Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Stuttgart, 1913-05-18

GA 266c/1913-05-18/p005 ·1913-05-18 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners» (Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

in der Menschheitsgeschichte bis in die fernen Zeiten der Ägypter und Perser, so sehen wir, wie überall die Menschen durch ihr Denken vorwärtskommen. Zu allen Fortschritten der Entwicklung hat der Mensch selbst beitragen müssen durch sein Denken, dadurch, daß er als verständiges Wesen auf der Erde lebte. Aber diese Kräfte kommen nicht aus dem Menschen selbst. Das könnte nur eine materialistische Wissenschaft glauben, welche den Menschen so gern ihre Phantasmen aufreden möchte. Aber auch vom Monde kommen diese Kräfte nicht. Sie kommen aus Regionen, die über die Mondenbahn hinausreichen, und wir müssen sie uns in unserem Zeichen darstellen durch einen zweiten Kreis, und auch das finden wir in unserem Kosmos von den Göttern hingestellt. Dieser zweite Kreis ist die scheinbare Bahn des Merkur (heutige Venus). In den geistigen Kräften, welche ihren physischen Ausdruck in dem Merkur finden, müssen wir das sehen, was den Menschen den Verstand verleiht. Das muß der Esoteriker verstehen lernen. Während wir im gewöhnlichen Leben den Mond und den Merkur nur äußerlich anglotzen, soll er nicht bloß versuchen, diesen Merkur mit dem Verstände zu erfassen, sondern in ihm das äußere Zeichen für die geistigen Kräfte sehen, durch welche den Menschen der Verstand gegeben wird. Er soll hinaufschauen zu den Planeten mit einem Gefühl der Ehrfurcht und Dankbarkeit. Würden die Kräfte des Merkur aufhören, so würden die Menschen zwar Bewußtsein auf der Erde haben, aber sie würden ohne Verstand sein. Aber auch dieses ist noch nicht alles. Es müssen noch andere Kräfte hinzukommen, um das Leben und die Entwicklung des Menschen hervorzubringen. Hätte nur der Verstand gewirkt

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/266c/1913-05-18/p005.json
Cite: GA 266c/1913-05-18/p005 · edition original