Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Bergen, 1913-10-11

GA 266c/1913-10-11/p002 ·1913-10-11 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners» (Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Bergen, 11. Oktober 1913 Aufzeichnung Α Es ist immer wiederum von neuem notwendig, ein Bild zu geben von demjenigen, was in der Meditation zu geschehen hat und wie man sich dabei zu benehmen hat. Wenn man sich zum Meditieren hinsetzt, soll man dafür sorgen, daß es um einen herum im Zimmer nicht zu warm und auch nicht zu kalt ist, damit man so wenig wie möglich Hindernisse von dem physischen Leibe her empfindet. Das erste, was auftreten wird, ist eine Art von innerer Unruhe, als ob es in unserem Blute stechen und krabbeln würde, so daß man sich dadurch abgelenkt fühlt; ja, es kann sogar bis zu einem Rauschen des Blutes werden. Es werden nun vielleicht diejenigen, die solches nicht erlebt haben, meinen können, daß sie deshalb besser meditieren. Das ist aber nicht der Fall, denn dieses Stechen im Blute muß schließlich ein jeder mehr oder weniger erfahren, und es ist gerade ein Beweis dafür, daß man auf dem richtigen Wege ist, denn dadurch wird uns etwas zum Bewußtsein gebracht, das man im gewöhnlichen Leben immer gerne übersieht. Durch das Stechen und Prickeln des Blutes kommt uns nämlich der Egoismus zum Bewußtsein, mit dem wir noch behaftet sind und der uns daran hindert, in die geistige Welt hineinzugelangen. Das wird uns zunächst verhindern, die nötige Ruhe zu erwerben, aber bei einem kräftigen Fortsetzen der Meditation wird man es so weit bringen, daß dieses Prickeln, während es vorhanden ist, uns nicht mehr stören kann. Ein zweites Hindernis, das sich bei der Meditation auftut, ist eine Art von Atemnot. Während man vorher den Atem regelmäßig verlaufend fühlte, kommt ein Moment, in dem man so fühlt, als ob der Atem stocken würde, als ob man im Halse eine Verdickung oder Beklemmung haben würde, die uns den Atem nimmt. Auch das ist etwas, was wohl ein jeder erleben wird, der

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/266c/1913-10-11/p002.json
Cite: GA 266c/1913-10-11/p002 · edition original