{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1914-03-27/p003-p006","extent":"range","passage_number":3,"through":6,"paragraph_count":4,"first_locus":"GA 266c/1914-03-27/p003","last_locus":"GA 266c/1914-03-27/p006","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-03-27","date":"1914-03-27","location":null,"alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."},"site_heading":null,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p003-p006","json_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p003-p006.json","lecture_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27#p003","word_count":1058,"quote_safe":true,"passages":[{"passage_number":3,"locus":"GA 266c/1914-03-27/p003","text":"Tat werden zu lassen. Das Böse ist entstanden auf der Erde dadurch, daß zurückgebliebene Mondenwesen, luziferische Wesen, \nihr Böses nicht auf dem Mond, sondern jetzt auf der Erde meditieren und es dem Menschen einimpfen. Andrerseits müssen wir \nunser Ich immer mehr sich ausbreitend im Raume fühlen, nicht \ninnerhalb unserer physischen Hülle. Die Umwelt der Sinneswelt \nim Verhältnis zum Geistigen erleben wie die Luftblasen im Wasser, als kugelförmiges Nichts. Dies oft und immer wieder gedankenhaft in uns erleben. Dazu sollen uns die Hilfsmittel gegeben \nwerden: drei Formeln, die wir morgens und abends und sonntags durchmeditieren, sie werden uns in dieser nächsten Zeit \nhelfen, den Ätherleib zu verselbständigen. \nDie erste Formel [Strophe] drückt aus, was in Ex Deo nascimur gesagt ist; die zweite Formel In Christo morimur; die dritte \nFormel Per Spiritum Sanctum reviviscimus: \nZu den Dingen wend ich mich \nWend ich mich mit meinen Sinnen; -\nSinnensein, du täuschest mich! -\nWas als nichts das Dasein flieht: \nDir ist3s Sein und Wesenheit; \nWas dir nichtig scheinen muß, \nOffenbare meinem Innern sich. -\nGeisteslicht erwarme mich \nLass in dir mich wollend fühlen. \nGutgedachtes, Wahr Erkanntes \nWie erlebt dich leuchtend Ich \nIrrtumsweben, bös erdachtes \nZeige dich der Leuchte-Seele \nDass ich webend in mir sei. \nLeuchtend Ich und Leuchte-Seele \nSchwebet über wahrem Werdewesen \nDas Erdachte, das Erkannte","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":213,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p003"},{"passage_number":4,"locus":"GA 266c/1914-03-27/p004","text":"Wird jetzt dichtes Geistessein. \nUnd wie leichte Daseinsperlen \nLebt im Meer des Göttlich-Wahren \nWas den Sinnen Dasein täuscht. \nAufzeichnung Β \nAuch wenn wir physisch nicht viel beisammen sein können, \nkönnen wir doch immer das Bewußtsein haben, geistig zusammen zu sein. Wir sind nicht getrennt, denn in der Ätherwelt, in \nder unsere Gedanken einander berühren, besteht die Trennung \nnicht, die in der stofflichen Welt ist. Und mehr und mehr werden wir uns dessen bewußt werden, daß unser Ich gleichsam in \nunseren Gedanken sich ausdehnt und allumfassend wird. Das ist \neiner der Fortschritte, auf die der Esoteriker achten soll, denn \ndas Selbständigwerden des Gedankenlebens ist ein Beweis dafür, \ndaß wir Fortschritte machen durch unsere Übungen und Meditationen. Wir empfinden, als ob die Gedanken gleichsam selbständig in uns gedacht werden; nicht so wie früher, als ob wir \nselbst unsere Gedanken hervorbringen würden, sondern als ob \nwir das Gedankenleben in uns von einer sich immer weiter ausdehnenden geistigen Atmosphäre umgeben fühlten, als ob wir \neinen Teil unseres Ich gleichsam wie hinausschicken in die Gedanken und dadurch geistig vereinigt sind mit dem, wovon wir \nphysisch getrennt sind. Wir weiten uns gleichsam in unsere ganze Umgebung aus. Und in diesem Geistig-sich-vereinigt-Fühlen \nmit den Dingen kann es uns auch allmählich klar werden, daß \ndas wahre Sein der Dinge in dieser unsichtbaren, aber als real \nempfundenen Geistesatmosphäre liegt, während das, was die \nDinge stofflich sind, uns mehr und mehr seinen Charakter der \nIrrealität enthüllen wird. \nUm dieses immer mehr innerlich zu realisieren, können wir \ndie Formel meditieren:","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p004"},{"passage_number":5,"locus":"GA 266c/1914-03-27/p005","text":"Zu den Dingen wend ich mich \nWend ich mich mit meinen Sinnen; -\nSinnensein, du täuschest mich! -\nWas als nichts das Dasein flieht: \nDir ist's Sein und Wesenheit; \nWas dir nichtig scheinen muß, \nOffenbare meinem Innern sich. -\nAber dann gibt es auch Zeiten, in denen wir das gewissermaßen Entgegengesetzte machen müssen. Wir müssen uns dann \nganz in uns selbst fühlen, fühlen, wie wenn das zweite Selbst aus \nuns erstände, welches unser wahres Ich ist und welches mehr \nund mehr Kraft erhalten muß. (Diese zwei Zustände müssen \n[miteinander abwechseln.) - Und dann, so in Einsamkeit uns \nselbst durchfühlend und Stärke in uns selbst gewinnend, werden \nwir allmählich fühlen, mächtiger als je zuvor, das Gute in uns \nselbst und auch das Böse in uns selbst. Das Gute in uns wird \nsich uns so offenbaren, daß wir es wie wachsend empfinden, \nwachsend in eine ferne Zukunft hinein, wo es Frucht tragen \nwird; und wir empfinden, wie das Böse, was noch in uns ist, \nwas wir uns auch in Ideen klar vor den Geist stellen können, \nNahrung werden muß für das wachsende Gute. Wir fühlen, wie \ndas Böse etwas Absterbendes ist, während das Gute gerade etwas Wachsendes ist, jedoch wir empfinden auch, daß das kräftige Wachstum des Guten abhängt von der Nahrung, die es erhalten kann durch das absterbende Böse. Beides müssen wir gleichzeitig in uns fühlen können, das Gute und das Böse, und zu \ngleicher Zeit wissen, daß das Böse, was wir uns der Idee nach \nvorstellen können, niemals zur Handlung werden darf; daß wir \nwissen, aber nie tun sollen. \nDaraus sehen wir wiederum, wie ernsthaft die esoterische \nSchulung ist. Denn wenn wir uns die Möglichkeiten des Bösen \nin uns deutlich bewußt machen, wird gleichzeitig die Versuchung an uns herankommen, es auch zu tun. Und wir sollen \nwissen, daß ebenso gewiß, wie wir die Möglichkeiten des Bösen","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":306,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p005"},{"passage_number":6,"locus":"GA 266c/1914-03-27/p006","text":"in uns erkennen und zur Idee werden lassen müssen zum kräftigeren Wachstum des Guten, wir wissen müssen, daß wir niemals \nauch nur im geringsten das Böse zur Tat werden lassen dürfen. \nWas wir um uns herum sehen in den Naturreichen und was \nuns Menschen zur Nahrung dient, ist da, weil die Götter auf \ndem alten Mond das Böse wie auch das Gute gedacht haben, so \nwie wir es nun auch tun müssen. So wie der mineralische Boden \ndie Nahrungsstoffe liefert für die Pflanzenwelt, so werden unsere Vorstellungen vom Bösen in uns der Boden, woraus das Gute \nsich nährt. Das Mineralreich der Erde ist entstanden dadurch, \ndaß die Elohim auf dem Mond das Böse, den Irrtum gedacht \nhaben; daraus ist der Stoff, das Mineralreich der Erde entstanden, und aus diesem Stoff hat Jahve den Menschen machen können, ihm seine stoffliche Umhüllung gegeben. -\nDaß wir aber in unserer Erdentwicklung auch das Böse in \ndieser Gestalt haben, als böse Handlungen und alles, was \nschlecht ist, das kommt durch die luziferischen Götter, die nicht \nauf dem Mond das Böse dachten (wo es an seinem Platz gewesen sein würde, zu Nahrung geworden wäre), sondern auf der \nErde. Und so ist das «Das-Böse-Denken» der luziferischen \nGeister auf der Erde der Anlaß für die bösen Handlungen und \nIrrungen der Menschen. \nDieses starke Sich-in-sich-selbst-Bewußtwerden dieses lebendigen Ichs, das anfängt, sich webend, leuchtend, lebendig in sich \nselbst zu fühlen, mit deutlicher Einsicht in alles, was es als Zukunftsblüte des Guten in sich trägt, das aber auch in klaren \nIdeen seine Möglichkeiten des Bösen erfaßt, die niemals in Taten \nübergehen sollen, dieses Bewußtwerden wird ausgedrückt in der \nzweiten Formel: \nGeisteslicht erwarme mich \nLass in dir mich wollend fühlen. \nGutgedachtes, Wahr Erkanntes \nWie erlebt dich leuchtend Ich \nIrrtumsweben, bös erdachtes","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":290,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p006"}],"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":17,"passage_count":17,"word_count":5592},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":70,"passage_count":70,"word_count":5943,"completeness":{"ratio":1.06,"band":"comparable","note":null}}],"aligned_witness":{"status":"not_aligned","lang":"en","note":"No paragraph alignment is recorded for this unit, so the counterpart of this span in the other language is not established. 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