{"corpus":"steiner","locus":"GA 272/1916-09-04/p026","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Indem also Faust gestorben ist, wird das, worinnen die speziellen Kräfte der Erde walten, der Erde übergeben, jener Erde, der auch übergeben sind alle gestorbenen Menschen, insofern sie aus Knochen, Sehnen und Bändern sind. Eine tiefe spirituelle Natureinsicht spricht sich in dieser Gestaltung, die Goethe dieser Szene gegeben hat, aus, eine unendlich tiefe Naturerkenntnis! Denn man soll nur nicht glauben, daß man schon erschöpft hat das, was von uns übrigbleibt, wenn man sagt: Nun, der physische Leib fällt ab von uns, und unser Seelisches — wie wir es immer beschrieben — geht weiter in die geistigen Welten. — Nein, es sind geheime spirituelle Kräfte im ganzen physischen Leib, die der Erde verbleiben. Nur kann die Erde nicht das halten, was sie nicht selbst erzeugt hat, sondern nur die Kräfte aus Knochen, Sehnen und Bändern behält sie. Begraben Sie den Menschen und lassen ihn verwesen, verbrennen Sie ihn- in dem Erdenkörper selbst bleibt, trotz Verwesung oder Verbrennung, immer für alle Zukunft das vorhanden, was als Kräfte in Knochen, Sehnen und Bändern wirkt! Unseren Knochenmann gewissermaßen, den übergeben wir der Erde, der bleibt da, bis die Erde selbst am Ziel ihrer Evolution angelangt sein wird. Unser Knochenmann wird aufgenommen von den Knochenmännern aller voranverstorbenen Menschen, tritt ein in die Gemeinschaft der vorangestorbenen Menschen. Es wäre eine oberflächliche Anschauung, zu sagen: Da ist alles vergänglich. - Nur die Form ist vergänglich. Die Kräfte, die darinnen. walten, sind in dem Erdenwirken enthalten. Und wenn Sie heute die physischen Erdenwirkekräfte nehmen, so sind, wenn Sie hineinsehen gerade in die Erde, die Kräfte darinnen, die hineingekommen sind dadurch, daß Menschen in der Erde begraben worden sind, oder daß sie sonst irgendwie zur Zerstörung gebracht worden sind, die Körper irgendwie zerstört worden sind. Die Kräfte, die den Menschen geformt haben, sind nun in der Erde darinnen, wirken in dem Erdeninneren, sind da, sind erhalten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"12. Die «Grablegung» Das Wesen der Lemuren, der Dick- und Dürrteufel","site_heading":null,"date":"1916-09-04","location":null,"word_count":307,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/272/1916-09-04/p026","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/272/1916-09-04/p026"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/272/1916-09-04/p026","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}