I. Wahre Menschenwesen-Erkenntnis als Grundlage medizinischer Kunst

GA 27/l01/p009 · original (original)

Es liegt nahe, den Einwand zu erheben, daß jemand, der sich so mit aller Kraft bestimmten, in den Mittelpunkt des Bewußtseins gerückten Gedanken hingibt, allerlei Autosuggestionen und dergleichen ausgesetzt ist, und daß er einfach in das Gebiet der Einbildung hineinkommt. Allein Anthroposophie zeigt zugleich, wie die Übungen verlaufen müssen, damit dieser Einwand völlig unberechtigt ist. Sie zeigt, wie man innerhalb des Bewußtseins in vollbesonnener Art während des Übens so fortschreitet wie beim Lösen eines arithmetischen oder geometetrischen Problems. Wie da das Bewußtsein nirgends ins Unbewußte ausgleiten kann, so auch nicht während des angedeuteten Übens, wenn die anthroposophischen Anleitungen richtig befolgt werden.

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Cite: GA 27/l01/p009 · edition original