{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1914-03-27/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Zeige dich der Leuchte-Seele \nDass ich wehend in mir sei. \nUnd dann kann das sich seiner selbst bewußt gewordene Ich \nsich wieder nach außen wenden. Dann ist es jedoch wiedererstanden aus sich selbst und erkennt die Dinge in ihrer geistigen \nBedeutung. Es vergegenwärtigt sich, daß da, wo die Sinne Gegenstände sehen, eigentlich nichts ist, daß da Öffnungen sind in \neinem viel realeren und dichteren Sein rings umher. Wie runde \nLöcher, wie «Daseinsperlen» erlebt es nun die Sinneswelt; sich \nselbst fühlt es lebend und webend in der dichten Geisteswelt, \ndie reales Leben geworden ist da, wo die Sinnesorgane nichts \nwahrnehmen. So kann man dann mit der dritten Formel, die \nman hierfür meditiert, sich selbst auf die Probe stellen. Wenn \ndie beiden anderen Formeln beispielsweise morgens und abends \njeden Tag meditiert werden, die erste Strophe morgens und die \nzweite Strophe abends, dann kann man sonntags außer diesen \nbeiden in einer Zeit dazwischen die dritte Strophe nehmen, wie \num zu probieren, inwieweit dies alles Wirklichkeit geworden ist. \nDies ist dann wiederum eine Bekräftigung einer anderen Formel, \ndie eigentlich in diesen drei enthalten ist: E.D.N. - I.C.M. -\nP.S.S.R. In der ersten Formel können wir fühlen das, was als \nwahre schöpferische Mächte dem Sinnensein zugrundeliegt: \nE.D.N. - In der zweiten gehen wir in die Einsamkeit, als stürben wir ab, um in uns zu finden dasjenige, was sich mit dem \nChristus vereinigt weiß: I.C.M. - Und in der dritten auferstehen \nwir aus uns selbst, werden wiedergeboren in den Geist und erkennen das Geistessein: P.S.S.R. - Wir müssen uns als Ichwesen \nzu einem Organ der geistigen Welt entwickeln. \nLeuchtend Ich und Leuchte-Seele \nSchwebet über wahrem Werdewesen \nDas Erdachtey das Erkannte \nWird jetzt dichtes Geistessein. \nUnd wie leichte Daseinsperlen \nLebt im Meer des Göttlich-Wahren \nWas den Sinnen Dasein täuscht. \nDiese Formeln müssen jedoch meditiert werden, dann bringen sie sehr voran. Es ist nicht genug, den Inhalt davon zu wissen: Selbst der weitest fortgeschrittene Esoteriker, der das alles \nschon lange weiß, muß sie immer wieder wechselnd meditieren. \nAufzeichnung C* \nMeine lieben Schwestern und Brüder. \nEinem jeden von uns liegt am Herzen der Fortschritt in der esoterischen Entwicklung und mancher Schüler fragt sich: Komme \nich auch wirklich voran in meiner Entwicklung zum Geistigen? \nJa, ein jeder Schüler, der wirklich gewissenhaft die Übungen, die \ner vom Lehrer empfangen hat, anwendet, schreitet vorwärts; und \nmancher, der seine Übungen pünktlich und gewissenhaft macht, \nkommt vielleicht mehr voran, als er glaubt. Er darf nur nicht \nglauben, daß irgend etwas Tumultuarisches auftreten würde innerhalb seiner Übungen, oder als Resultat derselben, denn leise \nund intim tritt die geistige Welt an uns heran. \nFreilich, eines ist gewiß: daß ein jeder, der den Weg in die \ngeistige Welt finden will, umdenken muß, sein ganzes Wahrnehmungs- und Empfindungsleben muß ein ganz andres werden. \nNur wird aber das «Anders-werden» so oft falsch verstanden. \nDie Menschen denken so gern, daß sie das, was sie sich an \nKenntnissen angeeignet haben auf dem physischen Plan, auch \nübertragen können auf die geistigen Welten; mit denselben Mitteln, mit denen er sich innerhalb der physischen Welt zu einem \ngescheiten Menschen gemacht hat, glaubt der Mensch auch wissend in der geistigen Welt werden zu können. Der Esoteriker \n* Diese Aufzeichnung hat die Orts- und Datumsangabe «Berlin und Wien, \n27. März und 14. April 1914».","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-03-27","site_heading":null,"date":"1914-03-27","location":null,"word_count":538,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266c/1914-03-27/p007"}],"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). 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