15. Goethes Aufsuchen der Tiefen des Werdens und der Weltgeheimnisse in Seinem «Faust» Die Luziferische und die Ahrimanische Verführung

GA 272/1916-09-11/p028 ·1916-09-11 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Und nun gehen wir weiter. Schauen wir uns Mephistopheles an, wie er da steht, den Göttersöhnen gegenüber, die empfangen haben, damit sie wirklich den Seelenschatz haben können, die Rosen aus den Händen liebend-heiliger Büßerinnen. Was ist denn da geschehen? Diese Büßerinnen waren einmal auf der Erde, sind durch die irdische Liebe durchgegangen, durchgegangen durch das, was durch die ahrimanische Verführung in der atlantischen Zeit geworden ist. Was ist aber erreicht durch die menschlichen Erlebnisse, die diese Büßerinnen durchzumachen hatten? Die irdische Liebe ist wieder himmlisch geworden! Gretchen selber, sehen wir am Schluß, hat in die geistigen Regionen die hier verlebte irdische Liebe hinaufgetragen. Und ins Geistige, Himmlische ist das verwandelt, was hier auf der Erde vorgegangen ist. Gretchen ist da oben unter den Büßerinnen, sie ist unter den Rosen streuenden Büßerinnen. Die irdisch gewordene Liebe tritt uns da wiederum himmlisch entgegen. Sie ist zurückgeführt durch den Menschheitsprozeß, durch das, was Menschen erleben können, wieder in den himmlischen Bereich. Und

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/272/1916-09-11/p028.json
Cite: GA 272/1916-09-11/p028 · edition original