{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1913-12-30/p006-p011","extent":"range","passage_number":6,"through":11,"paragraph_count":6,"first_locus":"GA 266c/1913-12-30/p006","last_locus":"GA 266c/1913-12-30/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Leipzig, 1913-12-30","date":"1913-12-30","location":null,"alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). 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Aber außer der Eigenwärme des \nMenschen, die luziferisch ist, gibt es auch noch die Wärme, die \nihn von außen bestrahlen kann, die er aber zuerst in der Meditation als Kälte empfinden wird. Es ist ein gutes Zeichen, in der \nMeditation angehaucht sich zu fühlen von der Kälte, die Wärme \nist der geistigen Welten. An diese Kälte hingegeben, fühlen wir \nunsere Eigenwärme wie eine Sphäre um uns und in uns. Wir \ngehen wie durch einen feurigen Ofen, in dem alles verbrannt \nwird, was luziferisch an uns ist und doch wird dies Feuer des \ngöttlichen Zornes - das eigentlich Liebe ist - als uns anhauchende Kälte empfunden. Hat man die Erkenntnis dieses Vorganges \nsich errungen, dann kommt man dazu, sich zu sagen: Gott sei \nDank, daß ich gepeinigt, gequält werde, den göttlichen Zorn zu \nerfahren, der an mir verbrennt, was nicht mehr in mir sein soll! \nDann kommt zu uns die Wärme von außen, die zuerst als \nKälte empfunden wird, und diese kommt mit Licht, das zwar \nauch von Luzifer ist, aber von der guten Seite des Luzifer. \n(Licht, das in den Menschen einströmt, gibt dem Menschen Erkenntnis - Luzifer. Der Quell dieses Lichtes ist Jehova, der im \nkosmischen Weisheits-Wasser lebt.) Die Geister der guten Hierarchien bedienen sich dann Luzifers, um dieses Licht in uns hineinzustrahlen. (Luzifer = Licht - Erkenntnis. Wärme - Christus, \nLiebe. Erst müssen wir erkennen - als Höchstes den Christus, \ndann ihn erleben, indem er selber in uns einstrahlt als Liebeleben. Es ist Christus versus Luzifer.) \nIn dieser Weise können wir zu einem Seelenleben kommen, \ndas nicht intentioneil ist, zu einer geistigen Welt, die nicht bloß \neine Fortsetzung ist von der physischen, sondern eine ganz andere Welt. Für alles das kann uns ein Symbol sein das Rosenkreuz. \nOft sagen die Menschen: Das Rosenkreuz bleibt nur ein Symbol für mich! Das ist aber ihre eigene Schuld. In der «Geheimwissenschaft» sind schon angegeben die Gefühle und Empfindungen, mit denen der Mensch sich durchdringen soll, damit \nihm das Rosenkreuz nicht bloß Symbol, sondern lebendige \nKraft wird. Das heute Gesagte können wir auch so in ein Gefühl umwandeln: Aus Gott sind wir geboren [Ex Deo nascimur\\. \nDa sich aber Luzifer mit der Schöpfung vermischt hat, muß \ndas Holz des Kreuzes verbrennen, verkohlen, schwarz werden: \nIn — morimur. Sind wir so in den Christus gestorben, dann \nkönnen für uns von außen herankommen von den sieben Planeten her die Weltenkräfte, die Kräfte der sieben roten HimmelsRosen, die als Licht und Wärme in uns einstrahlen. \nAufzeichnung Β \nWenn die Auffassung der mittelalterlichen Psychologen, die \nauch diejenige der meisten heutigen Psychologen ist, richtig \nwäre, dann würde keine Esoterik möglich sein. Die mittelalterlichen Seelenforscher drückten es scharf und klar aus, viel schärfer und klarer als die heutigen; denn unsere Zeit ist diejenige der \nverschwommenen Begriffe. Sie sagten: Das ganze Seelenleben \ndes Menschen ist intentioneil. - Damit meinten sie, daß es immer einen Inhalt haben müsse. Man könne nicht bloß «nur» \ndenken, sondern man müsse «etwas» denken. So könne man \nauch nicht bloß fühlen, wollen, hoffen, erwarten, vorstellen, \nohne sich auf einen bestimmten Inhalt zu richten. In der Esoterik muß es aber gerade umgekehrt sein. 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Allmählich sollen wir dann dazu gelangen, \nauch von dem Gegenstand, auf den wir uns in der Meditation \nkonzentrieren, abzusehen, uns ganz frei zu machen von ihm und \nnur die Kräfte selber, die zum Denken nötig sind, zu entwickeln. \nDie mittelalterlichen Seelenforscher wußten das zwar auch \nsehr wohl, aber sie wendeten da eine Regel an, die auch jetzt \nnoch von weitaus den meisten Menschen angewendet wird, ja, \ndie ein Grundsatz aller Erkenntnistheorie geworden ist. Sie sagten: das Denken, das Fühlen und so weiter ohne Intentionen, \ndas zu erreichen, ist sehr schwierig, und was sehr schwierig ist, \ndas ist dem Menschen unmöglich. Davon rühren später alle die \nIdeen von der Begrenztheit unserer Erkenntnisfähigkeit her und \nso weiter. \nFür den Esoteriker soll es dennoch möglich werden, ein ganz \nanderes Gedankenleben zu entwickeln als das gewöhnliche ist. \nDurch die Meditation soll der Meditierende in denselben Zustand geraten wie der schlafende Mensch, aber trotzdem ein Bewußtsein haben. Wir wollen von konkreten Beispielen ausgehen. \nWenn der Mensch in einem nicht ordentlich geheizten Zimmer geschlafen hat und er erwacht und fühlt sich kalt, dann ist \nes für ihn schwieriger, sich zu erwärmen, als wenn er in seinem \nTagesleben bei seinen gewohnten Beschäftigungen ist. Woher \nkommt das? Es wird gesagt, daß im Schlafe der physische Leib \nund der Ätherleib auf der Ruhestätte zurückbleiben und der \nAstralleib und das Ich herausgehen. Das ist annähernd richtig; \nebenso richtig, wie wenn man zum Beispiel sagt, daß die Sonne \nin der Nacht von der Erde verschwunden sei. 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Also für die Erdhälfte der Sinnesorgane \nund des Drüsensystems geht die Sonne des Astralleibes und des \nIch in der Nacht auf. \nWenn es einem gelingt, im Schlafe bewußt aufzuwachen, dann \nkann man das Licht erleben, das an den Augen tätig ist, das Aufbauen der Sinnesorgane, das am Tage aufhören muß, damit der \nMensch «sehen» kann. Dieses erlebt man dann in imaginativen \nBildern. Man kann vielleicht in seinem Blickfelde das Bild eines \nEngels haben - aus einem selbst herausprojiziert -, der auf einen \nzuschwebt. Könnte man den Blick noch weiter ausdehnen, dann \nwürde man einen Erzengel schauen, der im Kampfe ist mit einem \nDämon. Das wäre dann das Bild dafür, daß das Blut damit \nbeschäftigt ist, die Augen zu versorgen und daß dadurch entsteht \nein sich Verkleinern und Vergrößern der Augenlinse. Das drückt \nsich dann in dem ersten oben geschilderten Bilde aus. \nDer gewöhnliche Mensch könnte da kommen und sagen: \nDann wäre also das, was ich da wahrnehme, nur etwas, das ich \naus mir selber heraus schaffe. Der Esoteriker aber wird anders \nsprechen. Er wird wissen, daß das Gesicht, das Sehen, nicht \nmöglich wäre, wenn nicht die Erzengel immerfort bekämpfen \nund besiegen würden die Finsternis, und daß das dasjenige ist, \nwas sich in dem Bilde ausdrückt. Die Erzengel haben Göttergenerationen lang an dem Auge gearbeitet. Wenn man sich das \nklarmacht, dann wird man empfinden, in wie unheiliger Weise \nder moderne Physiologe die Sonde hineinsteckt in dasjenige \nOrgan, das in Jahrmillionen durch Hierarchien von göttlichgeistigen Wesenheiten aufgebaut worden ist. \nWenn der Meditierende sich so von außen betrachtet, kann er \nein Gefühl bekommen von einem Raum, der nur von Wärme \nerfüllt ist, wie eine Art von Backofen. Was darin lebt, ist dasjenige, was webt und lebt in dem menschlichen Seelenleben als \nseine eigene Natur. Jene Wärme - die ja nicht nur eine Bewegung ist, wie die Physik meint, sondern die erste der vier Atherarten - die der Mensch hat als Eigenwärme, rührt nicht nur von \nphysischen und chemischen Prozessen her - jedenfalls beim \nMenschen nicht, beim Tier ist es anders -, sondern rührt davon \nher, daß ein Ich und ein Astralleib in dem Menschen leben. In \nder Meditation ist es nun möglich, unsere Eigenwärme zu spüren innerhalb und sogar außerhalb des Leibes wie eine Wärmesphäre, die den Platz ausfüllt, wo sonst der Leib gefühlt wird -\nund noch etwas darüber hinaus. \nEs ist nicht leicht, das zu spüren, es braucht viel Aufmerksamkeit dazu. Angehende Esoteriker werden zunächst etwas \nganz anderes bemerken als diese Wärmesphäre, nämlich die auf \nsie einstürmenden Gedanken, bisweilen längst vergessene Gedanken, Sorgen, Gefühle etc. Dazu kann der mehr erfahrene \nEsoteriker nur sagen: Ich beglückwünsche dich, ο Mensch, zu \ndeinem Fortschritt, daß du das jetzt bemerkst! Darauf ist das \nWort des Johannes-Evangeliums anwendbar: «Und das Licht \nscheint in die Finsternis, und die Finsternis hat es nicht begriffen.» Denn diese Wärme, die in uns ist, ist Finsternis. Von \naußen will das Licht eindringen, aber es kann nicht eindringen, \nweil in der Wärme selber ein Kampf stattfindet, ein Kampf \nzwischen zwei Arten von Wärme. \nEs wird dem heutigen Menschen schwer fallen, einzusehen, \ndaß es zwei verschiedene Wärmen geben könne. Um das einsehen zu können, muß man zu den Bauern gehen, die noch eine \nBauernphilosophie haben - so wie diese waren jedenfalls. Denn \nin den letzten Jahrzehnten sind die Bauern immer dümmer geworden, aber das kommt nur daher, weil sie immer mehr mit \nden Städtern in Berührung kommen. Die früheren Bauern waren \neben nicht dumm, und sie hatten eine «Bauernphilosophie». So \nsagte einmal ein alter Hirte, als ein Gewitter anfing heraufzukommen: Das sind eigentlich zwei Wetter, die gegeneinander \nziehen. - Der heutige Naturwissenschafter wird von positiver \nund negativer Elektrizität sprechen und manches zu erzählen \nhaben, aber das ist nur deswegen, weil das Verständnis bei ihm \naufhört, sobald er das Wort «Elektrizität» ausspricht. Der alte \nHirte fühlte, daß, wenn ein Gewitter heraufzieht, es zwei Mächte gibt, die gegeneinander kämpfen, daß da eben ein Kampf \nstattfindet. Der moderne Mensch hat dieses Bewußtsein von den \nzweierlei Arten von Wärme nicht mehr. \nDaß es zweierlei Arten von Licht geben könne, das könnte \nman sich noch eher vorstellen: das innere Licht, das von Luzifer \nist, und das äußere Licht, das man auf sich zukommen sieht in \nder Meditation. Aber außer der Eigenwärme des Menschen, die \nluziferisch ist, gibt es auch noch eine Wärme, die ihm von außen \nher zustrahlen kann, die er aber in der Meditation zuerst als \nKälte empfinden wird. Das ist ein gutes Zeichen sogar, sich in \nder Meditation von der Kälte angehaucht zu fühlen, die aus den \ngeistigen Welten strahlt. An diese Kälte uns hingebend, fühlen \nwir unsere Eigenwärme wie eine Sphäre in uns und um uns herum. Wir gehen wie durch einen feurigen Ofen, in dem all dasjenige verbrannt wird, was luziferisch an uns ist, und der trotzdem als Kälte gefühlt wird. Dann kommt der Mensch dazu zu \nsagen: Gott sei Dank, daß ich gepeinigt werde, daß ich reif befunden werde, den göttlichen Zorn zu erleben, der an mir verbrennt, was nicht in mir sein soll. Dann zieht in uns die Wärme \nvon außen herein - die zuerst als Kälte empfunden wurde -, und \ndiese kommt zusammen mit Licht, das zwar auch von Luzifer \nist, aber von der guten Seite des Luzifer herrührt. Die Geister \nder guten Hierarchien bedienen sich des Luzifer, um das Licht \nin uns zu strahlen. \nIn solcher Art können wir zu einem Seelenleben gelangen, \ndas nicht intentionell ist, zu einer geistigen Welt, die nicht bloß \neine Fortsetzung ist der physischen Welt, sondern die eine ganz \nandere Welt ist. \nFür all dieses kann uns ein Symbolum werden das Rosenkreuz. 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Sind wir solcher Art in den Christus gestorben, dann \nkönnen zu uns von außen hereinkommen die sieben Weltenkräfte, die Kräfte der sieben roten Rosen, die als Licht und \nWärme in uns hineinstrahlen können: Per Spiritum Sanctum \nreviviscimus. \nAufzeichnung C \nEine mittelalterliche Auffassung von der Seele besagte, daß alles \nDenken, Fühlen und Wollen intentional, inhaltlich sei. Wenn \ndas wahr wäre, könnte es keine Esoterik geben, denn das Ziel \nder Esoterik ist ja gerade, das Seelenleben loszulösen vom Inhalt, der aus der physischen Welt stammt. Wenn wir wirklich \ngut meditieren, muß aller Inhalt aus unserem Seelenleben verschwinden; dann erst werden wir reif, um von der anderen Seite, \naus der geistigen Welt, etwas in uns einströmen zu fühlen. Wir \nkönnen das an einem Beispiel klar machen. \nWenn wir schlafen, tun wir eigentlich etwas Ähnliches wie \nbei der richtigen Meditation, wir ziehen uns nämlich mit Ich \nund Astralleib aus dem Körper. Dadurch kann es geschehen, \ndaß wir - wenn wir nicht aufpassen, daß das Zimmer gut erwärmt ist - uns abgekühlt fühlen beim Erwachen, da Ich und \nAstralleib nicht wie sonst in unserem Blut- und Nervensystem \nwirken und uns erwärmen. Wenn wir schlafen, ziehen sie sich \nnicht ganz zurück, sondern arbeiten in den Sinnesorganen und \nim Drüsensystem. Sie arbeiten an den Kräften der Augen und \nanderen Sinnesorganen viel mehr als tagsüber, wenn wir die \nAugen gebrauchen, und vor allem arbeiten sie im Drüsensystem. \nDadurch, daß mehr in den Drüsen- und Sinnesorganen gearbeitet wird, offenbaren sich die ersten Visionen oft leiblich: Engel, \nder einen Teufel besiegt, Kräfte, die im Auge wirken. \nWenn wir nun vorwärtskommen in der Esoterik, können wir \num uns her die Aura von Wärme fühlen, die unser Ich und \nAstralleib aus dem uns umringenden Wärmeäther an sich ziehen. \nWir fühlen dieses für gewöhnlich nicht, weil Gedanken, Erinnerungen, Sorgen etc. auftreten, die uns in unserer Meditation stören wollen; aber wenn wir diese besiegen, fühlen wir um uns \nherum die Aura unserer Wärme. Wir können dann tief die \nWahrheit der Worte empfinden: «Und das Licht scheint m die \nFinsternis, und die Finsternisse haben es nicht verstanden.» \nDenn was wir aus uns ausstrahlen, ist Finsternis, die das göttliche Licht davon abhält, auf uns einzustrahlen. Das ist unser \nluziferisches Seelenleben, was als Finsternis (Wärme) nach außen \ndringt, und dadurch das göttlich-luziferische (Weisheits-)Licht \ndaran hindert, aus den geistigen Welten (Geist der Wahrheit -\nHeiliger Geist) auf uns einzustrahlen (Bauernphilosophie von \nzwei Gewittern, die aufeinanderstoßen). Aber auch mit der Wärme geschieht etwas Ähnliches. Auch der Wärme, die wir ausstrahlen, kommt von außen die Wärme von Gott entgegen, Wärme aus der geistigen Welt, aber diese wird von uns umgekehrt \ngefühlt, nämlich als uns anhauchende Kälte. Das finden wir \nnicht angenehm, uns umspült zu fühlen von der göttlichen Wärme, die wir als Kälte empfinden, aber das ist gerade der geistige \nVerbrennungsprozeß. Wir müssen durch den Feuerofen unseres \neigenen luziferischen Seelenlebens, das wir aus uns heraussetzen; \nund dann fühlen wir uns umspült von der göttlichen Wärme, die \nwie Kälte ist, so daß der Verbrennungsprozeß wie ein Erfrierungsprozeß ist. So muß all unsere Finsternis und egoistische \nWärme verbrannt werden, bevor das göttliche Licht auf uns einstrahlen kann. Wir können an das Rosenkreuz denken, das verkohlte Holz, den Körper, und dann an die reinen Lichtrosen, \ndie neu in uns einstrahlenden göttlichen Kräfte. Dann werden \nwir tief des Mysteriums von Golgatha bewußt werden und wie \nverbrennen müssen unsere Leidenschaften, auf daß wir auffangen können das reine Licht der geistigen Welt. EDN - ICM -\nPSSR. \nKonzentration auf Formel oder imaginatives Bild -\nMeditation - Seelenruhe. E[...]* einen des Göttlichen, sei es \nin seinen kosmischen Gedanken oder in Bildern oder Inspiration \nund Intuition. \nAufzeichnung D \nWenn man den mittelalterlichen Lehren Glauben schenken wollte, dann müßte man annehmen, daß ein esoterisches Leben überhaupt nicht möglich wäre. Damals war man Anhänger dessen, \nwas man «intentionelles» Denken, Fühlen, Wollen nennen kann. \n«Etwas» denken, etwas fühlen, etwas wollen müsse man. Der \nEsoteriker soll aber gerade von diesem «etwas» loskommen. \nIn Ruhe und Gelassenheit muß ein Zusammenziehen der Seelenkräfte in der Meditation stattfinden. Der beginnende Esoteriker klagt fast immer: Dies und das mißlingt mir. Bilder, Vorstellungen und so weiter steigen auf, derer ich mich nicht erwehren \nkann; sie trüben meine Meditation. - Der erfahrene Esoteriker \nsollte ihm antworten: Ich gratuliere dir dazu, du hast den ersten \nSchritt getan! \n«Annähernd» gesprochen, sind im Schlafe aus physischem \nund Ätherleib der astralische Leib und das Ich heraus. Aber \nnicht völlig entspricht dies der Wirklichkeit. So wenig entspricht \nes völlig, wie wenn man sagt: Die Sonne geht unter und so weiter. Ja, für die eine Seite der Erde geht sie wirklich unter, für die \nandere aber geht sie gleichzeitig auf. Ebenso ist es mit dem \n* Unleserlich, evtl. «Einströmen» oder «Einfließen».","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":840,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30/p009"},{"passage_number":10,"locus":"GA 266c/1913-12-30/p010","text":"Astralleib und dem Ich, mit deren Kräften. Während des Schlafes wachen tatsächlich Sinne und Drüsensystem, weil an ihnen \ngearbeitet wird. Während des wachen Tagesbewußtseins ist zum \nBeispiel das Auge gar nicht wach; sonst könnte es die Dinge im \nRaum nicht wahrnehmen, es könnte nicht sehen. Erst in der \nNacht wacht das Geistige des Auges. Daher ist man hierdurch \nvielen Täuschungen unterworfen. Man nehme zum Beispiel -\nden guten Fall -: Jemand sieht einen Engel, wie er einen Teufel \nbesiegt. Die Pupille zieht sich zusammen und weitet sich, das \nBild bleibt aber nicht im Innern, sondern es wird nach außen \nhinausprojiziert. Die Erzengel haben in jahrmillionenlanger \nArbeit an diesem Auge gearbeitet. \nDen Zustand des Schlafes sollen wir nun bewußt nachahmen \nin der Meditation. \nVier Äthersubstanzen sind es, die wir zu unterscheiden haben: \nWärmeäther, Lichtäther, chemischer Äther [oder] Klangäther \n[und Lebensäther]. Wir sind zunächst eingebettet in den Wärmeäther. Das Gefühl des Erkaltens, sich nicht von selbst ErwärmenKönnens, das wir so oft bemerken beim Aufwachen in einem \nnicht genügend erwärmten Raum, das tritt auch ein bei der Meditation. Es findet statt eine Einwirkung auf die Erwärmungskräfte, \ndas Nervensystem, das Sinnes- und Drüsensystem. Besonders gewirkt wird dabei auf das Drüsensystem. Daher kommt bei der \nMeditation oft etwas von dem herauf, was im Innern verdeckt \nliegt. - Beispiel vom Leckermaul, geheime Begierden im Drüsensystem, die sich dann als Bilder, als Visionen aller Art kundgeben. \nIm Wärmeäther müssen wir uns nicht begrenzt fühlen von \nunserer Haut, sondern über diese hinausragend, wie denn der \nEsoteriker sich überhaupt fühlen lernt weit größer, als die Haut \nihn begrenzt. Voller Innenwärme wie ein Backofen fühlt sich \nder Mensch. In diese Substanz ergießen sich nun die ungeläuterten Gefühle, Begierden und so weiter und trüben die Meditation, indem sie das Licht, das hereindringen will (Lichtäther), \nverdunkeln. Man meditiere: Das Licht scheinet in die Finsternis, \naber die Finsternis nimmt es nicht auf.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":309,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30/p010"},{"passage_number":11,"locus":"GA 266c/1913-12-30/p011","text":"Ein Mittel gibt es, um weiter fortzuschreiten; die Versenkung \nin die Vorstellung des Rosenkreuzes. Verbrennen im Schmelzofen - des Wärmeäthers - der Überwindung müssen unsere Begierden und Leidenschaften. Da aber im Geistigen alle Begriffe \numgewandelt, umgekehrt werden müssen, so muß man sagen: \nsie erstarren, sie erfrieren. Keinem Esoteriker ist es zunächst angenehm, so von der Kälteregion umfangen zu sein. Da die Teile, \nwelche das Rosenkreuz zusammenfügen, dem Physischen entnommen sind, so sagen wir: verbrennen. Daher das schwarze \nverkohlte Holzkreuz. Aus dem Geistigen blühen die leuchtenden Rosen auf. Der dreiteilige Mensch bringt als Opfer sein \nDenken, Fühlen, Wollen. \nIm Lichtäther Luzifer. Wenn er von innen nach außen wirkt, \nwird er zur bösen Kraft. Wirkt er aber von außen nach innen, \nso ist er eine gute Kraft, weil sich die guten Götter dann seiner \nbedienen. \nEx Deo - wir waren den luziferischen Einflüssen unterworfen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":142,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1913-12-30/p011"}],"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":11,"passage_count":11,"word_count":4512},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":50,"passage_count":50,"word_count":4619,"completeness":{"ratio":1.02,"band":"comparable","note":null}}],"aligned_witness":{"status":"not_aligned","lang":"en","note":"No paragraph alignment is recorded for this unit, so the counterpart of this span in the other language is not established. The paragraph of the same number there is not necessarily the same text: fetch that unit and read it."}}