{"corpus":"steiner","locus":"GA 266c/1914-07-14/p002-p004","extent":"range","passage_number":2,"through":4,"paragraph_count":3,"first_locus":"GA 266c/1914-07-14/p002","last_locus":"GA 266c/1914-07-14/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"title":"Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Norrköping, 1914-07-14","date":"1914-07-14","location":null,"alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"record":{"record_type":"mixed_sources","scope":"volume","note":"This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage.","evidence":"Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners","evidence_translation":"Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."},"site_heading":null,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-07-14/p002-p004","json_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-07-14/p002-p004.json","lecture_url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-07-14#p002","word_count":1504,"quote_safe":true,"passages":[{"passage_number":2,"locus":"GA 266c/1914-07-14/p002","text":"Norrköping, 14. Juli 1914 \nAufzeichnung A* \nWas man wohl möchte, meine lieben Schwestern und Brüder, \nist, daß alle, die an einer esoterischen Stunde teilnehmen, von \nder Bedeutung derselben so recht durchdrungen wären. Bewußt \nsollen wir da heraustreten aus dem Alltagsleben; es muß uns \nsein, wie wenn hinweggezogen würde der Schleier, der uns von \nder geistigen Welt trennt, so daß wir uns ganz in sie hineinversetzen können. Dasselbe geschieht ja auch bei der Meditation. \n(Bei einer richtigen Meditation) sollen wir leibfrei werden, verlassen alles, was mit dem Körperlichen zusammenhängt, auslöschen alle Interessen des Alltagslebens und nur hingegeben \nsein an den Gegenstand unserer Meditation. Ganz heraustreten \nsollen wir aus unserem Leibe, ihn ganz zurücklassen, genau wie \nbeim Schlafe, nur daß es bei der Meditation bewußt geschieht. \nEines ist es aber doch, das wir mitnehmen: den Atem, die Wirkung von Lunge und Herz, den Lebensodem, den Jahve-Elohim \neinst dem Erdenmenschen eingeblasen hat. \nWenn wir so ganz unserer Meditation hingegeben sind, so \nwerden wir das Gefühl haben, als ob unser Gehirn nur Äthergehirn wäre. (Wir müssen uns klarmachen:) Wenn der Mensch \ndenkt, so hat dies ja nichts mit seinem Gehirn zu tun. Wenn er \nglaubt (empfindet), fühlt, so hat das nichts mit dem Organ des \nHerzens zu tun. Geradeso wie, wenn ein Wagen über den Weg \nfährt und die Räder tiefe Spuren hinterlassen, dies mit dem Wagen als solchem nichts zu tun hat, sondern von der Beschaffenheit des Weges abhängt - so darf man auch die Organe nicht \nbeurteilen nach dem, was man äußerlich sieht, wie es die Physiologie und Anatomie machen. Die Organe sind es nicht, die da \ndenken, fühlen, sondern die geistigen Wesenheiten und Kräfte, \ndie hineinwirken. Wie die Buchstaben nur Zeichen sind für den \nInhalt eines Wortes, so sind auch die Organe nur Zeichen, durch \ndie höhere Wesenheiten im Menschen sich ausdrücken. \nDrei Entwicklungszustände unseres Erdenplaneten überschauen wir: den jetzigen, die Erde, den vorhergehenden, den \nMond, und den zukünftigen, den Jupiter. Die meisten von Ihnen \nwerden wissen, daß der Mensch außer dem Großhirn, dem Instrument, durch das er denkt, noch ein Kleinhirn hat, das mehr \nunterhalb im Nacken sitzt. Jeder Physiologe und Anatom kennt \nes, aber sie wissen nicht, daß es ein Rest der alten Mondenzeit \nist. Als ein Dokument der alten Mondenzeit steht es da, als ein \nZeichen der Kämpfe, die für uns gekämpft haben die Götter. \nWas dort auf dem Monde gedacht worden ist, daraus ist das \nKleinhirn geworden. Aber Irrtum war damals nicht in unseren \nGedanken, denn göttliche Mächte waren es, die für uns gedacht \nund unsere Gedanken geleitet haben. Damals hatte der Mensch \nnoch keine Freiheit; göttliche Wesen lenkten und leiteten ihn. \nAuf der Erde hat er nun aber die Freiheit, die Selbständigkeit \nerlangt und muß selbst die Verantwortung übernehmen für das, \nwas er denkt. \nAuch im Großhirn finden sich Überbleibsel der Mondenzeit: \ndie Zirbeldrüse und die Schleimdrüse; sie waren auf dem Monde \ndas, was heute im Menschen Lunge und Herz sind. \nUnd durch unser Leben hier auf der Erde leben wir uns hinauf zum Jupiter. (Wir bereiten diesen zukünftigen Zustand der \nErde, den Jupiter, jetzt schon vor.) Das, was der Mensch jetzt \nist in seinen Handlungen, seinen Taten, seinem ganzen Wesen, \ndas wird auf dem Jupiter bilden das Großhirn. Und das, was er \njetzt denkt in seinem Großhirn, wird dereinst auf dem Jupiter \nbilden sein Kleinhirn. Nicht mehr sind es die Götter, die sein \nDenken überwachen; frei geworden ist der Mensch auf der Erde. \nDie Folgen seines Denkens muß er selbst tragen, und warnend \nwie ein Richter sitzt ihm im Nacken das Kleinhirn, denn es wird \ndie Wirkung alles dessen, was er gedacht hat auf der Erde, hinübernehmen auf den Jupiter.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":605,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-07-14/p002"},{"passage_number":3,"locus":"GA 266c/1914-07-14/p003","text":"Und nun frage ich Sie, (wenn wir diese Tatsache in ihrer ganzen Größe und Verantwortung auf uns wirken lassen): Brauchen \nwir da noch ein Gericht? Ist dies Gericht nicht viel packender, \ngewaltiger, als es selbst ein Michelangelo hat darstellen können \nin seinem «Jüngsten Gericht»? Ermessen Sie die Tragik, die \ndarin liegt, daß der Mensch die Folgen seiner Taten, seines \nFühlens und Denkens nun selber tragen muß! \nAber einen Trost, eine Stütze haben wir (inmitten dieser Tragik): Der Christus ist eingetreten in die Erdenevolution; wenn \nwir uns ihm anvertrauen, so wird er unsere Taten, unsere Gefühle und Gedanken hinübertragen auf den Jupiter. Darum ist es \nja so wichtig, daß die Geisteswissenschaft (Christuswissenschaft, \ndie Erkenntnis von Christus) gerade in unsere Zeit (in der Zeit \nder Bewußtseinsseelenentwicklung) eintritt, damit das Verständnis für den wahren Christus wieder lebendig werde. \nSchon die Blavatsky in ihrer «Secret Doctrine» hat von Jahve \nals Mondgott gesprochen. Dadurch aber, daß sie ihre eigenen \nGefühle hineingemischt hat, ist (manches Unrichtige darin und) \nvieles von dem schlimmen Karma (ist dadurch) entstanden, das \nauf der Theosophischen Gesellschaft lastet. Und da Jahve so \nwenig verstanden wurde, so war es ja kein Wunder, daß man \njetzt auch die Christus-Wesenheit so wenig versteht. Um dies \nrichtigzustellen, mußte gleich im Anfang unserer Bewegung von \nLuzifer und Ahriman gesprochen werden; denn nur durch (eine \nErkenntnis ihres Wesens und Wirkens) kann man Jahve richtig \neinschätzen. Und nur dann führt man die Menschen richtig in \ndie geistigen Welten, wenn man sie hindurchführt, durch Luzifer \nund Ahriman, daß sie dort zum Christus kommen. Stellt man \nnicht den Christus in den Mittelpunkt (jeglichen esoterischen \nStrebens), so führt man sie zu Luzifer. \nMan nennt nur nicht gern die Dinge beim richtigen Namen, \nman täuscht sich über ihre wahre Natur. Aber was man (in gewissen Kreisen) so wissenschaftlich nennt, ist eigentlich ahrimanischer Natur. So wurde in der führenden Zeitschrift der Theosophischen Gesellschaft gesagt, die «Geheimwissenschaft» sei \npsychisch-mystisch, dagegen wären die Schriften von Annie \nBesant und Leadbeater wissenschaftlich und okkult. Das aber ist \nahrimanisch; und was man psychisch und mystisch nennt, das \nsollte «christlich» heißen. Denn die ganze «Geheimwissenschaft» \nund unsere ganze Arbeit wurde von Anfang an gegründet auf \nErkenntnis des Christus; und sie ist inspiriert worden von der \nChristus-Wesenheit selber. Das wollen wir immer vor Augen \nhaben, meine lieben Schwestern und Brüder. \nVom Monde sind wir herübergekommen, wo wir noch waren \nim Schöße der Götter: Ex Deo nascimur. Mit dem Christus sollen wir uns vereinigen auf der Erde, in ihn hineinsterben: In \n- morimur. So wird uns der Heilige Geist hinüberleiten in die \nneue Erdenverkörperung, den Jupiter: Per Spiritum Sanctum \nreviviscimus. \nAufzeichnung Β \nAlle, die durch Meditation und Konzentration als wirklich ernst \nstrebende Esoteriker weiter kommen wollen, sie wollen im \nGrunde nichts anderes als bessere, andere Menschen werden. Im \ngewöhnlichen Leben denken wir durch das Instrument unseres \nGehirns, also mittels unseres physischen Körpers. In der Meditation ist das anders. Gibt der Esoteriker sich voll Hingabe seiner Meditation hin, so gleicht der Zustand, in den er kommt, \ndem Schlaf zustand, jedoch unter Aufrechterhalten des Bewußtseins. Was an den physischen Körper gebunden ist, das schalten \nwir aus; nur der Atmungsprozeß, der bleibt; er ist dem Menschen als Odem von Jahve eingeblasen. In der Meditation denken wir mit unserem Ätherleib; Lunge und Herz erweitern sich \nund werden zum Gehirn, aber zum ätherischen Gehirn, und wie \nunser Kopf sich verhält zu dem übrigen physischen Leib, so \nverhält sich dieses ätherische Gehirn zu dem Himmelsleib. \nMan kann den Menschen nicht erkennen mit den Methoden der \näußeren Wissenschaft, durch Physiologie, Anatomie, Chemie","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":583,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-07-14/p003"},{"passage_number":4,"locus":"GA 266c/1914-07-14/p004","text":"etc. Es ist das so, als wenn man etwas auf ein Papier mit Schriftzeichen Geschriebenes erkennen wollte, indem man Papier und \nTinte untersucht; dadurch aber erkennt man nicht, was ausgedrückt ist in den Zeichen. Die Organe des Menschen sind solche \nZeichen, durch welche die göttlich-geistigen Wesen sprechen: \nUnser Kehlkopf, unser Herz, unsere Lunge, unser Hirn sind \nsolche Zeichen. Das Denken arbeitet, indem es die Substanz verdichtet, erst das Hirn aus, und das Fühlen bildet das Herzorgan. \nDer Mensch war nicht immer so, wie er jetzt ist. Auf dem alten \nMonde atmete der Mensch Wärme ein; wir haben in unserem \nHaupte etwas, was wir herübergebracht haben von der alten \nMondenentwicklung, als ein Überbleibsel, als ein Denkmal der \nMondenzeit; es ist das blätterartige Kleinhirn in unserm Hinterhaupt. Damals war es nicht klein; es ist zusammengeschrumpft; \nund was dem alten Mondenmenschen Lunge und Herz war, das \ntragen wir als Zirbeldrüse und Schleimdrüse in unserem Haupte. \nLunge und Herz des Mondenmenschen bildeten sich um und \nwurden zum Gehirn für den Erdenmenschen. Ebenso werden \nLunge und Herz des Erdenmenschen sich umbilden und Gehirn \nwerden für den Jupitermenschen. Durch unsere esoterischen \nÜbungen wird das vorbereitet. \nDurch das Kleinhirn, das zur Mondenzeit ein großes Hirn \nwar, sprach die Gottheit zu dem Menschen; es ist die Gottheit, \ndie Jahve genannt wird und die sich mit der Mondenentwicklung verbunden hatte. Jetzt darf dies ausgesprochen werden; einmal ist es schon ausgesprochen worden, von Blavatsky in der \n«Secret Doctrine», wo sie Jahve eine Mondengottheit nennt. \nAber es kommt nicht darauf an, Tatsachen bloß auszusprechen, \nsondern darauf, wie man sie ausspricht. Ein großer Teil des \nschlimmen Karmas der Theosophischen Gesellschaft ist darauf \nzurückzuführen, daß Blavatsky in abfälliger Weise darüber gesprochen hat. Es mußte aus diesem Grunde die Lehre von Ahriman und Luzifer gebracht werden, die mußten an die richtige \nStelle gestellt werden. Wie Jahve durch das Mondengehirn auf \nden Menschen wirkte und ihn leitete, so soll der Erdenmensch","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":316,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/266c/1914-07-14/p004"}],"witnesses":[{"lang":"de","edition":"original","is_original":true,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":7,"passage_count":7,"word_count":2259},{"lang":"en","edition":"English","is_original":false,"is_default_edition":true,"first_passage":1,"last_passage":26,"passage_count":26,"word_count":2365,"completeness":{"ratio":1.05,"band":"comparable","note":null}}],"aligned_witness":{"status":"not_aligned","lang":"en","note":"No paragraph alignment is recorded for this unit, so the counterpart of this span in the other language is not established. The paragraph of the same number there is not necessarily the same text: fetch that unit and read it."}}