{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1914-03-27/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Meine lieben Schwestern und Brüder, ich möchte Euch heute \ndrei Meditationsformeln geben zu Eurer Weiterarbeit auf Eurem \nWege in die geistigen Welten hinauf. Ihr könnt sie nach Belieben meditieren, zum Beispiel die erste am Morgen, die zweite \nam Abend, die dritte sonntags. Oder auch die erste und zweite \ndonnerstags und montags und die dritte ab und zu als Prüfung \nfür das an den ersten beiden Erlebte. Nach und nach wird Euch \ndie ganze Tiefe dieser Meditationen klar werden. \nI. \nZu den Dingen wend ich mich \nWend ich mich mit meinen Sinnen; ~ \nSinnensein, du täuschest mich! -\nWas als nichts das Dasein flieht: \nDir ist's Sein und Wesenheit; \nWas dir nichtig scheinen muß, \nOffenbare meinem Innern sich. -\n[Erste Zeile:] Zu den Dingen ... - wirklich soll sich die Seele \nwie mit einer inneren Geste zu den Dingen der Außenwelt wenden. Die zweite Zeile: Wend ich mich ... soll die erste verstärken. Man soll das wirklich innerlich erfühlen, wie man sich mit \neinem inneren Ruck den Dingen der Außenwelt zuwendet, nicht \nnur flüchtig hinschauend, sondern sie in ihrem Wesen erkennen \nwollend. In der dritten Zeile wird der Sinnenschein selbst angeredet. Die Seele soll lernen, für Momente sich intensiv frei zu \nmachen von diesen Nichtsen der Sinneswelt, und indem sie immer mehr den Nichts-Charakter der Sinneswelt erkennt, wird \nsie ihre Stellung innerlich zum Physisch-Materiellen ganz verändern. Sie wird lernen, das Materielle zwar als notwendig anzusehen für das Leben in der Sinneswelt, aber zugleich sich zu erheben über dasselbe zu dem, was als schöpferisches Weltensein \nhinter ihnen [den Nichtsen] ist. Und sie wird allmählich lernen, \nsich so loszulösen von ihnen, daß sie sich wie mit Seelenschwingen weit ausbreitet in den Raum hinaus. Da wird sie schauen","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-03-27","site_heading":null,"date":"1914-03-27","location":null,"word_count":284,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266c/1914-03-27/p010"}],"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}