiese geistige Wesenheit «Mensch» leben sollte als Ich-Wesenheit. Aber er wäre niemals gekommen zu seiner Ichheit, wenn es \nimmer so weitergegangen wäre. Deshalb steht am Anfang der \nBibel: Die Götter schufen sechs Tage und ruhten am siebenten \nTage. - Sechs Schöpfungstage: Saturntag, Sonnentag und Mondentag und deren Wiederholung am Erdbeginn, der polarischen, \nder hyperboräischen, der lemurischen Epoche. Da schufen sie \nam Menschen. Nun ruhen sie am siebenten Tage, der Zeit, die \nnach der lemurischen da ist, der Erdenzeit, unserer Zeit, damit \nder Mensch kommen kann zur freien Ich-Entwicklung. Aber \ndazu ist notwendig, daß er für eine Weile nicht sehen darf die \nWelt der Götter, die Welt der Wirklichkeit. Und dankbar müssen wir sein denen, die uns schufen die Welt der Illusion, seien \nes Götter oder Teufel - die uns zunächst zudecken die wahre \nWelt, die Welt der Wirklichkeit, die geistig schaffende Welt. \nDenn nicht leben könnten wir in der Welt der Wirklichkeit mit \nunserem heutigen Ich, mit dem Ich, das sich in der Persönlichkeit erlebt. Wir würden mit diesem Ich untergehen, vergehen in \nAngst und Furcht und Schrecken in dieser Welt der Wirklichkeit. Wenn wir hinausgehen aus der Welt der Illusion, das heißt, \nwenn wir einschlafen, versinkt dieses Ich in Bewußtlosigkeit, das \nsich in der Persönlichkeit auslebt, und zwar deshalb, weil wir \nnicht bewußt ertragen können zunächst die Kräfte und Wirksamkeiten der höheren Welten, in die wir dann eingehen. Bewußt ist unser persönliches Ich nur, wenn es untertaucht in der \nWelt der Illusion. Es muß durch diese Welt hindurchgehen, um \nstark und kräftig zu werden, um dann mit dieser errungenen \nStärke bewußt eintreten zu können in die Welt der Wirklichkeit. \nDurch Meditation und Konzentration gelangen wir allmählich \ndazu, zu erkennen, daß dasjenige, was wir im gewöhnlichen Leben unser Ich nennen, auch angehört dieser Welt der Illusion, \ndaß wir von dem Bewußtsein dieses Ich übergehen können in","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Hannover, 1911-12-31","site_heading":null,"date":"1911-12-31","location":null,"word_count":335,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-12-31/p005","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-12-31/p005"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1911-12-31/p005"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}