{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1911-12-31/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"ein Bewußtwerden eines anderen Ich, das hinter diesem Ich \nsteht. Mit diesem Ich können wir dann eintreten in die Welt der \nWirklichkeit. Der Inhalt der Meditation ist immer so gegeben, \ndaß er die Seele ausfüllt mit Bildern und Vorstellungen, die \nnicht der physischen Welt entnommen sind. \nNehmen wir zum Beispiel einen ganz einfachen Meditationsstoff, der Ihnen allen so ziemlich bekannt sein wird: \nIn den reinen Strahlen des Lichtes \nErglänzt die Gottheit der Welt ... \nWenn man sich meditierend immer wieder hineinversenkt in \ndiese Worte, dann kommt man dazu, zu erleben etwas wie eine \ngeistige Sonne, in der uns die Gottheit der Welt erstrahlt, und \nman erlebt die reinen Fluten des Lichtes wie ein Kleid, wie eine \nnach außen erglänzende Offenbarung der Gottheit, wie die Glorie dieser Gottheit. Um das aber wirklich lebendig zu erleben, \nist notwendig, sich selbst, das heißt sein gewöhnliches Ich-Bewußtsein, gänzlich zu vergessen. Auch die Worte, die ja noch \netwas aus der physischen Welt Stammendes sind, muß man vergessen. Dann offenbart sich durch die Kraft dieses Meditationsstoffes allmählich die spirituelle Welt als Lichtwelt. Man schaut \nerlebend diese Lichtwelt des Geistigen. - Im weiteren Fortgang \ndieses Meditationsspruches soll man auch nicht bei den weiteren \nWorten: «Ich ruhe in der Gottheit der Welt» denken, daß man \ndas mit seinem gewöhnlichen Ich könne. Nicht dieses Ich des \nAlltags erlebt sich in der Gottheit der Welt, sondern das individuelle, das geistige Ich, das wir eben finden sollen durch die \nKraft dieses Spruches. Deshalb ist der Inhalt desselben so, daß \ner uns hinausführt aus der Welt der Illusion; denn wenn man \nnur hinausgeht in die physische Welt, da kann man wirklich an \nnichts erkennen, daß das Licht das Kleid der Gottheit ist und \ndaß wir suchen müssen hinter diesem Licht, in diesem Licht das \nWesen der Gottheit selber. Aus der physischen Welt sind solche \nGedanken nicht entnommen. Sie kommen aus der geistigen","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Hannover, 1911-12-31","site_heading":null,"date":"1911-12-31","location":null,"word_count":310,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-12-31/p006","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1911-12-31/p006"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1911-12-31/p006"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}