Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Kristiania, 1913-10-06
Ich, statt nur seine Wirkungen, auf den physischen Plan tragen. Man muß bei der Imagination nicht stehenbleiben, sondern sie lesen lernen. Ahriman hat in der physischen Welt überall da Einfluß, wo man nur die physisch-sinnliche Welt anerkennt. Und der Zustand, in dem da der physische und der Ätherleib ist, zeigt sich genau dem Hellseher; es ist der Zustand, wie er sonst ist bei Menschen, die Furcht empfinden. Ahriman täuscht uns im Schauen, daher muß das Lesen zum Schauen kommen. Luzifer verführt uns, in uns den Gott zu suchen, sich für den Herrgott zu halten. Schützen können wir uns davor durch Demut und Bescheidenheit. Zweierlei muß der Esoteriker lernen: 1. Die Meditation in Treue machen 2. Geduld haben. In der elementarischen Welt ist auch Ahriman der Versucher. Die Schauungen der elementarischen Welt soll man deshalb nicht erzählen so: «Ich fühle mich in einer Welt von Wärme etc., nichts Festes ist da, Flüsse etc.»; nein, so soll man es nicht sagen; lesen lernen soll man dies, und sagen kann man dann, das ist die alte Saturnentwickelung. Jedes Wesen hat seine Welt, in der es sein Ich erleben muß. Der Engel verhüllt sein Antlitz vor der Menschwerdung. Die Engel erleben ihr Ich in der elementarischen Welt. Die Erzengel erleben ihr Ich in der astralischen Welt, aber ihre Wirkungen reichen auf die physische Welt herunter. Das Blut symbolisiert das Ich des Menschen. Wer nicht Blut sehen kann bei sich oder bei anderen, der kann sein Ich nicht ertragen; nicht einmal im Symbolum, im Ausdruck kann dieser Mensch sein Ich ertragen; der Betreffende fällt in Ohnmacht, wenn er Blut sieht. Sein «Ich», kennt der Mensch es? Nein, überhaupt noch nicht ertragen kann der Mensch heute sein Ich. Der Mensch betäubt sich und will das nicht durchmachen. Er will sein Ich nicht kennenlernen. Wenn wir das Rosenkreuz als Imagination erleben, so müssen wir das lesen lernen, dürfen bei dem Bilde, das schwarze Holz
Cite:
GA 266c/1913-10-06/p004 · edition original