{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1912-04-24/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"In dem Menschen wirken diese Kräfte beide, und zwar so, \ndaß zuerst die aufsteigenden Kräfte das Übergewicht haben. Das \ngeht bis ungefähr in das dreiunddreißigste oder fünfunddreißigste Lebensjahr; dann bekommen die absteigenden Kräfte das \nÜbergewicht. Das ist auch der Grund, warum Christus mit dreiunddreißig Jahren sterben mußte: in ihm wirkten die absteigenden Kräfte, diejenigen des Himmels, die ihn nicht länger auf \nErden halten konnten. In Adam waren die aufsteigenden Kräfte \n- natürlich nicht diese allein, ebenso wie in dem Menschen auch \nbeide Kräfte vorhanden sind, aber die einen über die anderen \nvorherrschen. So kommen in der Menschheitsentwicklung zuerst \ndie eine Art von Kräften, die aufsteigenden, zur Offenbarung in \nAdam, die Erdenkräfte, die ihm von dem göttlichen Vater gegeben werden - und dann die absteigenden in Christus, dem vaterlosen Menschen. Bis zu unserem dreiunddreißigsten Jahre tragen \nwir den Adam in uns; mit dreiunddreißig Jahren haben wir alles \nentwickelt, was die Erde uns mitgeben kann. Dann haben wir \nalles in uns, was später der Erde - oder dem Feuer - zurückgegeben wird. Was wir nach dieser Zeit noch entwickeln, das \ngeschieht durch die Christus-Kräfte, die mit der Zunahme des \nVerfalls immer stärker werden. \nDer Buddha-Gedanke ist es, den Zusammenhang mit der \nErde zerbrechen zu wollen, die himmlischen Kräfte in einer \naußerirdischen Sphäre suchen zu wollen. Der Christus-Gedanke \nist es, diese Kräfte hier auf Erden selber zu erleben. So können \nwir empfinden, daß Adam in uns sterben muß, auf daß Christus \nin uns leben kann. Das wird in anderer Art ausgedrückt durch \nunseren Spruch: \nEx Deo nascimur \nIn Christo morimur \nPer Spiritum Sanctum reviviscimus","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1912-04-24","site_heading":null,"date":"1912-04-24","location":null,"word_count":261,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-04-24/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-04-24/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1912-04-24/p007"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}