{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1914-03-27/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"III. \nLeuchtend Ich und Leuchte-Seele \nSchwebet über wahrem Werdewesen \nDas Erdachte, das Erkannte \nWird jetzt dichtes Geistessein. \nUnd wie leichte Daseinsperlen \nLebt im Meer des Göttlich-Wahren \nWas den Sinnen Dasein täuscht. \nMan könnte es für einen Fehler halten, daß hier [Zeile 1] \nzwei Subjekte sind, trotzdem das Verbum [Zeile 2] im Singular \nsteht. Ich muß gestehen, daß mir das zuerst nicht auffiel, als \ndie Meditation mir aus der geistigen Welt gegeben wurde. Man \nnimmt das zuerst nur entgegen und wird sich erst später klar \ndarüber. In der geistigen Welt gibt es aber nichts, das theoretisch zu bewerten wäre. Da ist alles erlebt und empfunden.* \nEbensowenig liegt auch eine Absicht darin, daß jede dieser \ndrei Meditationsstrophen aus sieben Zeilen besteht. \nDiese letzte, dritte Strophe soll uns ein Prüfstein sein für die \nbeiden ersten. Wenn wir sie meditieren, soll diese dritte Strophe \nuns zeigen, wie die beiden ersten sich fruchtbar erwiesen haben. \nHaben sie Früchte getragen, dann können wir erleben, wie unser \nganzes Sein sich formt wie zu einem Kelch. Und wir erleben, \ndaß unser Seelenkelch aufnimmt in sich, sich vereinigt mit dem \ndas Universum durchwebenden und durchflutenden Weltengeist \n- den Heiligen Geist; den Auferwecker nimmt die Seele in sich \nauf, in ihm erwacht sie zu einem neuen Dasein - P.S.S.R. \nWenn wir wirklich lernen, zu leben in diesen drei mantrischen Sprüchen, so erleben wir zugleich in immer neuer Form \nden unerschöpflichen Inhalt unseres aus zehn Worten bestehenden Rosenkreuzer-Spruches, der ja von so unendlich tiefer, \nmannigfacher Bedeutung ist. \n* Siehe hierzu auch München, 31. März 1914.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-03-27","site_heading":null,"date":"1914-03-27","location":null,"word_count":254,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266c/1914-03-27/p012"}],"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}