{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1913-10-11","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-10-11","ga":"266c","lecture":"1913-10-11","lecture_number":null,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Bergen, 1913-10-11","site_heading":null,"date":"1913-10-11","location":null,"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"passage_count":5,"word_count":886,"translation_credit":null,"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":5,"passage_count":5,"word_count":886},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":16,"passage_count":16,"word_count":842,"completeness":{"ratio":0.95,"band":"comparable","note":null}}],"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."},"passages":[{"locus":"GA 266c/1913-10-11/p001","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-10-11/p001","passage_number":1,"word_count":6,"text":"## GA 266/3 — 1913-10-11, Bergen"},{"locus":"GA 266c/1913-10-11/p002","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-10-11/p002","passage_number":2,"word_count":306,"text":"Bergen, 11. Oktober 1913 \nAufzeichnung Α \nEs ist immer wiederum von neuem notwendig, ein Bild zu geben von demjenigen, was in der Meditation zu geschehen hat \nund wie man sich dabei zu benehmen hat. \nWenn man sich zum Meditieren hinsetzt, soll man dafür sorgen, daß es um einen herum im Zimmer nicht zu warm und \nauch nicht zu kalt ist, damit man so wenig wie möglich Hindernisse von dem physischen Leibe her empfindet. Das erste, was \nauftreten wird, ist eine Art von innerer Unruhe, als ob es in \nunserem Blute stechen und krabbeln würde, so daß man sich \ndadurch abgelenkt fühlt; ja, es kann sogar bis zu einem Rauschen des Blutes werden. Es werden nun vielleicht diejenigen, \ndie solches nicht erlebt haben, meinen können, daß sie deshalb \nbesser meditieren. Das ist aber nicht der Fall, denn dieses \nStechen im Blute muß schließlich ein jeder mehr oder weniger \nerfahren, und es ist gerade ein Beweis dafür, daß man auf dem \nrichtigen Wege ist, denn dadurch wird uns etwas zum Bewußtsein gebracht, das man im gewöhnlichen Leben immer gerne \nübersieht. Durch das Stechen und Prickeln des Blutes kommt \nuns nämlich der Egoismus zum Bewußtsein, mit dem wir noch \nbehaftet sind und der uns daran hindert, in die geistige Welt \nhineinzugelangen. Das wird uns zunächst verhindern, die nötige \nRuhe zu erwerben, aber bei einem kräftigen Fortsetzen der \nMeditation wird man es so weit bringen, daß dieses Prickeln, \nwährend es vorhanden ist, uns nicht mehr stören kann. \nEin zweites Hindernis, das sich bei der Meditation auftut, ist \neine Art von Atemnot. Während man vorher den Atem regelmäßig verlaufend fühlte, kommt ein Moment, in dem man so \nfühlt, als ob der Atem stocken würde, als ob man im Halse eine \nVerdickung oder Beklemmung haben würde, die uns den Atem \nnimmt. Auch das ist etwas, was wohl ein jeder erleben wird, der"},{"locus":"GA 266c/1913-10-11/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-10-11/p003","passage_number":3,"word_count":315,"text":"zu meditieren versucht, und das uns hinweisen soll auf einen \nMangel an Wahrheitssinn, auf die Lügenhaftigkeit, die noch in \nuns steckt. \nEin Drittes ist, daß man sich während der Meditation plötzlich sehr schwach fühlen kann und der Schweiß einem ausbricht. \nDas ist das Hindernis, das der physische Leib dem Ätherleib in \nden Weg legt, so daß der Ätherleib sich nicht weiten kann, wie \nes bei der Meditation sein soll. Das kommt insbesondere bei \nsolchen Menschen vor, die sich esoterisch entwickeln wollen \nund die zu viel Nahrung zu sich nehmen. Und wenn es dann \nwirklich gelingt, daß der Ätherleib sich vom physischen Leib \nlockert, dann hat er gleichsam wie eine dichte Mauer vor sich, \ndurch die der Mensch nicht hindurchschauen kann, und die weiteren Versuche, etwas von geistigem Licht oder geistige Wesen \nzu schauen, sind fruchtlos. \nEin Viertes, was geschehen kann, ist, daß man sich sehr angenehm und leicht fühlt und wie in einer Art Traumzustand sich \nbefindet. Wenn das geschieht, so ist es, um uns darauf hinzuweisen, daß es uns an der Neigung mangelt, uns sozial zu den \nMenschen zu stellen, und daß wir mehr dazu neigen, auf dem \nphysischen Plan ein Traumleben zu führen. \nAls Mittel gegen den Egoismus - der so stark auftreten kann, \ndaß man eine große Beunruhigung dadurch erlebt - ist zu empfehlen das Lesen und In-uns-wirken-Lassen des Vaterunsers \noder der Bergpredigt oder des Anfangs des Johannes-Evangeliums. Das wird uns zeitweise Ruhe verschaffen. Auch dasjenige, was in diesen Tagen als das «Fünfte Evangelium» gegeben \nwurde, ist dazu angetan, eine weitere Zunahme des Egoismus zu \nverhüten. \nJe ernsthafter wir uns als Esoteriker entwickeln, desto mehr \nsollen wir eine Hingabe in uns pflegen, eine Devotion, die von \nunserer Seele den höheren Wesenheiten entgegengebracht werden soll, zum Beispiel den Engeln. Diese brauchen unser esoterisches Streben und das Studium der Theosophie als eine Nahrung \nfür sich selber. Und nach dem Maße, wie Theosophie in uns"},{"locus":"GA 266c/1913-10-11/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-10-11/p004","passage_number":4,"word_count":257,"text":"hineindringt und wir sie zu einem Teile unseres eigenen Wesens \nmachen, in dem Maße können die Erzengel sie gebrauchen zur \nweiteren Entwicklung der einzelnen Völker und so zu ihrer \neigenen Entwicklung. \nAufzeichnung Β \nWas tut die Seele, wenn sie meditiert? Sie wird ganz eins mit \ndem Meditationsinhalt. Hindernisse, die dabei auftreten, sind die \nGedanken und die Sorgen des Lebens, die die Seele nicht bannen \nkann. Dann tritt ferner auf: \n1. ein Prickeln, Stechen oder Brausen im Blut während der \nMeditation. Das zeigt an den Egoismus, den wir in uns haben, \nund wir sollen uns daran prüfen, wo die Impulse des Egoismus \nbei uns liegen. Wer da sagen wollte: ich bin froh, bei mir tritt \nbei der Meditation kein Stechen, kein Prickeln, auch kein Brausen auf, - wer das sagt, der hat wohl überhaupt noch nicht tief \nmeditiert. \n2. Das Auftreten eines Würgens im Hals während der Meditation; das ist unsere Unwahrhaftigkeit, dieser Würgengel. Der \nAtem wird gespürt, geht bis zur Beklemmung. \n3. Wir erleben während der Meditation außer unserem Leibe \neine aus Träumen, aus Traumesstoff gewobene Form unseres \nphysischen Leibes. Das ist das, was aufnimmt das, was zu dem \nphysischen Leib dann wird, das, was nicht mit uns begraben \nwird, das Phantom. \nWenn sowohl das Blut als auch der Atem überwunden sind \nund wenn dann doch weitermeditiert wird, dann kann es geschehen, daß der Ätherleib bei der Meditation heraus will und, \nwegen der unreinen Kräfte in uns, unter starkem Schweiß wie \nherausgepreßt wird. Und dann sieht man den physischen Leib \nwie eine aus feiner Materie gewobene Form."},{"locus":"GA 266c/1913-10-11/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-10-11/p005","passage_number":5,"word_count":2,"text":"ESOTERISCHE STUNDE"}]}