{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1913-03-16/p002-p003","extent":"range","passage_number":2,"through":3,"paragraph_count":2,"first_locus":"GA 266c/1913-03-16/p002","last_locus":"GA 266c/1913-03-16/p003","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1913-03-16","date":"1913-03-16","location":null,"alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."},"site_heading":null,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-03-16/p002-p003","json_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-03-16/p002-p003.json","lecture_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-03-16#p002","word_count":940,"quote_safe":true,"passages":[{"passage_number":2,"locus":"GA 266c/1913-03-16/p002","text":"Berlin, 16. März 1913 \nAufzeichnung Α \nZuerst wurde gesprochen über Oda Waller, daß sie in kurzer \nZeit so innig verbunden war mit unserer Bewegung, weil sie \neiner der Geister war, die, selbst eigentlich zu einer späteren \nZeit gehörend, sich so ganz verwandt gefühlt hat mit unserer \nBewegung, die auch eigentlich etwas ist, was erst in späterer Zeit \nzu seinem Recht kommen kann; daß der Doktor die Totenfeier \nhat halten können und diese ganz eingestimmt war auf die Worte: «Wir werden ihr treu bleiben, wie sie uns treu war.» \nEine der Redensarten im gewöhnlichen Leben, die eigentlich \nganz Maja sind, ist: «Ich denke», «Ich fühle», «Ich will». Nur \nwenn wir sagen «Ich bin», sagen wir etwas Wahres. Was unsere \nGedanken betrifft, können wir oft bemerken, wie sie sich von \nallen Seiten uns aufdrängen, wenn wir sie eigentlich ausschließen \nwollen. Das beweist, daß wir nicht selbst denken, sondern daß \nin uns gedacht wird. Wenn nun die fortschreitenden, guten Götter allein in uns gewirkt hätten, wären wir nie zu der Illusion \ngekommen, uns einzubilden, daß wir denken. Wir würden des \nNachts, anstatt in tiefen, traumlosen Schlaf zu fallen, eine große \nImagination unserer Gedanken und Vorstellungen um uns herum gesehen haben, aber ganz durchdrungen von dem Leben, \nvon der Substanz der höheren Wesen. Wir würden uns dann \ndaran tagsüber erinnern und immer wissen, daß in unseren Gedanken eigentlich das Leben der höheren Wesen ist. Aber nun \nhat Luzifer gewirkt und sich ganz in unser Gedankenleben hineinverwoben. Wenn nun des Nachts die Imagination auftreten \nwürde, würden wir daran sehen, wie beinahe unser ganzes Gedankenleben luziferisch geworden ist. Und tagsüber würden wir \nes als etwas Schreckliches andauernd empfinden: Luzifer denkt \nin mir. Um die Menschen davor zu beschützen, kommt nun des \nNachts der unbewußte Schlaf über uns, und wir leben in der","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":296,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-03-16/p002"},{"passage_number":3,"locus":"GA 266c/1913-03-16/p003","text":"Maja-Idee, daß wir selbst denken. Aber als Esoteriker müssen \nwir doch lernen, der Wahrheit in die Augen zu sehen; und die \nKraft, den Gedanken zu ertragen, daß Luzifer in uns denkt, bekommen wir, wenn wir stets mit Frömmigkeit, ganz durchdrungen mit Frömmigkeit, den mantrischen Satz meditieren: Es \ndenkt mich. \nEinfacher als in unserem Gedankenleben ist in unserem Gefühlsleben die Tatsache zu erkennen, daß wir nicht selbst Herrscher in unserem Gefühlsleben sind. Gefühle stürmen in uns auf, \nund wir können sie oft sehr wenig selbst beherrschen. Wäre \nauch hierin unsere Entwicklung nur mit den fortschreitenden \nMächten in Verbindung geblieben, dann würden wir nachts in \nImaginationen gesehen haben, wie unsere Gefühle von derselben \nSubstanz sind, wie das, was als Leben das große Lebensreich der \nNatur durchwebt. Wir würden die ätherischen Urbilder der \nPflanzen sehen (ganz verschieden von den physischen Pflanzen), \nund wir würden wissen, daß das, was da das ätherische Lebensreich durchpulst, auch in unseren Gefühlen ist. Daran würden \nwir uns tagsüber erinnern, wenn wir die äußere Natur anschauten. Aber jetzt hat Ahriman in das alles hineingewirkt. Und so \nkönnen wir sagen, daß in günstigen Fällen in unseren Gefühlen \nvielleicht zu zwei Dritteln, aber meistens eher zu drei Vierteln \nAhriman lebt und nur zu einem ganz kleinen Teil die guten \nGötter. Und das würden wir des Nachts in der Imagination sehen, weil wir bewußt blieben, und tagsüber, wenn wir die Natur \nda draußen anschauten, würden wir wissen, daß in unseren Gefühlen, die mit dem Weben im Lebensreich verwandt sind, Ahriman lebt. Und furchtbar würden wir das empfinden: Ahriman \nfühlt in uns. Wiederum um Kraft zu bekommen, diese Wahrheit \nzu ertragen, müssen wir in intensiver Dankbarkeit gegenüber \nden guten Göttern, die uns doch noch nicht ganz verlassen \nhaben, den Satz meditieren: Es webt mich. \nAuch was unsere Willensimpulse betrifft, ist es mehr als deutlich, daß beinahe immer unser Wille bestimmt wird durch \nUrsachen außer uns, daß die Anziehungen und Anregungen der \nAußenwelt uns treiben zu unseren Handlungen. Auch hier, \nwenn Luzifer und Ahriman nicht eingegriffen hätten, würden \nwir des Nachts gesehen haben das Wirken der geistigen Wesen, \nund wir würden uns eins damit gefühlt haben. Und tagsüber \nwürden wir auch nichts anderes gekannt haben als zu wirken in \nÜbereinstimmung mit dem, was durch die geistigen Wesen, die \nguten Götter, gewollt wird. Unser Wille würde der Wille der \ngeistigen Welt sein. Aber jetzt hat auch hierein Ahrimans Einfluß gewirkt, und auch das sollten wir sehen und tagsüber wissen, und die Kraft, um dies zu tragen, bekommen wir dadurch, \ndaß wir in tiefer Ehrfurcht und Verehrung für die hohen geistigen Wesen meditieren: Es wirkt mich. \nSo sehen wir, daß das oben erwähnte «ich denke, ich fühle, \nich will» eigentlich als Maja in unserem gewöhnlichen Leben \nuns gegeben ist, da wir nicht imstande sind, die Wahrheit zu \nertragen. Und die Meditation des Mantrams: Es denkt mich - Es \nweht mich - Es wirkt mich kann durch sich selbst bereits, ohne \nandere Meditationen, den Menschen einen gewaltigen Ruck vorwärts bringen in die geistige Welt. \nAuch das folgende über die Buchstaben ist in diesen Mantrams von Gewicht. Es denkt mich = e e i ist das Sich-Nähern \nan ein anderes Wesen in Scheu und Ehrfurcht, i, das ist Eins-Werden mit diesem Wesen, welchem wir uns nähern. Das d \n(Tau) deutet jedoch an ein Sich-noch-abgeschieden-Fühlen in \nEhrfurcht. \nIn Es weht mich haben wir dieselben Vokale e e i, aber statt \ndem d das w, ein viel intimeres Sich-Nähern. Man webt und \nwogt ganz in das andere Wesen hinüber, das Wellige des w trägt \nuns von selbst herüber. \nIn Es wirkt mich ist alles völlig umgekehrt: e i i. Man ist ganz \nin dem anderen Wesen, wirkt von da aus, man ist damit ganz \neins geworden. \nAuch die zehn Worte des Rosenkreuzerspruches sind so geordnet, daß die Buchstaben von Bedeutung sind. In Ex Deo nascimur haben wir die Stimmung, die wir beim Aufwachen fühlen","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":644,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-03-16/p003"}],"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":7,"passage_count":7,"word_count":2441},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":41,"passage_count":41,"word_count":2557,"completeness":{"ratio":1.05,"band":"comparable","note":null}}],"aligned_witness":{"status":"not_aligned","lang":"en","note":"No paragraph alignment is recorded for this unit, so the counterpart of this span in the other language is not established. The paragraph of the same number there is not necessarily the same text: fetch that unit and read it."}}