{"corpus":"steiner","locus":"GA 27/l16/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Man wird von Gesichtspunkten aus, die in der Gegenwart vielfach üblich sind, sagen: solche Ansichten wie die hier über das Antimon angedeutete, seien nicht exakt; und man wird dagegen auf die Exaktheit der gewöhnlichen chemischen Methoden hinweisen. Aber für die Wirkung im menschlichen Organismus kommen in Wahrheit die chemischen Wirkungen der Stoffe so wenig in Betracht wie die chemische Zusammensetzung eines Farbstoffes für die Handhabung dieses Stoffes durch den Maler. Gewiß, der Maler tut gut, von dem chemischen Ausgangspunkt etwas zu wissen. Aber *wie* er die Farbstoffe im Malen behandelt, das kommt von einer andern Methodik. Und so ist es für den Therapeuten. Dieser kann die Chemie als eine Grundlage betrachten, die für ihn etwas 0bedeutet; die Wirkungsweise der Stoffe im menschlichen Organismus hat aber nichts mehr mit diesem Chemischen zu tun. Wer Exaktheit nur in dem sieht, was die Chemie - auch die pharmazeutische - feststellt, der vernichtet die Möglichkeit, Anschauungen darüber zu gewinnen, was im Organismus bei Heilungsvorgängen geschieht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XVI. Heilmittel-Erkenntnis","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":161,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/27/l16/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["RSP1983"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/27/l16/p012"},{"lang":"en","edition":"RSP1983","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/27/l16/p012"}]}