{"corpus":"steiner","locus":"GA 270/1924-09-15_02/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es sind tiefe Sprüche, die uns da der Hüter der Schwelle vor die Seele stellt. Nur wenn wir sie wohl beachten und hineingeraten in die Furcht vor uns selber, wie wir nichtig werden, wenn wir uns der Erde gegenüber nur als denkend fühlen, wird uns der Seelenmut zum lebendigen Denken erwachsen. Wenn wir fühlen, wie lahm wir sind, wenn wir auf Erden fühlen, halb-lebendig, gelähmt, wird uns die Stärke wachsen, die uns erwachen lässt, sodass wir wie erwachend sind im geistigen Leben mit dem Fühlen, in dem wir waren, bevor wir heruntergestiegen sind ins physische Erdendasein. Dann, wenn wir hinuntersteigen in unser Gedächtnis, wollen mit unserem Gedächtnis in dem Lüfteweben, in dem Augenblick fühlen wir uns wie sklerotisiert und kalt durchschauert. Aber gerade wenn wir diesen kalten Schauer in uns fühlen, wird aus der Kälte wiederum das Entgegengesetzte, das Geistesfeuer erwachen, das uns zeigen wird, wie das auf der Erde von uns nur zu verschlafende Wollen wurzelt in dem lebendigen Wollen, in dem wir waren, bevor wir heruntergestiegen sind ins irdische Dasein. Erinnernd erkennen müssen wir uns in unserem Sein, bevor wir heruntergestiegen sind ins physisch-irdische Dasein. Daran ermahnt uns der Hüter der Schwelle.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Fünfte Wiederholungsstunde","site_heading":null,"date":"1924-09-15","location":null,"word_count":194,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/270/1924-09-15_02/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/270/1924-09-15_02/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/270/1924-09-15_02/p023"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 270c/1924-09-15","ga":"270c","lecture":"1924-09-15","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."},"unit_kind":{"kind":"second_translation","base_unit":"GA 270/1924-09-15","note":"A second English translation of the same lecture as 1924-09-15.","same_lecture_as":"GA 270/1924-09-15"}}