Esoterische Stunde
Zwar sind wir durch die Rückschau, die wir alle Abend anstellen, schon darauf hingelenkt; aber mit dem physischen Bewußtsein ist der Mensch doch nicht fähig, so klar zu erkennen. Diese aus der Tiefe auftauchenden Wesen bringen uns auch dazu, deutlich zu sehen, was Gewohnheitsfehler und falsches Denken in uns hervorbringen. Die Wesenheiten, die uns in bläulich-violettem Licht erscheinen und uns unsere Fehler zur Anschauung bringen, gehören den Angeloi an, während die oberen, die rötlich-gelben Lichtgestalten, die ihm gleich der strafenden Gerechtigkeit sein Urteil sprechen, den Archangeloi angehören. Diese Erlebnisse können auch in anderer Weise an den Menschen herantreten, nämlich durch Klänge, Töne. Das ist dann noch viel schauriger, noch viel schwerer zu ertragen, wenn ihm auf diese Weise sein Urteil mit Donnerstimme von dem Erzengel verkündet wird. Aber wenn der Mensch bis zu dieser Stunde gekommen ist, die eintritt, nachdem er die Erscheinung mit dem Hüter der Schwelle gehabt hat, dann muß er sich eben das Erschauern (Furcht) abgewöhnt haben.
Cite:
GA 266c/1913-03-21/p007 · edition original