9. Das Reich Der Mütter. Die Mater Gloriosa
Nun habe ich hier etwas zu sagen, was schwer verständlich ist — weniger schwer verständlich für den menschlichen Verstand als schwer verständlich, glaube ich, für das ganze menschliche Gemüt -, aber was doch auch einmal wirklich verstanden werden muß. Stellen wir uns vor: der Mensch war also einmal im Erdenlauf, bevor er sich seit der lemurischen und atlantischen Zeit physisch allmählich gebildet hat, ätherisch, und — ich will das schematisch andeuten - aus diesem Ätherischen habe sich herausgebildet allmählich sein Physisches. Also der Mensch war ätherisch. Nun wissen wir, daß das Ätherische ein viergliedriges ist. Wir kennen den Äther als eine gewissermaßen viergliedrige Wesenheit. Wenn wir von unten nach oben steigen, so kennen wir den Äther als: Wärmeäther; Lichtäther; den Äther mit stofflicher Natur oder auch chemischen Äther, der aber seine stoffliche Natur dadurch hat, daß der Stoff innerlich noch den Ton füllt, die Weltenharmonie, die Sphärenharmonie, denn Stoffe sind dadurch Stoffe, daß sie Ausdruck sind für die Weltenharmonie. Zunächst haben wir uns die Welt harmonisch vorzustellen. Der eine Ton bedingt, indem er hinklingt durch die Welt, sagen wir, Gold, der andere Ton bedingt Silber, der dritte Ton bedingt Kupfer und so weiter. Jeder Stoff ist der Ausdruck eines gewissen Tones, so daß wir natürlich auch sagen können Tonäther, nur dürfen wir nicht den Äther so darstellen, daß er irdisch wahrnehmbar ist, sondern als noch in der Ather-Geistsphäre verklingenden Ton. Und der letzte Äther ist der Lebensäther. So daß der Mensch, wenn wir ihn uns noch als ätherisch vorstellen, ätherisch dadurch gebildet ist, daß diese vier Ätherarten ineinandergreifen. Wir können also sagen: Der Mensch erscheint da, wo die Erdenentwickelung sich anschickt, aus dem Äthermenschen allmählich den physischen Menschen hervorgehen zu lassen, als ein Ätherorganismus vor seinem Physischwerden, wo durcheinander organisiert ist Wärmeäther, Lichtäther, stofflicher oder Tonäther und Lebensäther.
Cite:
GA 272/1915-08-16/p015 · edition original