Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Leipzig, 1913-12-30
Ein Mittel gibt es, um weiter fortzuschreiten; die Versenkung in die Vorstellung des Rosenkreuzes. Verbrennen im Schmelzofen - des Wärmeäthers - der Überwindung müssen unsere Begierden und Leidenschaften. Da aber im Geistigen alle Begriffe umgewandelt, umgekehrt werden müssen, so muß man sagen: sie erstarren, sie erfrieren. Keinem Esoteriker ist es zunächst angenehm, so von der Kälteregion umfangen zu sein. Da die Teile, welche das Rosenkreuz zusammenfügen, dem Physischen entnommen sind, so sagen wir: verbrennen. Daher das schwarze verkohlte Holzkreuz. Aus dem Geistigen blühen die leuchtenden Rosen auf. Der dreiteilige Mensch bringt als Opfer sein Denken, Fühlen, Wollen. Im Lichtäther Luzifer. Wenn er von innen nach außen wirkt, wird er zur bösen Kraft. Wirkt er aber von außen nach innen, so ist er eine gute Kraft, weil sich die guten Götter dann seiner bedienen. Ex Deo - wir waren den luziferischen Einflüssen unterworfen.
Cite:
GA 266c/1913-12-30/p011 · edition original