{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1912-01-07/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"uns die liebsten Menschen begegnen. Durch die Einsamkeit erschließen sich uns die Tore der geistigen Welt. Dadurch wird \nerst das rein geistige Leben bedingt. Aber auch die Einsamkeit \nnicht absichtlich aufsuchen und dadurch uns den Pflichten, die \nwir der Welt gegenüber haben, entziehen, ist damit gemeint, \nsondern vielmehr dieses Einsamkeitsgefühl in der Seele erwachen \nzu lassen und es nicht durch törichte Gedanken etc. zum \nSchweigen zu bringen. \nEine sehr große Forderung ist auch, nicht so oft die Übungen \nwechseln zu wollen. Am besten eine Übung ein ganzes Leben \ntun, aber richtig tun, und zwar so, daß in uns immer neue Impulse erweckt werden dadurch, daß wir uns immer mehr in die \nÜbung vertiefen. Zum Beispiel: \nIn den reinen Strahlen des Lichtes \nErglänzt die Gottheit der Welt ... \ndabei soll man sich nicht nur vorstellen ausstrahlende Lichtstrahlen, die das Göttliche symbolisieren, sondern die Kräfte der Göttlichkeit vorstellen, die von unserm Innern Besitz ergreifen, und \ndann in uns so vollkommene Dankbarkeit empfinden, die in das \nAll, den Kosmos hineingetragen werden soll - in dem Gefühl des \nDankens schwimmen und sich eins fühlen mit der Gottheit. Dieses Gefühl kann man oft nur sekundenlang festhalten, aber bei \nfortgesetzter Übung gelingt es einem sehr viel länger. \nOft wird man durch einen «klingenden» Ton wieder in die \nWirklichkeit zurückgerufen, aber diese Übung hinterläßt in \neinem das Gefühl des Gemeinsamen, das Sich-in-Gott-eins-Fühlen (mit der Menschheit), ganz im Gegensatz zu dem Einsamkeitsgefühl. \nSehr viel wird gesündigt durch Schwatzhaftigkeit. Das, was \nman aus seinen esoterischen Übungen preisgibt, ist verloren für \nden Schüler. Das sollte man sich klarmachen. Es bedeutet immer \neine Schwächung des Ätherleibes; Menschen mit schwachem \nÄtherleib sind immer schwatzhaft. Deshalb ist es für uns eine","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1912-01-07","site_heading":null,"date":"1912-01-07","location":null,"word_count":278,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-01-07/p003","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-01-07/p003"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1912-01-07/p003"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}