{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1914-03-27/p015","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"unserer Seele, unseres Selbstes im Ätherleib, damit wir so durchdringen zu dem wahren, eigentlichen Urgrund unserer Gedanken, die im Ätherleib ihr Leben haben. \nHaben wir uns dahin erzogen, das Schattenhafte unserer Gedanken und unserer äußeren Umgebung zu erkennen und immer \nmehr fallen zu lassen, dann wachsen wir hinein in die geistige \nWelt. Dann werden wir auch erkennen, daß alles, was wir auf \nErden an Gedanken der Güte, des Wohlwollens, des Edlen erzeugen, sich zu bleibenden, unvergänglichen Daseinswerten umsetzt, die weiterbestehen werden. Wir sehen sie vor uns in der \nFerne, in der Zukunft, da leben sie zum Heile der Menschheit. \nUnd auch alles Böse, Schlechte, Lügenhafte lebt, alle niederen \negoistischen Gedanken - wir sehen sie vor uns wie in der Ferne, \naber sie sind als Abfallprodukt zurückgeblieben, sie sind Nahrung für das Gute. Alles Böse, Schlechte wird zu dem, was an \nsich unfruchtbar ist, was aber zur Nahrung wird für das, was \nsich aus dem Keime des Guten entwickeln soll. \nWie hier auf dem physischen Plan der mineralische Boden die \nNahrung abgibt für die Pflanzen und sich das eine immer von \ndem andern ernährt, so wird alles bös Gedachte, alles schlecht \nErkannte der Bodensatz für die in der elementaren Welt aufkeimenden Gedanken des Guten, Edlen, Wahren. Daher kann auch \nder Okkultist das Schlechte, Irrtümliche sich so gut ausdeuten; \ner soll es sich in Gedanken vorstellen, aber er weiß, daß er nicht \nweiter gehen darf als bis zu diesem Punkt, wo es Gedanke ist; er \nläßt es nicht in die Tat, die Wirklichkeit übergehen, die immer \nluziferisch und ahrimanisch ist; er weiß, daß es den Boden \nabgibt, auf dem der Keim des Guten dereinst erwachsen soll. \nSo ist es eigentlich in der Evolution der Erde auch geschehen, \nso ist das Mineralreich der Erde entstanden. \nAuf dem alten Monde haben die Hierarchien vom Menschen \naufwärts bis zu den Geistern der Form den Irrtum gedacht. Das \nwar da am Platz und daraus ist das Stoffliche, Mineralische auf \nder Erde entstanden. Und aus diesem Erdenstoff hat Jahve-Elohim den Menschen bilden, ihm seine physische Hülle geben \nkönnen. Luzifer aber, der ja auf ähnlicher Stufe ist, wie die Elohim auf dem Monde waren, will dasselbe noch immer ausführen. \nEr kann sich dazu aber nur des Menschen bedienen, er kann den \nIrrtum nur im Innern des Menschen denken lassen. \nDa es mir momentan nicht möglich ist, mit einzelnen zu \nsprechen, so möchte ich hier drei Formeln geben, die nach \nBelieben meditiert werden können. Zum Beispiel die erste am \nMorgen, die zweite am Abend, die dritte sonntags, oder auch die \nerste und zweite montags und donnerstags und die dritte nur ab \nund an als Prüfung des in den zwei anderen Meditationen Erlebten; sie werden uns dann ganz klar werden. \nI. \nZu den Dingen wend ich mich \nWend ich mich mit meinen Sinnen; — \nSinnensein, du täuschest mich! -\nWas als nichts das Dasein flieht: \nDir ist's Sein und Wesenheit; \nWas dir nichtig scheinen muß, \nOffenbare meinem Innern sich. -\nZu den Dingen ... - wirklich soll sich die Seele wie mit einer \ninneren Geste zu den Dingen wenden. Die zweite Zeile: Wend \nich mich ... - verstärkt die erste; ich soll das wirklich innerlich \nfühlen. In der dritten Zeile rede ich das Sinnensein an. Die Seele \nsoll sich frei machen vom Physischen, von dem Nichts der Sinnenwelt. Sie soll sich vom Physisch-Materiellen erheben zu dem, \nwas hinter den Dingen ist. Sie soll sich weit ausbreiten in den \nRaum hinaus und empfinden: Das Gute in mir ist ewig; es ist \nder Same für Künftiges - Ex Deo Nasamur \nIL \nGeisteslicht erwarme mich \nLass in dir mich wollend fühlen. \nGutgedachtes, Wahr Erkanntes","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-03-27","site_heading":null,"date":"1914-03-27","location":null,"word_count":601,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p015","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p015"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/266c/1914-03-27/p015"}],"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). 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