{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1913-12-30/p003-p004","extent":"range","passage_number":3,"through":4,"paragraph_count":2,"first_locus":"GA 266c/1913-12-30/p003","last_locus":"GA 266c/1913-12-30/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Leipzig, 1913-12-30","date":"1913-12-30","location":null,"alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."},"site_heading":null,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30/p003-p004","json_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30/p003-p004.json","lecture_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30#p003","word_count":671,"quote_safe":true,"passages":[{"passage_number":3,"locus":"GA 266c/1913-12-30/p003","text":"sehr wohl, aber sie befolgten eine Regel, die noch heute von vielen befolgt wird, ja, die ein Grundsatz aller Erkenntnistheorie \ngeworden ist. Sie sagten: Das Denken, Fühlen, Wollen ohne \nIntentionen zu erreichen, ist sehr schwierig; was schwierig ist, \nist für den Menschen unmöglich. So kamen alle jene Ideen über \ndas Begrenztsein des Erkenntnisvermögens in die Philosophie. \nNatürlich ist es für den Esoteriker nicht leicht, bei der Meditation jeden Denk-, Gefühls-, Willensinhalt aus seiner Seele zu \nentfernen und nur die Kräfte selbst zu entwickeln. Nur durch \nstetige, angestrengte Meditation wird er dahin gelangen. Im \nGrunde befindet sich der Meditant ja in derselben Lage wie der \nschlafende Mensch, nur daß er sein Bewußtsein aufrecht erhält. \nWas geschieht denn im Schlaf? Astralleib und Ich verlassen \nden Körper, und auf der Ruhestätte liegen bleiben der physische \nund ätherische Leib, das heißt, wie ich schon öfters erwähnt \nhabe, es ist das nur bis zu einem gewissen Grade richtig. Wie \ndie Sonne nur für einen Teil des Erdballs untergeht, um für die \nandere Hälfte neu zu erstehen, so ruht auch nur der eine Teil \ndes physischen Leibes. In dem anderen Teile beginnt die Sonne \ndes Astralleibes und des Ich ihre Tätigkeit zu entfalten. \nDenn aus dem Nerven- und Blutsystem sind während des \nSchlafes Astralleib und Ich zwar herausgezogen, aber in das übrige physische System - Sinnes- und Drüsenorgane - beginnen \nsie mit ihren Kräften während des Schlafes hineinzuarbeiten. An \neinem Vergleich werden Sie das ersehen. Wer wäre nicht schon \neingeschlafen in einem nicht genügend geheizten Zimmer und \nmangelhaft vorbereitet für den Schlaf und hätte dann beim Aufwachen das unangenehme Gefühl gehabt, daß sein Körper abgekühlt sei. Der Grund dafür ist, daß während des Schlafes Astralleib und Ich nicht in ihm sind, wenigstens nicht im Blut- und \nNervensystem. Dagegen durchziehen sie auch im Schlafe die \nDrüsen- und die Sinnesorgane. Denken wir zum Beispiel an ein \nLeckermaul. Bei ihm sind die Drüsenorgane natürlich anders \nausgebildet, weil er die Gier nach guten Speisen noch nicht \nüberwunden hat. Wir müssen bedenken, daß dadurch, daß bei","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":335,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30/p003"},{"passage_number":4,"locus":"GA 266c/1913-12-30/p004","text":"der Meditation die Organe sich selbst überlassen sind, Astralleib \nund Ich herausgehen, wenn sie sich verselbständigen. \nNicht anders ist es bei den Sinnesorganen. Es wird paradox \nerscheinen, daß die Sinne am meisten wachen, wenn der Mensch \nschläft. Dennoch ist es so. Nehmen wir zum Beispiel das Auge. \nWährend in der Nacht unsere Augen geschlossen sind, arbeiten \ndie Kräfte des Ich und Astralleibes hinein. Dagegen wenn wir \nwachen am Tage, so schlafen eigentlich die Augen. Täten sie das \nnicht, so würde der Mensch sie nicht gebrauchen können. Es ist \neben so, daß auf der Halbkugel des Sinnes- und Drüsensystems \ndie Sonne des Astralleibes und des Ich in der Nacht aufgeht. \nDer, der im Schlafe bewußt aufwacht, kann erleben das Licht, \ndas an den Augen arbeitet, das Aufbauen der Sinne, das am Tage \naufhören muß, damit der Mensch sehen kann. \nEin solcher Mensch kann, wenn die Linse sich ausdehnt und \nwieder zusammenzieht, im Gesichtsfelde das Bild eines Engels \nhaben, das auf ihn zuschwebt. Könnte er seinen Blick erweitern, \nso würde er, aus sich herausprojiziert, einen Engel sehen im \nKampfe mit einem Dämon. Diese Imagination entsteht, weil im \nSchlafe das Blut beschäftigt ist, das Auge zu versorgen. Denn \nGötter, Erzengel haben durch Göttergenerationen hindurch an \ndem menschlichen Auge gearbeitet. Wenn man sich das klarmacht, so wird man auch empfinden, wie unheilig die moderne \nPhysiologie die Sonde hineinsenkt in das, was in Jahrmillionen \nvon Hierarchien göttlicher Wesenheiten geschaffen wurde. \nWenn sich der Meditant so von außen anschaut, kann er das \nGefühl bekommen von einem Raum, der nur von Wärme erfüllt \nist, wie eine Art Backofen. Was darin lebt, ist das, was lebt und \nwebt im Menschenseelenleben als Eigenes. Wir wissen, daß es \nvier Arten von Äther gibt: den Wärme-, Licht-, chemischen und \nLebensäther, Die Wärme, die nicht nur eine Bewegung der Moleküle ist, wie die Physiker meinen, sondern die erste der vier \nÄtherarten, die Wärme, die der Mensch hat als Eigenwärme, \nrührt nicht bloß von physikalischen und chemischen Prozessen \nher, sondern sie rührt - wenigstens beim Menschen ist es so,","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":336,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30/p004"}],"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":11,"passage_count":11,"word_count":4512},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":50,"passage_count":50,"word_count":4619,"completeness":{"ratio":1.02,"band":"comparable","note":null}}],"aligned_witness":{"status":"not_aligned","lang":"en","note":"No paragraph alignment is recorded for this unit, so the counterpart of this span in the other language is not established. 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