12. Die «Grablegung» Das Wesen der Lemuren, der Dick- und Dürrteufel
Nun beginnt der Kampf dieser Engelschar mit dem, was da unten an Dick- und Dürrteufeln sich bemüht um Fausts Seele. Der Mephisto steht da, muß diesen Kampf mitmachen. Er weist seine Teufel an, denn er wittert etwas. Was wittert er denn eigentlich? Ja, er kennt die Dreiheit als Seelisches. Aber das ist nicht fähig, die Ich-Einheit zu erfassen. Er glaubt nicht, daß beim Faust die Ich-Einheit so stark ist, daß sie die Dreiheit zusammenhält. Das ist sein großer Irrtum, Während er eigentlich immer von der Dreiheit der Seele redet, wird geltend gemacht in diesem Moment die Einheit des Seelischen von der geistigen Welt aus, die alles zusammenhält. Würde diese Einheit, diese Ich-Einheit nicht da sein, da würden die Lemuren das Geistige des physischen Leibes, ohne daß es im Zusammenhang geblieben wäre mit der Gesamtwelt, mit dem Gesamtkosmos, für sich an sich ziehen können, es würden die Dürrteufel die Seele fassen können, das Genie. Aber weil sie beim Erdenmenschen durch das Ich zusammengehalten werden zwischen der Geburt und dem Tod, geht zwar ein jedes seinen Weg: der Leib zur Erde, der Atherleib in die Ätherregion, dasjenige, was Seele ist, in die geistige Region, aber sie bleiben füreinander bestimmt. Es bleibt ein Zusammenhang. Und sobald der Zusammenhang, der durch den Charakter des Ich hervorgerufen wird, da ist, kann der Teufel nichts machen. Aber er stellt sich ganz richtig an.
Cite:
GA 272/1916-09-04/p073 · edition original