{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1912-04-24/p002","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Berlin, 24. April 1912 \nAufzeichnung Α \nIn der vorigen Stunde* wurde eine Imagination vor unsere Seele \ngestellt, die in ihrer Art Kräfte in uns auslöst, die uns eine Hilfe \nauf unserem okkulten Pfade sein können. \nHeute sollen zwei inspirierende Gedanken vor Ihre Seele treten, die in gleicher Weise wirksam sein können. Das ist das \nWesentliche solcher Gedanken, solcher Fragen, daß wir sie eine \nWeile lang in der Seele ruhen lassen, daß wir sie zu uns sprechen \nlassen, ohne daß wir daran rühren. \nExoterisch hat man sich genugsam mit diesen beiden Gedanken beschäftigt, freilich in ganz anderem Sinne, so daß sie die \nMenschen zu den unmöglichsten Kommentaren und Streitigkeiten geführt haben. Esoterisch gefaßt, sind sie eine Hilfe für \nden okkulten Schüler. \nDer erste dieser inspirierenden Gedanken ist «der mutterlose \nMensch» oder besser «das mutterlose Menschenwesen», das in \nder biblischen Urkunde als Adam bezeichnet wird. \nAlles, was uns entgegentritt an menschlichen Wesen, ist ohne \nMutter geboren nicht denkbar. Das einzige mutterlose Menschenwesen ist Adam; nur die Vaterkräfte waren in ihm wirksam. Natürlich dürfen wir uns ihn nicht physisch-sinnlich vor \ndie Seele stellen, denn die physischen Bedingungen von heute \nwaren ja damals nicht auf unserem Erdenplaneten vorhanden, als \nJahve den ersten Erdenmenschen in seinem Ätherleib schuf, und \nzwar schuf er ihn aus den Substanzen des Erdenplaneten, wie \ndies auch in der Bibel angedeutet ist. Diese Substanzen, diese \nErdenkräfte sind noch heute in jedem Menschen vorhanden, so \ndaß man also sagen kann: Jahve ist unser aller Vater - und der \nPlanet ist unser aller Mutter. \n* Am 22. März 1912.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1912-04-24","site_heading":null,"date":"1912-04-24","location":null,"word_count":256,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-04-24/p002","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-04-24/p002"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1912-04-24/p002"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}