Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Bergen, 1913-10-11

GA 266c/1913-10-11/p003 ·1913-10-11 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners» (Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

zu meditieren versucht, und das uns hinweisen soll auf einen Mangel an Wahrheitssinn, auf die Lügenhaftigkeit, die noch in uns steckt. Ein Drittes ist, daß man sich während der Meditation plötzlich sehr schwach fühlen kann und der Schweiß einem ausbricht. Das ist das Hindernis, das der physische Leib dem Ätherleib in den Weg legt, so daß der Ätherleib sich nicht weiten kann, wie es bei der Meditation sein soll. Das kommt insbesondere bei solchen Menschen vor, die sich esoterisch entwickeln wollen und die zu viel Nahrung zu sich nehmen. Und wenn es dann wirklich gelingt, daß der Ätherleib sich vom physischen Leib lockert, dann hat er gleichsam wie eine dichte Mauer vor sich, durch die der Mensch nicht hindurchschauen kann, und die weiteren Versuche, etwas von geistigem Licht oder geistige Wesen zu schauen, sind fruchtlos. Ein Viertes, was geschehen kann, ist, daß man sich sehr angenehm und leicht fühlt und wie in einer Art Traumzustand sich befindet. Wenn das geschieht, so ist es, um uns darauf hinzuweisen, daß es uns an der Neigung mangelt, uns sozial zu den Menschen zu stellen, und daß wir mehr dazu neigen, auf dem physischen Plan ein Traumleben zu führen. Als Mittel gegen den Egoismus - der so stark auftreten kann, daß man eine große Beunruhigung dadurch erlebt - ist zu empfehlen das Lesen und In-uns-wirken-Lassen des Vaterunsers oder der Bergpredigt oder des Anfangs des Johannes-Evangeliums. Das wird uns zeitweise Ruhe verschaffen. Auch dasjenige, was in diesen Tagen als das «Fünfte Evangelium» gegeben wurde, ist dazu angetan, eine weitere Zunahme des Egoismus zu verhüten. Je ernsthafter wir uns als Esoteriker entwickeln, desto mehr sollen wir eine Hingabe in uns pflegen, eine Devotion, die von unserer Seele den höheren Wesenheiten entgegengebracht werden soll, zum Beispiel den Engeln. Diese brauchen unser esoterisches Streben und das Studium der Theosophie als eine Nahrung für sich selber. Und nach dem Maße, wie Theosophie in uns

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