{"corpus":"steiner","locus":"GA 266b/1912-04-24/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"* \n* * \nAufzeichnung C \nZwei Gedanken können außer der letzten Übung oder im Verein mit ihr den Esoteriker weiterbringen: Das ist der Gedanke \nvom mutterlosen Adam, der vom göttlichen Vaterprinzip, von \nJahve geschaffen worden ist. Denn Kräfte, die die aufsteigenden \nKräfte sind, die Kräfte, die im physischen Leibe wirken aus den \nErdenkräften heraus, die bekommt der Mensch auf dem Umwege durch den väterlichen Anteil an seiner Leiblichkeit; sie wirken bis zur Mitte seines Lebens, indem sie seinen Leib aufbauen, \nungefähr bis zum fünfunddreißigsten Jahr. Hätte der Mensch \nnur diese Kräfte, er würde nie die Erde im Tode verlassen. Die \nanderen Kräfte, die der Mensch durch die Mutter bekommt, \nkommen aus der geistig-seelischen Welt, aus dem Kosmos und \nsind die zerstörenden Kräfte; diese würden, wenn sie allein \nwirkten, überhaupt den Menschen nicht durch die Geburt auf \ndie Erde kommen lassen. Dies ist der vaterlose Christus. Diese \nKräfte flossen vor unserer Zeitrechnung noch nicht in den Menschen ein, sie wirkten nur in der Zeit zwischen Tod und neuer \nGeburt auf den Menschen, waren auf Erden nur in den drei \nunteren Reichen der Natur da. Das wußten die Ägypter, daß die \nIsis-Kräfte wohl zu finden waren im Mineral-, Pflanzen- und \nTierreich; dort konnte man sie finden, aber nicht im Menschen \nzwischen Geburt und Tod. Darum der tiefe Sinn der Tiergottheiten der Ägypter. Zum ersten Mal flossen diese Kräfte durch \ndie Jungfrau Sophia-Maria in den Jesus von Nazareth ein. Darum mußte Jesus Christus sterben, als er dreiunddreißig Jahre alt \nwar, da die zerstörenden Kräfte anfingen zu wirken, weil die \nAdam-Kräfte in so geringem Maße in ihm waren und die \nChristus-Kräfte so stark, daß er nicht länger auf der Erde bleiben konnte. Aus Gott durch die Adamkräfte sind wir geboren, \nin Christo sterben wir und durch den Heiligen Geist hoffen wir \neinst wiedergeboren zu werden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1912-04-24","site_heading":null,"date":"1912-04-24","location":null,"word_count":301,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-04-24/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266b/1912-04-24/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266b/1912-04-24/p008"}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern","evidence_translation":"Participants' records written from memory","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}